Dienstag, 6. September 2016

Mederia (1) Aufziehende Dunkelheit - Sabine Schulter



Mederia (1) Aufziehende Dunkelheit – Sabine Schulter




Inhalt: Die Person, die das eigene Leben am meisten verändern wird, nennen die Dämonen von Mederia Schicksal. Jeder von ihnen besitzt eines und doch wird gerade Gray, dem Kronprinzen der Dämonen prophezeit, dass sich um sein Schicksal herum sogar die ganze Welt verändern wird. Die Erinnerungen an sie werden jedoch aus Grays Gedanken gelöscht, als der Hass zwischen dem Norden und Süden Mederias in einem allesverzehrenden Krieg gipfelt, der sein Volk fast vollständig vernichtet. Voller Wut und dem Willen, diesen Krieg zu beenden, stürzt sich Gray in den Kampf und rettet eher aus Zufall der jungen Bardin Lana das Leben. Jener Frau, in deren Händen das Schicksal Mederias liegen wird. 

In Mederia leben die Dämonen und das Volk der Ignis zusammen mit den Menschen und Elben. Die verschiedenen Völker sind über ganz Mederia verteilt. Die Dämonen besitzen wundervolle, lederne Schwingen, mit denen sie über das ganze Land fliegen können. Sie besitzen außerordentliche Kräfte und sind auch im Schwertkampf bewandelt. Besonders toll finde ich, dass das Volk der Dämonen nicht negativ behaftet ist, wie man es sonst aus diesem Genre her kennt. Die Ignis hingegen, sind dem Volk der Menschen vom Äußeren her ähnlich, besitzen jedoch die Gabe der weißen Magie und sind mit ihren Irrlichtern, die ihnen als treue Gefährten dienen verbunden. Die Menschen Mederias leben in kleinen Dörfern und die Elben, in ihrem Aussehen zart und mit weißlichem Haar, finden sich auf einer Hochebene in Er-yens. 

Die Idylle wird jäh zerstört, als das Volk der Dämonen von einer unbekannten Macht, die durch eine Art dunklen Lord Namens Fueno und seinen dunklen Schattenwesen angeführt, angegriffen und fast vollständig vernichtet wird. Die unbekannte dunkle Bedrohung breitet sich immer weiter über Mederia aus und so macht sich Gray auf den Weg, andere zu warnen und trifft durch Zufall auf die junge Ignis Lana, die Bürgermeistertochter und Bardin von Ignis Fatuus. Doch war es wirklich nur Zufall? 

Gemeinsam begeben sich Gray und Lana auf eine abenteuerliche Reise zu den Elben, um auch dort vor der dunklen Bedrohung zu warnen. Was bezweckt der dunkle Lord und wie gefährlich kann er den Völkern Mederias werden? Bricht ein neuer Krieg aus, sowie vor über 300 Jahren? Ein Krieg, der damals nur mit Hilfe einer Gestaltenwandlerin und dem Glauben an der hellen Göttlichkeit beendet werden konnte und die Mächte der dunklen Göttlichkeiten niederzwang. 

Auf dieser Reise lernt man als Leser die Protagonisten kennen und lieben! Gray wächst einem schnell ans Herz, da er mit seiner kraftvollen Erscheinung und seiner positiven Einstellung Lana ein treuer Weggefährte wird, und sie vor allen Unheil zu beschützen weiß. Lana weiß noch nicht, welch große Aufgabe und Bestimmung vor ihr liegt, scheint sie doch eine zarte Persönlichkeit zu sein und nicht für einen Krieg gemacht. Sie ist selbstlos, hat ein großes Herz, ist immer hilfsbereit und besitzt die Fähigkeit, die kleinen Dinge im Leben zu sehen und genießen zu können. Diese Sicht auf die Welt beeindruckt Gray innerhalb des Abenteuers immer wieder aufs Neue. Lana muss aber auch lernen, mit ihren Aufgaben zu wachsen und ihre Selbstsicherheit und das Selbstbewusstsein zu stärken und so, auch auf die eigenen Fähigkeiten zu vertrauen.

Auch Tesha, der Kronprinz der Elben kreuzt ihren Weg. Können die Gefährten die anderen Völker Mederias rechtzeitig warnen? Und vor was genau? Was hat es mit dem Volk der Banshee auf sich, die sich wohl dem dunklen Lord Fueno angeschlossen haben? Welchen bösen Gestalten außer den Schattenhunden müssen sich die Protagonisten noch entgegenstellen? Welche Fähigkeiten wird Lana auf ihrer Reise erlernen und was hat das Schicksal für sie bestimmt? Kann ein Krieg um Mederia verhindert werden? Oder ist es dafür schon zu spät?

In Lana schlummern ungeahnte Kräfte, die sie nach und nach entdeckt und somit auch ein stück weit sich selbst neu kennenlernt. Gray ist ihr dabei eine große Hilfe und so entsteht im Laufe der Geschehnisse eine wundervolle Freundschaft, von der man sich durchaus noch mehr erhofft ;-). Doch ist Lana dem Druck gewachsen? Und wieso vernimmt sie den Ruf eines Drachen in ihrem Inneren und was will dieser ihr sagen?.

Durch den ausführlichen aber niemals langatmigen Schreibstil der Autorin, werdet ihr durch eine wundervolle Welt geführt, durch die auch die Protagonisten mit Mut, Empathie und großem Maße an Zusammenhalt wandern. Lasst euch verzaubern von den toll durchdachten Landschaften. Lernt die außergewöhnlichen Bewohner Mederias kennen. Folgt Lana und Gray auf ihrem Weg durch ein fantastisches Land, welches dem Leser seine Fantasie beflügelt und dieses Buch einfach nicht aus der Hand legen lässt.

Wer Herr der Ringe mag, wird Mederia lieben! 


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