Freitag, 30. November 2018

Saber Rider und die Star Sheriffs


Saber Rider und die Star Sheriffs





Saber Rider und die Star Sheriffs ist ursprünglich eine japanische Serie und wurde 1987 durch die US-amerikanische Filmgesellschaft World Events Productions umsyncronisiert. Dies hat auch Auswirkungen in der eigentlichen Handlung und weist deshalb Unterschiede zum japanischen Original auf.

Handlung:

In einer für den Zuschauer unbekannten Zukunft beherrscht die Menschheit die Raumfahrt, welche sie sich zunutze macht, um Folgen der Bevölkerungsexplosion in den Griff zu bekommen, deren Versorgung nicht mehr ausreicht. Deswegen besiedeln die Menschen ferne Planeten und schließen sich zu einer Föderation zusammen. Allerdings kommt es immer wieder zu Angriffen von Wesen aus anderen Dimensionen vor allen in Randgebieten. Es werden von den sogenannten Outridern wie sich diese Wesen nennen Rohstoffe geplündert und auch teils grausame Taten an den Bewohnern verübt, meist in Form von Zerstörung der Sauerstoffversorgung, der sogenannten Oxi-Stationen der jeweiligen Planeten. Ziel ist also die Ausrottung der Menschen und Eroberung aller Dimensionen. Zum Schutze der Menschheit hat das Oberkommando der Föderation ein Team gebildet, die mit Hilfe eines roboterähnlichen Kampfraumschiffs Namens Ramrod sich den Outridern stellen: Die Star Sherrifs.




Charaktere:

Saber Rider Richard Lancelot

In der US- Version ist er Anführer der Star Sheriffs. Seine Waffe ist der Säbel und sein Roboterpferd Steed ist ein flugfähiger Kampfgefährte. Sein Vater hat ihm in seiner englischen Heimat den Umgang mit dem Säbel beigebracht.

Fireball

Fireball ist eigentlich Rennfahrer und seine Aufgabe bei den Sheriffs ist es, die Bodensteuerung des Raumschiffs zu steuern und im Kampf die Transformation des Ramrod zu veranlassen. Sein Rennfahrzeug ist der Red Fury Turbo Racer und mit einigen Waffen ausgestattet. ER ist der eigentliche Anführer der Star Sheriffs im japanischen Original. (Deswegen ist er auch mit April zusammen, was im US nicht so ganz herauskommt.)

Colt (Bill Wilcox)

Colt ist ein Frauen- und Revolverheld, bis seine Eltern durch einen Angriff der Outrider in seiner alten Heimat getötet wurden. Er wurde erst Kopfgeldjäger bevor er sich den Star Sheriffs anschloss und ist ein toller und geübter Schütze. Er besitzt einen Raumgleiter namens Bronco Buster.

April Eagle

April Eagle ist die Tochter des Oberkommandanten. An der Entwicklung des Ramrod hat sie aktiv mitgearbeitet. Deshalb unterstützt sie das Team auch bei den Bodenmissionen. Sie besitzt auch ein Roboterpferd das Nova heißt und hat den schwarzen Gürtel in Karate. Im japanischen Original ist sie mit Fireball zusammen. 

Kennt ihr die Serie Saber Rider und die Star-Sheriffs noch?! Wer war euer Lieblingscharakter? Ich fand den Colt immer so klasse :-D!

Quelle: www.wikipedia.de


Samstag, 24. November 2018

10 Dinge in meinem Leben für die ich dankbar bin!



10 Dinge in meinem Leben für die ich dankbar bin! 

In meinem Artikel „Luxusprobleme“ habe ich mich dem Thema gewidmet, über was für unnötigen Kram wir uns den lieben langen Tag so aufregen. Bei den ganzen negativen Gedanken, die wir Menschen mit uns rumschleppen, vergessen wir doch tatsächlich manchmal, für was wir eigentlich dankbar sein sollten! Wir orientieren und schnell an Niederlagen und hängen uns an Enttäuschungen auf. Nur verlieren wir dabei die schönen kleinen Dinge aus den Augen. Ich möchte euch erklären, für welche Dinge im Leben ich unendlich dankbar bin und die wirklich mein Leben auch lebenswert machen und den Alltag bereichern: 

10 Dinge, für die ich dankbar bin: 



1.) Meine Familie! Es sind mir die wichtigsten Menschen im Leben. Wenn es ihnen gut geht, geht es mir auch gut. Wann habt ihr zuletzt z.B. euren Eltern gesagt, wie sehr ihr sie liebt? Den Geschwistern? Seid euch bewusst, wie wertvoll dieser „Schatz“ Familie doch ist! 

2.) Meine Freunde! Ohne sie, wäre mein Leben doch um einiges langweiliger. Auch, wenn man sich nicht jeden Tag sieht, weiß man doch, auf wen man sich verlassen kann. Jedes Treffen ist Balsam für die Seele. Die beste Psychotherapie ist es doch, mit seinen besten Freunden zusammen zu sitzen und einen tollen Tag/Abend zu verbringen. 

3.) Ein sicheres Dach über den Kopf! Auch, wenn es finanziell vielleicht mal eng ist, so ist es durch unseren Sozialstaat durchaus möglich, nicht auf der Straße zu landen. Nicht in jedem Land geht es uns so gut wie in Deutschland. Das müssen wir uns auch mal vor Augen führen. 


4.) Unseren liebsten Hobbys nachgehen können! Auch dies ist für mich – Lebensqualität. Für mich ist es das Lesen, Fotografieren, Reisen und das Bloggen! Dies alles befreit meine Seele, nimmt mir den Stress vom Alltag und macht mich glücklich. 

5.) Gesundheit ist das höchste Gut! Und daran gibt es nichts zu rütteln. Auch wenn ich oftmals durch meine Erkrankung Niederlagen einstecken und schwere Zeiten überstehen muss, habe ich doch bis jetzt immer um meine Gesundheit gekämpft. Dies ist auch wichtig! Macht euch klar wie wertvoll es ist, GESUND zu sein. 

6.) Die Schönheit der Natur! Ja, auch dafür bin ich dankbar! Die Natur gibt uns so viel Wundervolles! Kräftige Farben im Herbst, schöne sonnige Tage, Vögel die lieblich zwitschern und Tieren, die uns im Wald begegnen. Brausende Wasserfälle und kraftvolle Wellen der Meere! Unsere Welt ist so schön, wenn wir sie nur richtig wahrnehmen! Deswegen müssen wir alles für den Schutz unseres Planeten tun!


7.) Gemeinschaft! Klingt jetzt komisch? NEIN! Für mich nicht! Gerade durch das Bloggen und Vernetzen lerne ich jede Menge Leute kennen. Neue Eindrücke, andere Lebenseinstellungen die mich inspirieren, ich bin dankbar für die netten Gespräche und tollen Kooperationen, die zustande kommen. Nicht alle Menschen sind schlimm, auch wenn ich das manchmal (zugegeben) denke. Aber dann erinnere ich mich an die tollen Begegnungen, die ich schon erlebt habe und komme zu dem Schluss: Der Mensch ist nicht grundsätzlich schlecht! Es kommt immer auch darauf an, wie man ihnen begegnet. 

8.) Soziales Engagement! Es ist für mich einfach SO wichtig, dass es z.B. Organisationen wie die DKMS oder auch Tierschutzorganisationen gibt. Hilfsorganisationen egal ob für Mensch, Tier oder unsere Umwelt erfüllen eine große Aufgabe und leisten jeden Tag ihren Beitrag zu einer besseren Welt. DANKE dafür! 

9.) Soziale Sicherheit! Zählt für mich auch zu den Jobs, die unsere Anerkennung und Dankbarkeit verdienen. Ob Feuerwehr, Polizei, Technisches Hilfswerk, Wasserwacht usw., all den Menschen, die sich in solchen Jobs widmen und für andere Menschen engagieren, gebührt der allergrößte Respekt. Das bezieht auch Krankenschwestern, MFAS, Ärzte und Pflegepersonal und Betreuer mit ein. DANKE, dass es euch gibt! 


10.) Dankbar bin ich auch für das WISSEN, welches man im Laufe seines Lebens erlangt. Die Möglichkeit seinen Intellekt kontinuierlich erweitern zu können ist auch ein Privileg, welches nicht jedem Menschen auf diesem Planeten vergönnt ist! Kulturelle Vielfältigkeit kann uns ebenfalls gut tun und zählt für mich als Mittel zur Steigerung der Lebensqualität. 

So, nun kennt ihr meine Dinge, für die ich in meinem Leben dankbar bin. Welche fallen euch denn so ein? Für was seid ihr DANKBAR?! Erzählt es mir. Ich bin gespannt! 



Donnerstag, 22. November 2018

The Legend of Zelda - Okarina of Time N64



The Legend of Zelda - Ocarina of Time




Dieses tolle Rollenspiel erschien 1998 als fünfter Teil der The-Legend-of-Zelda-Reihe für die Nintendo-64-Konsole. Zudem ist es der erste Teil der Serie mit 3D-Grafik. Zugleich gilt Okarina of Time als das beliebteste Rollenspiel überhaupt. Ich werde euch auch noch über die NES + SNES Versionen berichten. Aber nun heute erstmal für den N64. 


Handlung: Im fiktiven Königreich Hyrule lebt der kleine Junge namens Link beim Volk der Kokiri. Er selbst ist allerdings kein Kokiri sondern Hylianer und gilt als Außenseiter, weil er nicht wie die anderen Dorfbewohner eine Fee besitzt. Mit 9 Jahren ruft der Wächter des Volkes, der Deku-Baum nach ihm und weist ihm eine Fee Namens Navi zu. Der Baum berichtet von der aufziehenden Bedrohung durch Ganondorf, einem dämonenartigen Mann, der das Königreich in seine Gewalt bringen will. Dann verstirbt der Baum in Folge eines Fluches, nachdem der Junge dort seinen ersten Kampf bestreitet. 





Link macht sich daraufhin auf den Weg zum Schloss Hyrule um Prinzessin Zelda zu warnen. Ganondorf begehrt das Triforce, ein göttliches Relikt mit viel Macht, das sich in Hyrule befinden soll. Zelda möchte die Machtausübung des bösen Lords verhindern und beauftragt Link, die drei heiligen Steine zu suchen, die das Triforce im heiligen Reich freisetzen. Als diese Aufgabe geschafft ist, bringt Ganondorf allerdings den König um und entführt Prinzessin Zelda. Sein Ziel ist es nun, in den Besitz der Okarina der Zeit, des magischen Musikinstruments der Königsfamilie zu kommen. Der Prinzessin gelingt aber die Flucht und sorgt dafür, dass Link in den Besitz dieser Flöte gelangt. In der Zitadelle der Zeit setzt er das Masterschwert zusammen mit den drei heiligen Steinen ein und erweist sich so als „Held der Zeit“.




Er ist aber noch zu jung um das Schwert zu führen. Link wird in einen kleinen Raum verbannt, als er das Schwert berührt. 7 Jahre lang wird er von Rauru den Erbauer der Zitadelle beschützt, der einer der sieben Weisen ist. Der Eingang zum heiligen Reich wurde bei der Berührung des Schwertes offengelegt und Ganondorf ist dort inzwischen eingedrungen. Er schafft es, Hyrule zu erobern und dabei zerstreut sich das Triforce. Link erwacht nach 7 Jahren und ist nun 16 Jahre alt. Somit kann er das Masterschwert führen. Außerdem kann er auch zwischen den Welten und seinem 9-jährigen Ich und seinem 16-jährigen Ich hin- und herwechseln. Link muss die 7 Weisen finden und aus den Tempeln befreien, in denen diese gefangen gehalten werden. Nur mit Hilfe der 7 Weisen kann der böse Lord vernichtet werden. 






Als Link alle Weisen befreit hat, wird Zelda erneut von Ganondorf entführt. Unser Held macht sich auf zum letzten entscheidenden Kampf ins Schloss von Hyrule, dass unter der Herrschaft Ganondorfs steht. Es ist ein anstrengender und nervenaufreibender Kampf gegen den dämonenartigen Mann, welcher einige Gestaltenwandlungen während des Endkampfes durchmacht. Zusammen mit den 7 Weisen, seinem Masterschwert und der Okarina gelingt es ihm, Ganondorf zu besiegen und somit wieder Frieden in Hyrule herzustellen.






Spielweise: Die Landschaft des Königreichs Hyrule umfasst Wälder, Seen, Flüsse, Berge, einen Vulkan, Städte und Dörfer sowie Höhlen. Es gibt auch eine Sandwüste. Außerdem finden sich ganz unterschiedliche Völker wie die Zoras am Fluss oder die elfenartigen Wesen der Kokiri. Die Hylianer, denen auch Link angehört, sind dem Menschenvolk sehr ähnlich. Innerhalb dieser fantastischen Welt finden sich die Tempel, die unser Held im Laufe des Spiels in einer bestimmten Reihenfolge durchqueren muss. Jeder dieser Tempel wird sozusagen durch eines der Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft symbolisiert und diese Elemente spiegeln sich auch in den benötigten Gegenständen die Link im Spiel findet wieder. 



Immer wieder tauchen neue Gegenstände auf. Neue Lieder für die Okarina werden gelernt und es muss auch mit Magie umgegangen werden können. Unterschiedlichste Rätsel warten auf den Spieler, die im Spielverlauf immer kniffliger werden. Zelda ist ein wunderbares Rollenspiel, welches auch Köpfchen benötigt und eine wundervolle Grundstory hat. Es geht um Rätsel lösen, Kämpfe austragen aber auch um das Sammeln und Hantieren mit Gegenständen und Waffen. Verschiedene Aufträge müssen in der Nebenhandlung erfüllt werden und machen das Spiel nochmals anspruchsvoller. Ebenfalls interessant ist die Tatsache, dass es Tag – und Nacht gibt. Bestimmte Aufgaben können nur zu unterschiedlichen Tageszeiten erledigt werden. Dies bedeutet für den Spieler möglichst strategisch vorzugehen. Ein toller Spielspaß für echte Zocker! 

Dienstag, 20. November 2018

Autoren-Interview mit Lilly London


Autoren-Interview mit Lilly London

Hallo meine Lieben! Schön, dass ihr an der Blogtour zu Lilly London´s Veröffentlichung von "Das Schicksal des Winters" teilnehmt! Bei Magictimes habt ihr viel über verschiedene Adaptionen zur Schneekönigin erfahren. Heute lernt ihr bei mir die Autorin selbst in einem Interview kennen! Weiter geht es bei Moonies Welt mit einem Interview von "Röckchen" und "Flöckchen". Nun wünsche ich euch viel Spaß mit dem sehr charmanten Interview mit Lilly London! 




Herzlich Willkommen bei Nannis Welt, liebe Lilly London! Magst du dich den Lesern meines Blogs erstmal kurz vorstellen?

Lilly London: Hallo ihr Lieben aufgeregt in die Runde wink
Ich bin Lilly, bin 30 Jahre alt und lebe mit Mann und Kind im schönen Tirol.....Gott das ist wie früher in der Schule, wenn man sich vorstellen musste, stell schnell die nächste Frage, bevor jemand merkt, dass ich keinen Schimmer habe, was ich sagen soll.


Es dauert ja wirklich nicht mehr lange und dein aller erster Roman erscheint! „Das Schicksal des Winters“! Wie bist du auf die Idee zu dieser winterlichen Adaption von „Die Schneekönigin“ gekommen?

Lilly London: Daran ist definitiv meine dreijährige Tochter schuld. Sie ist ein riesengroßer FROZEN Fan und die Geschichte läuft bei uns quasi in Dauerschleife. Egal ob als Buch, Hörspiel, Film oder eigenes Fantasiespiel...also könnte man wohl sagen sie hat meine Fantasie quasi darauf gedrillt sich dazu etwas auszudenken. Ich bin ja mal gespannt was sie dazu sagen wird, wenn sie es in 13 Jahren oder so mal lesen darf.


Wie war die Zeit des Schreibens für dich? Es ist doch sicherlich ein Auf und Ab, wenn man bedenkt, dass es dein erstes eigenes Buch ist?!

Lilly London: Uff...ja, die Zeit war intensiv. Ich habe im Oktober 2017 damit begonnen die Geschichte zu plotten und habe am 12. Dezember angefangen das Manuskript zu schreiben. Im ersten Monat schaffte ich knapp die Hälfte, dann habe ich wieder angefangen zu arbeiten und es kam Weihnachten etc. also lag das Manuskript dann erstmal 1-1,5 Monate auf Eis. Anschließend habe ich aber wieder fließig in die Tasten gehauen und konnte Anfang April das Wörtchen ENDE darunter setzen. Diese Zeit war eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Irgendwann hatte ich das Gefühl alles ist Mist und war drauf und dran alles hinzuschmeißen, aber da darf man einfach nicht aufgeben und muss weiter machen und am Ende kam tatsächlich etwas heraus, worauf ich stolz bin. 
Das Gefühl das ein Buch veröffentlicht wird, das man selber geschrieben hat, ist schon etwas Besonderes. Man ist nervös, stolz, aufgeregt und irgendwie hat man Angst davor.


Du bist ja jetzt nicht nur Jungautorin, sondern hast auch einen Buchblog. Wie lange bloggst du schon und hilft dir der Blog vielleicht sogar, was dein neues Autorenleben betrifft?

Lilly London: Ich blogge jetzt seit April 2017, aber mein Blog ist ja relativ klein. Aber ich liebe ihn, es ist einfach meine kleine  Storywelt und ich freue mich jetzt schon darauf, wenn ich unter mein zweites Manuskript das Wörtchen Ende setzen und mich wieder mehr auf dem Blog konzentrieren kann. Zumindest bis ich Buch Nr. in Angriff nehme.
Wobei ich inzwischen ja gar nicht mehr alles alleine mache. Die Facebook Seite zu meinem Blog wird nämlich inzwischen von zwei lieben Freunden unterstützt.
Klar, in gewisser Weise hat mir das bloggen geholfen. Man kennt einfach schon einige Leute aus der Branche und hat generell von der Materie mehr Vorwissen als jemand der komplett neu in die Szene kommt. Vor allem kennt man eben auch schon einige Blogger und Autoren die einem viel helfen können. So zumindest war es in meinem Fall. Wenn es nicht so liebe Mensche gäbe, die #miteinaderstattgegeneinader nicht nur rufen sondern leben, hätte ich es niemals geschafft mein Buch im Self Publishing zu veröffentlichen.


Wie siehst du das mit dem „Selfpublishing?  Siehst du 
Vorteile im Gegenzug zum Verlag? Oder würdest du gerne bei einem Verlag unter Vertrag stehen? Bei dem Thema scheiden sich ja die Geister…


Lilly London: Vorne weg muss ich sagen, dass ich dieses „Was ist besser“ denken bei der Thematik gar nicht mag. Beide Veröffentlichungswege haben vor und Nachteile und jeder soll das machen womit er sich wohl fühlt. Ich habe mich bewusst für das Self Publishing entschieden, weil ich die Freiheit haben wollte meine Geschichte zu erzählen, ohne das mir jemand vorschreibt, wie sie zu sein hat. Ich wollte, das Cover selbst bestimmen, die Art wie es beworben wird und wie das Buch von innen aussieht. Ich habe das Manuskript von „Das Schicksal des Winters“ gar nicht an Verlage gesendet. 
Aber es ist natürlich auf ein finanzielles Risiko. Denn man hat zwar alle Freiheiten im SP muss aber natürlich sämtliche Kosten tragen. Sei es Cover, Korrektorat etc. und all diese Dinge sind WICHTIG. Man darf nicht den Fehler machen, an falscher Stelle zu sparen, denn auch ein SP Buch MUSS professionell wirken.
Beim Verlag hingegen wird einem viel Arbeit und auch das finanzielle Risiko abgenommen. Das ist der große Vorteil. Auch haben, zumindest die größeren Verlage, eine höhere Reichweite. Dafür muss man aber Kompromisse eingehen und auch eine geringere Marge in Kauf nehmen. 
Wie gesagt habe ich mich bei „Das Schicksal des Winters“ bewusst für Self Publishing entschieden und auch mein nächstes Buch (Codename #GvneT) werde ich selbst veröffentlichen. Aber ich schließe es für mich absolut nicht aus, eines Tages auch bei einem Verlag zu veröffentlichen. So wie ich ein Autoren/Blogger Hybrid bin, wäre ich eventuell auch gerne ein SP/Verlag Hybrid. Schon alleine weil ich auch die andere Variante gerne testen würde. 


Jetzt plaudere doch mal bitte ein wenig aus dem Nähkästchen: Wer greift einem denn so unter die Arme, wenn man sein erstes Buch veröffentlichen möchte?

Lilly London: Bei mir waren es im Besonderen zwei Autorinnen, die mich immer wieder gepusht haben und mir Mut gemacht haben, dass ich auch SP wagen sollte.
Zum einem die wundervolle Powerfrau Katie Weber, die einfach die Künstlerin der Emotionen ist und noch dazu WAHNSINNS Cover macht und zum anderen Penny L. Chapman die mir mir ebenfalls sooft mit Hintergrundwissen ausgeholfen hat und mir Tritte in meinen Allerwertesten versetzt hat, damit ich mich hinsetze und schreibe. 
Aber auch soviele andere Menschen haben mir geholfen. Die alle hier aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Nur soviel....meine Danksagung ist SEHR lang.
Psst...Nadine, vielleicht kommst du ja auch drinnen vor. 


Wer hat das wundervolle Cover gestaltet und wie läuft so eine Arbeit am Cover ab?

Lilly London: Wie schon gesagt hat mein Cover Katie Weber gestaltet und die Zusammenarbeit mit ihr ist einfach herrlich. Ich hatte leider so gar keine richtige Vorstellung von dem Cover und Katie hat 3 komplett verschiedene Entwürfe gemacht, hat Silhouetten ausgetauscht und war wirklich sehr geduldig mit mir. Ich würde jederzeit wieder bei ihr ein Cover machen lassen.

Wünscht du dir, dass du irgendwann mal vom Schreiben leben kannst? Sind weitere Bücher geplant?


Lilly London: Ja klar, wäre es schön wenn das Schreiben ein wenig oder auch mehr Geld einbringt, aber ich glaube jeder weiß, dass man davon nicht reich wird. 
Außerdem glaube ich, würde ich so oder so weiterhin arbeiten gehen und wenn es nur ein paar Stunden sind. Mir würden die Mädels im Büro fehlen und generell dieser Part vom Sozialleben. 
Ja, auch weitere Bücher sind geplant, gerade sitze ich an den letzten Kapiteln von #GvneT und wenn alles gut geht, solllte das Buch im Mai 2019 erscheinen.
Auch sonst habe ich noch ein paar Ideen die irgendwann aufs Papier gebracht werden wollen, aber alles braucht seine Zeit und von mir wird es einfach aufgrund dieser Kleinigkeit wohl maximal zwei Bücher pro Jahr geben.

Gab es Szenen oder gar Figuren, die du komplett aus der Story gestrichen hast?

Lilly London: Figuren nicht, aber eine ziemlich große Szene. Eine meiner Figuren hatte erst eine andere Vorgeschichte, die sich aber irgendwann nicht mehr gut angefühlt hat, diese habe ich dann geändert und plötzlich war es als würde sich ein Teil ins andere fügen. Also denke ich, es war die richtige Entscheidung.


Hattest du in der ganzen Zeit, in der du am Buch gearbeitet hast irgendwann einmal den Drang, das gesamte Manuskript zu verbrennen und es sein zu lassen?


Lilly London: OHHHHHHJAAAAAAAA!!!! Mehrmals, vorallem wenn die Charaktere mal wieder nicht das taten was ich wollte sondern ihren eigenen Kopf hatten. Das Buch wäre viel kürzer wenn die nicht so stur wären Rofl

Hast du Tipps für die Leser, die vielleicht auch den Wunsch hegen, ihr eigenes Buch zu schreiben, sich aber nicht trauen zu beginnen?

Lilly London: Schaut euch Videos zum Schreiben an, denkt nicht ihr wisst schon alles, sondern lernt wie man Charaktere entwickelt, wie man Spannung erzeugt etc. Macht euch mit den Grundlagen vertraut, denn so entwickelt ihr Selbstsicherheit beim schreiben.
Plottet eure Geschichte. Schreibt einmal den ganzen groben Handlungsverlauf auf, bevor ihr mit dem tatsächlichem Manuskript beginnt und benutzt diesen Plot als roten Faden damit ihr euch nicht auf der Reise verirrt. 


Was wünschst du dir für die Veröffentlichung am 21.11.18 am meisten? 


Lilly London: Das ganz viele Menschen die Geschichte von Maila lesen und sie sie genauso sehr berührt wie mich. Dass die Leute lachen, weinen, verzweifeln, mich verfluchen und mir das alles am Besten auch noch mitteilen! 


Liebe Lilly, ich danke dir für dieses schöne Interview und ich wünsche dir viel Erfolg für dein Debüt! 




Freitag, 16. November 2018

Lesung mit Chris Carter




Lesung mit Chris Carter

Für viele Thriller-Fans war es wohl das Highlight in diesem Lesejahr! Kein Geringere als Chris Carter hatte sich zu einer Lese-Tour durch Deutschland angekündigt. Als dann noch klar war, dass er auch nach Franken kommt, haben Ciri von Nostalgic Books und ich nicht lange überlegt und die einstündige Autofahrt auf uns genommen, um einen der bekanntesten Thriller-Autoren live zu erleben.





Auch, wenn wahrscheinlich die meisten Leser wissen, wer Chris Carter ist, möchte ich euch kurz etwas zu seiner Vita erzählen. Er wurde in Brasilien geboren und studierte forensische Psychologie in den USA um dann zunächst einige Jahre als Kriminalpsychologe zu arbeiten. Schon während der Lesung hat Chris Carter erklärt, dass er diesen Beruf nach ca. 6 Jahren aufgegeben hat, da er wirklich grausame Fälle erlebte. Für die Besucher der Lesung war es vollkommen nachvollziehbar, als er beispielsweise von einem seiner ersten Fälle erzählte, zu denen er gerufen wurde. Man hat ein Baby in die Mikrowelle gesteckt… So ein Erlebnis zu verarbeiten ist sicherlich auch für die Ermittler nicht leicht. Doch er hat nicht etwa gleich als Autor sein Geld verdient, sondern im Vorfeld wirklich einige Jobs gemacht. Er war z.B. als Rockmusiker unterwegs, aber auch als Stripper hat er gearbeitet ;-).

Der Autor führte nicht alleine durch den Abend: Er hatte ein wie ich finde tolles Team dabei. Günter Keil übernahm die Moderation, sowie die Übersetzung ins Deutsche und Schauspieler Detlef Bothe übernahm die Passagen der deutschen Lesung.  Dies war gut organisiert, da so auch die Zuhörer, die dem Englischen nicht so mächtig waren den Abend ohne Sprachbarrieren genießen konnten.

Das Buch des Abends war „Blutrausch – Er muss töten“. Mit seinem Ermittler-Duo um Profiler Robert Hunter und seinem Partner Garcia, hat er zwei tolle Kriminalisten erschaffen, deren Fälle wirklich unter die Haut gehen und für Menschen mit schwachem Magen eher weniger geeignet sind. Im neuen Fall geht es um einen Serienmörder der seine Opfer grausam zurichtet und man taucht in tiefe Abgründe der menschlichen Seele ein. Natürlich hilft die Erfahrung als Kriminal-Psychologe dem Autor vor allem seine Antagonisten sehr authentisch zu kreieren. Dies bestätigt er auf Nachfrage und überhaupt war Chris Carter sehr gesprächig und hat uns alle mit seinem Wissen und seiner Lebenserfahrung in den Bann gezogen.

Chris Charter selbst musste schmunzeln um die Tatsache, dass er von jedem Publikum eine Rüge erhielt, weil er in einem kurzen Abschnitt aus dem Buch vorlas, in dem eine Katze getötet wurde… Da können 10 Leichen im Buch auftauchen aber um diese eine Katze wird getrauert und der Autor wird geschimpft, weil im Buch ein Tier zu Schaden kommt. Der Autor hatte viel Charisma und war charmant bis zu Schluss. Geduldig und ausführlich hat er die Fragen des Publikums beantwortet und uns verraten, dass bereits der nächste Band um seine Hunter-Garcia-Reihe fertig geschrieben ist!

Offen und ehrlich hat er kommuniziert, dass so ein Tourleben mitunter auch mal ganz schön einsam ist, da er die meiste Zeit alleine im Hotel verbringt. Auf der anderen Seite ist er froh, dass er sich noch uneingeschränkt in der Öffentlichkeit bewegen kann, was beispielsweise die wirklich großen Rockmusiker nicht mehr machen können, da sie keine 5 Minuten Ruhe vor ihren Fans haben.

Die Buchhandlung Hugendubel in Würzburg hat den Abend sehr schön organisiert. Wir konnten vor der Lesung noch ausgiebig Bücher suchten und Getränke standen bereit. Die Signierstunde war ebenfalls toll organisiert und Chris Carter hat sich für jeden Einzelnen wirklich Zeit genommen, ein bisschen geplaudert und geduldig Fotos gemacht. Ein ganz toller Typ, dieser Carter!




Sonntag, 11. November 2018

Lady Oscar - Die Rose von Versailles DVD



Lady Oscar – Die Rose von Versailles DVD





Inhalt: Oscar Francois de Jarjayes wird als sechste Tochter der Familie Jarjayes im Jahre 1755 geboren. Sie wird von ihrem Vater, General de Jarjayes, wie ein Mann erzogen, da der Familie kein männlicher Erbe geschenkt wurde. Mit 14 Jahren wird sie Kapitän des königlichen Garderegiments und soll die Königsfamilie beschützen. Ein Jahr später wird sie die Beschützerin der gleichaltrigen Kronprinzessin Marie Antoinette und freundet sich mit ihr an. Doch diese Freundschaft wird erschüttert durch Intrigen am Hofe und das Volk von Paris lebt in Armut. Es ist ein schleichender Prozess, bis die französische Revolution ihren Höhepunkt erreicht. 

1972 erschien „Berusaiyu no Bara“ – „Die Rosen von Versailles“. Erstmals wird hier ein historisches Ereignis als Grundidee für einen Manga genommen. Autorin und Zeichnerin ist Riyoko Ikeda, sie erzählt somit die Geschichte der französischen Revolution mit historischen Ereignissen. Oscar Francois de Jarjayes ist zwar eine fiktive Figur, führt den Zuschauer aber durch die wahren Ereignisse der damaligen Zeit. 

Aus der Kronprinzessin wird die Königin von Frankreich – Marie Antoinette. Das Volk lebt in bitterer Armut und vegetiert dahin, denn sie leiden unter den Fehlern der viel zu jungen Königin. Von falschen Freunden geführt, herrscht am Hofe ein verschwenderisches Leben, dem das Mädchen immer mehr verfällt. Diese Dinge geschehen auch aus der Einsamkeit heraus. Ihr Gatte König Ludwig XVI. würde am liebsten gar nicht regieren wollen und verzieht sich immer mehr in seinen Hobbyschuppen um Schlösser zu schweißen. So umgibt sich Marie mit falschen Frauen, die sich als ihre Freundinnen ausgeben nur um ihre eigenen Ziele zu erreichen. Auch Oscar kann die Tragödie die sich anbahnt nicht mehr aufhalten. 

Das Volk beginnt sich Gehör zu verschaffen und die Lage spitzt sich dramatisch zu bis es am 15. Juli 1789 zum Sturm auf die Bastille kommt. Die Revolution beginnt und die Monarchie wird gestürzt. Doch bis es soweit kommt, erleben Oscar, Marie Antoinette und ihre Gefährten der Graf von Fersen und André – Oscar´s bester Freund viele Abenteuer und Intrigen. 

Kennt ihr diese Serie und habt sie so sehr geliebt wie ich? Auch wenn die Story durchweg sehr dramatisch ist, finde ich die Zeichnungen wunderschön und der historische Hintergrund hat mich schon als Kind fasziniert! Und dieses Intro!! :-D Wunderschön! Seht es euch an:




Samstag, 10. November 2018

Autoreninterview - Oliver Pötzsch


Oliver Pötzsch

Autor für Historienromane, - Kinder- und Jugendbücher

Foto by Gerald von Foris
www.agentur-rumler.de




Möchtest du dich den Lesern meines Blogs kurz vorstellen?

Hallo, mein Name ist Oliver Pötzsch. Henkersnachfahre, Familienvater, ehemaliger Journalist, Soulsänger, Tomatenzüchter und hauptberuflicher Schriftsteller. 

In deiner Henkerstochter-Reihe basieren einige Charaktere wie z.B. der Scharfrichter Jakob Kuisl ja auf wahren Persönlichkeiten aus deinem Stammbaum. Wie bist du auf die Idee gekommen, darüber Romane zu schreiben?

Oliver Pötzsch: Dass ich aus einer Henkersdynastie komme, weiß ich seit meiner Kindheit. Meine Oma und meine Mutter haben mir immer wieder Geschichten über die Kuisls erzählt. Als Jugendlicher hab ich das dann eher vergessen. Doch mit Mitte 30 hatte ich ein Schlüsselerlebnis: Der Cousin meiner Großmutter, der Ahnenforscher unserer Familie, war zu Besuch. Er hatte etliche Unterlagen über unsere Vorfahren dabei: Stammbäume, Zeitungsartikel, Fotos, wissenschaftliche Notizen … Als ich das alles auf dem Tisch ausgebreitet sah, wusste ich: Das ist dein Buch! Ich hab dann erstmal eine Radiosendung für den Bayerischen Rundfunk darüber gemacht. So konnte ich recherchieren und gleichzeitig damit ein wenig Geld verdienen. Zu dem Zeitpunkt war ja noch nicht klar, dass die Henkerstochterserie ein internationaler Erfolg,  geschweige überhaupt je veröffentlicht werden würde. 

Wie viel Zeit musst du in deine Recherchearbeit investieren und wie sieht diese aus?

Oliver Pötzsch: Da ich mich mittlerweile in den Epochen meiner historischen Romane ziemlich gut auskenne, genügt eine Vorrecherche von ca. sechs Wochen, in der ich auch das Konzept entwickle. Ich lese viele Bücher, telefoniere mit Experten; vor allem aber bereise ich meine Handlungsorte und unterhalte mich dort mit Pfarrern, Kräuterweiblein, Heimatpflegern, Falknern, Burgenfreaks und Fremdenführern. Dieser Teil der Arbeit macht mir großen Spaß, weil ich nämlich für einen einsamen Schreiberling viel zu gerne rede.

Erzählst du uns hier auch etwas über deine anderen Bücher?

Oliver Pötzsch: Wenn du nur Bücher über Henker schreibst, bekommt deine Familie mit der Zeit Angst vor dir. Also veröffentliche ich neben der Henkerstochter-Serie auch andere historische Romane wie die „Burg der Könige“ oder die „Ludwig-Verschwörung“. Daneben schreibe ich Kinder- und Jugendbücher. Zuletzt kam der zweite Teil der „Schwarzen Musketiere“ bei bloomoon heraus, eine spannende Abenteuerserie über einen Jungen im Dreißigjährigen Krieg. 

Kannst du dir vorstellen, dich auch mal an einem ganz anderen Genre zu versuchen?

Oliver Pötzsch: Bei mvg erschien ein, wie ich finde, ziemlich lustiges Buch von mir über meine Erlebnisse in einer Rehaklinik: Es heißt „Meine Kur hat einen Schatten.“ Das kann ich jedem nur empfehlen, der selbst mal auf Reha war. Man erfährt da eine Menge über Countryabende, Bierdealer, Massagen mit Oberpfälzern und meine Freunde Klappen-Axel, Venen-Elli und Rothhändle-Luigi. Und warum nicht mal einen zeitgenössischen Krimi oder Fantasyroman schreiben? In meiner Jugend war ich ein begeisterter Fantasy-Rollenspieler! Zuerst mal braucht es eine gute Geschichte, das Genre ist nicht so wichtig.

Wie gehst du mit Kritik um?

Oliver Pötzsch: Bei meiner letzten Henkerstochter „Das Spiel des Todes“ habe ich im Nachwort Parallelen zwischen dem Fremdenhass damals und heute, zur Zeiten der Flüchtlingskrise, gezogen. Das hat mir bei Amazon ein paar böse Verrisse von irgendwelchen rechten Idioten eingebracht. Ich wurde als Merkelfan und Freund der Lügenpresse beschimpft. Diese Kritik hat mich maßlos aufgeregt. Ansonsten mag ich am liebsten die amerikanischen Kritiken zu meinen Büchern. Die sind, sowohl die positiven wie auch die negativen, immer sehr konstruktiv und begründet. Offenbar haben die Amis das über ihre Hollywood-Schreibkultur mehr im Blut als wir. Ich mag Kritik dann nicht, wenn sie rein emotional ist, a la „find ich irgendwie langweilig“, „war nicht witzig“.  Ich möchte gerne wissen: Warum war das langweilig oder nicht witzig? 

Brauchst du auch mal eine Auszeit von der Henkerstochter? Oder sind es dir doch die liebsten Geschichten?

Oliver Pötzsch: Die Kuisls brauchen ja auch mal Urlaub von mir. Dauernd bringe ich sie in die brenzligsten Situationen. Ich glaube, sie sind froh, wenn sie mich zwischendrin mal nicht sehen und ein ganz langweiliges Leben führen können.

Gibt es einen Ort, der dir als absolute Ruhe-Oase dient? Ein Ort, an dem du dich so wohl fühlst, dass du auch mal den Alltag an dir vorbei ziehen lassen kannst?

Oliver Pötzsch: Hier entspreche ich dem schriftstellerischen Klischee: Ein Urlaubshaus in der Toskana, wo ich an einem großen Steintisch koche und die Meinigen um mich herum versammle, bei lecker Chianti und Wildschweinsalami.

Gibt es Träume, die noch nicht umgesetzt sind?

Oliver Pötzsch: Eine Recherchereise nach Wales steht an, für den dritten Teil der „Schwarzen Musketiere“. Und ich möchte unbedingt nach Island! Da will meine Familie bloß nicht mit, das ist denen dort zu kalt und regnerisch. Also werde ich die Reise wohl allein machen müssen.

Welche Bücher liest du selbst am liebsten?

Oliver Pötzsch: Keine bestimmten. Ich lese immer abwechselnd einen literarischen Burger und dann wieder Kaviar. Zum Beispiel wäre das ein Thriller von Tess Gerittsen und „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ von Yuval Noah Harari. Eher weniger historische Romane, die erinnern mich zu sehr an die eigene Schreibarbeit.

Hast du zum Schluss noch eine Botschaft an die Leser meines Blogs?

Oliver Pötzsch: Sucht euch Bücher, die ihr so lest, wie ihr als Kinder gelesen habt: atemlos, unter der Bettdecke, ganz weit weg, in fernen Welten. Ich hoffe, meine Bücher schaffen das manchmal.


Leute lest seine Bücher! Ihr verpasst sonst was! Wer die Geschichten noch nicht kennt, ich habe hier eine Rezension von der Henkerstochterserie unter "Buchrezensionen" verfasst. 

Ich danke Dir Oliver Pötzsch sehr für dieses heitere Interview :-) und wünsche Dir viel Erfolg und auf deinen Reisen tolle Abenteuer!


Freitag, 9. November 2018

Die Henkerstochter-Reihe von Oliver Pötzsch


Die Henkerstochter-Reihe von Oliver Pötzsch




Ich stelle euch heute die meiner Meinung nach außerordentlich gut recherchierte Reihe von aktuell 6 Bänden über die sympathische Henkersfamilie Kuisl aus dem 17. Jahrhundert vor (1659 – offen). Die Beschreibung konzentriert sich auf alle Bände der Reihe, deswegen erspare ich mir einzelne Kurzbeschreibungen. Eher baue ich diese in die allgemeine Bewertung mit ein.

Band 1 Die Henkerstochter 
Band 2 Die Henkerstochter und der schwarze Mönch 
Band 3 Die Henkerstochter und der König der Bettler 
Band 4 Der Hexer und die Henkerstochter 
Band 5 Die Henkerstochter und der Teufel von Bamberg 

Band 6 Die Henkerstochter und das Spiel des Todes 
Band 7 Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf

Die Charaktere der Familie Kuisl sind nachweisliche Vorfahren des Autors, also durchaus Protagonisten mit historischem Charakter, auch wenn die Geschichten fiktiv sind. Dennoch finden sich in jedem einzelnen Band damalige Gepflogenheiten, Mythen und Lebensumstände wieder.

Der Henker, Jakob Kuisl: Tritt das Erbe seines Vaters in Schongau als Henker an, nachdem er vom Krieg als Soldat zurückgekehrt ist. Als Henker ist er nicht nur für das Rädern, Hängen und Köpfen und die peinliche Befragung der Beschuldigten zuständig, sondern besitzt auch die Gabe der Heilung von Krankheiten und Wunden. Eine Henkersfamilie galt als Ehrlose. Und so müssen sich alle Familienmitglieder immer wieder aufs Neue behaupten. Jakob ist ein brummeliger aber durchaus sympathischer Mann, dem der Job des Henkers durchaus nicht leicht fällt. Warum sonst braucht es ein größeres Besäufnis vor seinen Vollstreckungen? Seine Frau Anna Kuisl ist ihm in solchen Zeiten eine große Stütze und führt ihren Gatten so gut wie es geht wieder ins aktuelle Geschehen zurück. 

Nicht immer ist Jakob von der Schuld der Gepeinigten überzeugt. Hat die Hebamme wirklich die kleinen Buben und Mädchen auf bestialische Weise umgebracht, weil sie eine Hexe ist? Wer hat den Pfarrer in der Lorenzkirche vergiftet und was hat ein Templerschatz damit zu tun? Wer hat Jakobs Schwester und dessen Schwager auf dem Gewissen und warum? Was hat es mit den unheimlichen Automaten auf sich, die Frater Vrigilius erschaffen hat? Und treibt in Bamberg, dem Wohnort Jakob Kuisls Bruder wirklich ein Werwolf sein Unwesen? Warum werden in Oberammergau bei den Proben zu den Passionsspielen zu Pfingsten Hauptdarsteller ermordet?

Zusammen mit seiner selbstbewussten und der typischen Kuisl-Sturheit geborenen erwachsenen Tochter Magdalena, die es als Tochter eines Scharfrichters nie leicht hat und ihrer großen Liebe, dem Medicus Simon Fronwieser, stolpert Jakob von einem Kriminalfall zum Nächsten. Immer den Aberglauben und die Politik  sowie die Macht der Kirche der damaligen Zeit im Nacken! Mit Hilfe seiner beiden Begleiter, dem zwar tollpatschigen, eitlen Simon, der durchaus ein schlauer Fuchs sein kann, wenn es drauf ankommt und auch seiner Tochter, die sich durch Nichts und Niemandem in ihrem Vorhaben aufhalten lässt, gelingt ihm immer wieder die Aufklärung der sehr gut gesponnenen Fälle. Magdalena hat zudem noch zwei weitere Geschwister. Die Zwillinge Barbara und Georg.

Die Charaktere wachsen einem schnell ans Herz. Man verfolgt von Buch zu Buch gerne die persönlichen Entwicklungen. Der Autor schafft es, eine spannende Atmosphäre auf zu bauen und diese auch zu erhalten. Am meisten beeindruckt bin ich von der guten Recherchearbeit von Oliver Pötzsch. Man lernt das damalige Leben authentisch kennen und erfährt viel Geschichtliches über die einzelnen Orte des Geschehens. Die Geschichten sind so umfangreich gestaltet, dass man immer wieder neue Überraschungen erlebt. Wer dann noch Ambitionen zur damaligen Medizin hat, wird voll auf seine Kosten kommen. 

Ein tolles Lesevergnügen, dass ich allen Freunden historischer Romane nur ans Herz legen kann.


Fazit: 5 von 5 Leseeulen! 




Mittwoch, 7. November 2018

Das Hannibal-Syndrom - Stephan Harbort



Das Hannibal-Syndrom – Stephan Harbort




Inhalt: Dank Hollywood gilt Hannibal Lecter als Inbegriff des infernalischen Serienmörders. Doch wer sind diese Täter in der Wirklichkeit? Der Kriminalexperte Stephan Harbort hat zahlreiche von ihnen in ihren Hochsicherheitszellen besucht und interviewt, um Motivation, Tathergang und Täterprofil zu erforschen. Er befasste sich mit allen 75 deutschen Serienmördern seit 1945 – eine aufschlussreiche und schockierende Dokumentation, aus der man viel über die Psyche solcher Täter erfährt.

Stephan Harbort schafft mit diesem Buch einen professionellen und dennoch leicht verständlichen Einblick in die Welt von Serienmördern. Auch über Frauen, die zu Serientäterinnen werden, berichtet er ausführlich, was durchaus lesenswert ist, da man gerade bei Männern und Frauen Unterschiede im Motiv und bei der Mordmethode erkennen kann. Die gesellschaftlichen Faktoren und die Lebensläufe der Täter werden durchleuchtet und geben dem Leser Aufschluss über die möglichen Auslöser solcher Taten. Wie kam es überhaupt soweit? Wie wurde er/sie zum Mörder? Außerdem versteht es der Autor, auch den Opfern die notwendige Aufmerksamkeit zu gewähren. Sehr interessant sind natürlich die geführten Interviews beispielsweise mit einem 3-Fachmörder, den Stephan Harbort in einem Hochsicherheitsgefängnis aufsucht.

Besonders gut erklärt er auch, dass typische Klischees z.B. immer der gleiche Opfertyp, gleiche Mordmethode usw. doch eher von den tollen Serien a´la „Criminal Minds“ herrühren. Auch die Tatsache, dass Serienmörder nicht immer sexuelle Motivationen für ihre schrecklichen Taten haben, wird gut verständlich beschrieben. Es findet ein Prozess statt, dem man im Buch folgen kann. Von der Analyse des Vorlebens der Täter bis zur vollendeten Tat, bekommt man als Leser den Einblick, welche Dynamik zu den Verbrechen führte und auch die Motive werden ebenfalls auf psychologischer Ebene erläutert. Dabei legt der Kriminalhauptkommissar keinen Wert auf halsbrecherische Erzählungen oder gar Übertreibungen. Er konzentriert sich auf das Wesentliche und hält sich an die Fakten aus Gerichtsakten und Protokollen des jeweiligen Falls. Die Interviews geben einen sehr genauen Einblick in die Gedankenwelt der Verbrecher.  


Für mich schafft es Stephan Harbort, die Geschehnisse auf eine empathische Art und Weise dem Leser nahe zu bringen, ohne eine Art Verständnis für die Verurteilten zu fordern, oder im Gegenteil, die Angeklagten zu „Bestien“ oder „Monster“ werden zu lassen. Er macht deutlich, dass jeder Mensch zum Mörder werden kann! Wer dieses Buch gelesen hat, kann diese Aussage auch nachvollziehen und bekommt fachspezifisches Wissen aus den Bereichen Psychologie, Kriminologie und Polizeiarbeit vermittelt.