Freitag, 23. Dezember 2016

Wut - Marcel Feige/Martin Krist



Wut - Marcel Feige/Martin Krist




Inhalt: In der U-Bahnstation Potsdamer Platz werden die übel zugerichteten Leichen einer Prostituierten und ihres Zuhälters gefunden. Kommissar Kalkbrenner glaubt an einen Milieu-Mord. Als wenig später ein toter Bauarbeiter auftaucht, scheint der Fall klar: Ein Zeuge wurde beseitigt. Erst ein weiterer U-Bahn-Mord zeigt: ein perverser Serienmörder geht um. Ausgerechnet jetzt, wo alle Welt wegen eines Umweltgipfels auf Berlin schaut. Mit Hilfe des jungen Leif, der bei Obdachlosen Sozialdienst leistet, kommt Kalkbrenner einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur, das in den Tunneln und Bunkern unter der Stadt verborgen ist …

Dies ist Band 1 der "Paul Kalkbrenner-Reihe"! Der Autor Marcel Feige auch bekannt als Martin Krist, schafft es in diesem Thriller den Leser mit in die Unterwelt von Berlin zu nehmen. Man taucht ab in eine doch eher unangenehme Welt, die man gerne mal aus der Gesellschaft ausgrenzt und schon gar nicht in den Medien erwähnt. So passiert es auch in der Story, dass der Protagonist Paul Kalkbrenner an der kurzen Leine gehalten, und in seinen Ermittlungen ausgebremst wird. 

Schließlich steht der große Umweltgipfel bevor, zu dem sich auch noch der Präsident der vereinigten Staaten ankündigt. Also herrscht erhöhte Alarmbereitschaft. Leif, ein typischer Berliner Teenager, wird derweil zu 60 Stunden Sozialarbeit verdonnert. Wegen ein paar Gramm… Durch Noppe, dem Sozialarbeiter lernt Leif die Welt im Untergrund Berlins kennen. Zusammen mit dem Sozialarbeiter versorgt er die Menschen im Untergrund. Alte Tunnelanlagen, ein unterirdisches Labyrinth, Dreck, unerträglicher Gestank und die Tatsache, dass trotz allem viele Obdachlose dort leben, schockieren Leif zunehmend. Langsam beginnt dieser über das Leben oberhalb Berlins nachzudenken…

Kalkbrenner hingegen hat eine brutale Mordserie aufzuklären. Doch rund um die U-Bahn herrscht ein hartes Leben und so wird es für den Ermittler ein Spießrutenlauf zumal auch noch sein Familienleben den Bach runter geht. War der erste Mord wirklich eine Tat, die dem Rotlichtmilieu zuzuschreiben ist? Und der Bauarbeiter? War er ein unliebsamer Zeuge, der entsorgt werden musste? Und wie passt da der 3. Mord ins Bild?

Die nicht allzu langen Kapitel und das Switchen innerhalb der Story einmal zu Kalkbrenner und dann wieder zu Leif, bringen eine gute Dynamik ins Geschehen. Für mich war es interessant, auch mal „das andere Berlin“ kennen zu lernen. Die Stadt, aus der Sicht der vielen verlorenen Seelen außerhalb der Gesellschaft zu erkunden hat mich auch oftmals geschockt und mein Mitleid erregt. 

Auch die Örtlichkeiten werden sehr gut beschrieben, sodass man sich als Leser mitten in die Großstadt versetzt fühlt. Lediglich die Geschichte mit Kalkbrenner um das schlechte Verhältnis zu seiner Tochter durch den Berufsalltag und die gescheiterte Ehe, sind Eckpunkte in der Story, die leider schon in vielen anderen Romanen vorzufinden sind und mir zu klischeehaft waren. Ich hätte gerne von Anfang an etwas mehr Ermittlungsarbeit und weniger Privatleben des Protagonisten gehabt. Alles in allem, war es ein guter Thriller, der für entspannende Leseabende bestens geeignet ist. Politik, Kriminalität, Menschen am Rande der Gesellschaft, die unschönen Seiten einer Großstadt und das Leben als Jugendlicher dort sind gute Thematiken in diesem Buch!

Da ich die Reihe um Paul Kalkbrenner in einem tollen Gewinnspiel gewonnen habe, und mir der Roman auch wirklich gefallen hat, werde ich natürlich auch mit der Zeit die anderen Bücher lesen und euch hier vorstellen. 


Mittwoch, 21. Dezember 2016

Gesunde Erbsen - Ganz schön emotional, der Körper!


Ganz schön emotional, der Körper


Iane vom Blog "Gesunde Erbsen" ist heute "zu Gast bei Nannis Welt"! Und ich freue mich wirklich sehr darüber! Auf ihrem Blog und FB-Seite könnt ihr sehr viel über eine ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise lernen. Mit viel Erfahrung und Wissen berichtet Iane euch heute, was das Qui und die Chinesische Medizin zum Wohlbefinden von "Körper und Geist" beitragen kann! Ein wunderbarer Bericht! Findet ihr nicht auch?! 

Gesunde Erbsen auf Facebook




Iane: Gerade rund um Feiertage wie etwa Weihnachten passiert es nicht selten, dass uns „etwas auf den Magen schlägt“ – und damit ist nicht nur das (zu) viele Essen gemeint! Viele – mich eingeschlossen – machen sich gerade in der vermeintlich besinnlichen und ach so ruhigen Zeit viel zu viele Gedanken: Was kommt auf den Tisch? Was wünscht sich der Partner? Was schenkt man den Kindern? Und was bekommen alle anderen? Sich den Kopf hin und wieder zu zerbrechen, ist ja OK. Wenn aus dem „Sich- Gedanken-machen“ jedoch Sorgen werden, kann das negative Auswirkungen auf Magen und Milz haben. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird diesen beiden Organen nämlich die Schwermut zugeordnet und der entsteht nicht selten, wenn man aus dem Grübeln nicht mehr herauskommt.

Für die Chinesen sind Emotionen also mitunter mitverantwortlich für Krankheiten, denn Emotionen haben eine direkte Auswirkung auf das Qi, unsere Lebensenergie. Während Grübeln das Qi verknotet (ein Grund, warum sich Magenschmerzen manchmal wie ein Knoten im Bauch anfühlen), lässt Zorn das Qi aufsteigen, was sich in einem roten Gesicht, angespannten Schultern, Reizbarkeit und nicht zuletzt Wutausbrüchen zeigen kann. Wut, Ärger, Bitterkeit und eben Zorn sind Emotionen von Leber und Galle – warum sonst sollten wir fragen: „Welche Laus ist dir denn über die Leber gelaufen?“ Oder wer kennt nicht die Redewendung „Gift und Galle spucken“? Und aufgepasst: Unterdrückter Zorn kann zu einer sogenannten Leber-Qi-Stagnation führen, was sich wiederum negativ auf Magen, Darm oder sogar das Herz auswirken kann.



Kummer, Trauer, Melancholie bis zur Depression gehören zu Lunge und Dickdarm. Es geht darum Vergangenes anzunehmen, vor allem aber auch es loszulassen. Ansonsten nämlich kann Trauer das Qi auflösen, was sich beispielsweise durch eine schwache, leise oder sogar weinerliche Stimme, Müdigkeit und Blässe bemerkbar macht. Lunge und Dickdarm stehen laut TCM außerdem in einem engen Zusammenhang mit der Haut (inkl. den Schleimhäuten) – kein Wunder also, dass traurigen Menschen schnell mal etwas „unter die Haut geht“. Wer indes eine „dicke Haut“ hat, lässt sich so leicht nicht aus der Ruhe bringen: Diese Menschen ruhen sprichwörtlich in sich selbst, können gut annehmen, loslassen und sich von der Außenwelt distanzieren.

„An die Nieren geht’s“, wenn uns etwas sehr stark zusetzt, es uns womöglich sogar in unseren Grundfesten erschüttert, unsere Existenz oder gar unser Leben in Gefahr ist. Angst und Schrecken sind die Gegenpole zu Sicherheit und Geborgenheit und damit die Emotionen der Nieren und der Blase. Werden Ängste übermächtig, leiden wir etwa an (chronischen) Blasen- oder Nierenbeckenentzündungen oder Schmerzen im unteren Rücken („Rückgrat zeigen“).



Und dann wären da noch Freude, Lachen und Lust, die die Chinesen Herz und Dünndarm zuordnen. Also alles gut, weil positiv? Jein, schließlich gibt es auch Menschen, die „zu fröhlich“ sind, nie einen schlechten Tag haben, die ihr „Herz ständig auf der Zunge tragen“ und von übermäßiger Freude nur so überschäumen. Was auf den ersten Blick „unproblematisch“ erscheint, kann auf lange Sicht den Qi-Fluss verlangsamen, das Herz schwächen und zum Beispiel zu Unruhe und Unzufriedenheit, Schlafstörungen und übermäßigen Träumen führen.




Balsam für die Emotionen. Abgesehen von einer guten, regionalen und Mitte stärkenden Ernährung können wir unsere Emotionen und damit unsere Gesundheit folgendermaßen positiv beeinflussen: Der Magen mag Geduld, Ruhe, regelmäßige und nicht zu späte Mahlzeiten, die Milz gemütliche Besuche bei Freunden, Lob und Anerkennung – vor allem von uns selbst. Auch Gallenblase und Dünndarm lieben Ruhe und Entspannung, beispielsweise nach einem ausgiebigen Spaziergang an der frischen Luft, das nämlich tut Leber, Herz sowie Lunge und Dickdarm gut. Die Lunge freut sich aber genauso über bewusste Atmung, Qigong oder Yoga. Bei Niere und Blase geht es um Selbstfindung und Selbstvertrauen, ob durch Achtsamkeitsübungen, Zeit in der Natur oder abendliche Mußestunden. Generell gilt: Einfach (wieder) auf den Körper hören – der kennt den Balsam für die Seele am besten.

Liebe Iane, ich danke dir vielmals für diesen bereichernden und interessanten Gastbeitrag! 

Dienstag, 20. Dezember 2016

110 ein Bulle hört zu - Cid Jonas Gutenrath


110 Ein Bulle hört zu - Cid Jonas Gutenrath




Inhalt: Ein Freigänger erschlägt seine Frau mit einer Axt, eine verzweifelte Mutter sucht Rat in Erziehungsfragen, ein Yacht-Besitzer empört sich, weil er auf dem Landwehrkanal „geblitzt“ wurde: Wenn Cid Jonas Gutenrath Notrufe entgegennimmt, kommt er den Menschen sehr nahe. Ob er eine Frau zum Weiterleben überredet oder einen kleinen Jungen tröstet – Gutenrath begegnet ihnen allen auf seine ganz persönliche, faszinierende Art. Beim Lesen seiner authentischen Geschichten lacht man Tränen oder es stockt einem der Atem. Dieses Buch lässt keinen Leser kalt.

Durch Cid Jonas Gutenrath wird dem Leser die durchaus unterschätzte Arbeit in einer Notrufzentrale sehr nahe gebracht. Es ist sehr interessant zu lesen, welche Anrufe er in der Notaufnahme der Polizei entgegen nehmen- und auch bewältigen muss. Manche Anrufer erlauben sich einfach nur einen Spaß, wieder andere sind schon mal sehr lustig und fordern auch den Humor des Polizeibeamten heraus. Doch auch die dramatischen Anrufe werden von ihm bis ins Detail beschrieben. Dabei bekommt man auch einen guten Einblick in die harte vor allen mentale Arbeit des Autors, welche oftmals eine große Herausforderung darstellt. Oder habt ihr schon mal erfolgreich versucht, jemanden am Telefon davon abzubringen, jetzt doch nicht vom Hochhaus auf dem der Anrufer gerade steht zu springen?!

Wie findet man die richtigen Worte? Den richtigen Umgang? Was erzählt man einem Mann, der anruft um anzukündigen, dass er jetzt auf dem Weg zu seiner Frau ist, die er umbringen möchte?! Wie verhält man sich? Nur EIN falsches Wort und die Situation droht zu eskalieren. Für diesen speziellen Beruf muss man schon starke Nerven haben und das beweisen diese oftmals traurigen, aber auch tragischen Schicksale, die dort am Telefon zu Tage kommen.

Für mich war es sehr interessant, über den Alltag in einer Notfallzentrale der Polizei zu lesen. Wie, warum, welche Entscheidungen getroffen werden und welch große Verantwortung der Beamte, der die Anrufe entgegennimmt hat. Auch über die speziellen Weiterbildungen wird in diesem Buch geschrieben, die einen auf diese Art von Arbeit vorbereiten sollen. 

Ich persönlich, habe nach dem Lesen des Buchs gehörigen Respekt vor allen Menschen, die solch einen Beruf ausüben, sei es bei der Polizei oder auch bei der Rettungsleitstelle im Notdienst. Diese Menschen machen sich jeden Tag einen Kopf um ihnen unbekannte Anrufer. Sie fühlen und leiden mit ihnen und haben auch schon mal daran zu knabbern, wenn ein Anruf leider nicht so positiv verläuft, wie er sollte. Es sind sehr gute Eindrücke, die man da gewinnt.

Kennt ihr die Bücher von Cid Jonas Geutenrath?

Sonntag, 18. Dezember 2016

The Shining - Stephen King



The Shining - Stephen King (1977)




Inhalt: Ein Hotel in den Bergen von Colorado. Jack Torrance, ein verkrachter Intellektueller mit Psycho-Problemen, bekommt den Job als Hausmeister, um den er sich beworben hat. Zusammen mit seiner Frau Wendy und seinem Sohn Danny reist er in den letzten Tagen des Herbstes an. Das Hotel "Overlook" ist ein verrufener Ort. Wer sich ihm ausliefert, verfällt ihm, wird zum ausführenden Organ aller bösen Träume und Wünsche, die sich in ihm manifestieren.

Jack Torrance ist trockener Alkoholiker und ehemaliger Lehrer. Durch den Job als Hausmeister in einem abgelegenen Hotel, erhofft er für sich und seine Familie, sein Leben wieder in geordnete Bahnen lenken zu können. Jack neigt zu Gewaltausbrüchen, weswegen er seine Stelle als Englischlehrer verloren hat, weil dieser einen Schüler schlug. In seiner Wut machte er auch vor seinem eigenen Sohn nicht halt, und brach Danny im Vollrausch den Arm. Seine Frau Wendy will sich scheiden lassen, hält aber nochmal inne, da sie sich erhofft durch den neuen Job und die neue Umgebung könnten sie wieder eine Familie werden. 

Was die Eltern nicht ahnen ist, dass Danny telepathische Fähigkeiten besitzt und auch in der Lage ist, Übernatürliches wahrzunehmen. Der Hotelmanager Hallorann spürt eine besondere Verbindung zu dem Jungen, und warnt die Familie eindringlich vor den mysteriösen Vorgängen im Hotel. Dem kleinen Jungen prägt er ein, besonders das Zimmer mit der Nummer 217 zu meiden und niemals einzutreten. Sollte er je seine Hilfe benötigen, sollte er telepathisch Kontakt zu ihm aufnehmen. Als der Vater des Jungen alte Dokumente über das Hotel findet, in denen viel von Gewalt und blutigen Taten die Rede ist, reift in ihm das Verlangen, ein Buch über das Hotel „Overlook“ zu schreiben. 

Danny beginnt mit der Zeit, die verlorenen Seelen des Hotels als Geister zu sehen. Ihn plagen schon bald schlimme Visionen. Und Jack?! Das Hotel scheint immer mehr Besitz von ihm und seinem Geiste zu ergreifen. Zunehmend verliert er sich in Wahn, Manie und Aggressionen! Das Unheil nimmt seinen Lauf…

Wer Stephen King kennt weiß um sein Talent, den Leser in eine von Anfang an beklemmende und düstere Atmosphäre katapultieren zu können. Was meiner Meinung nach diesen Roman so authentisch macht ist die Tatsache, dass King oftmals auch autobiografisch arbeitet. Der Autor selbst kämpfte jahrelang gegen seine Alkoholsucht an, was sich im Charakter des Hauptprotagonisten Jack Torrance wiederspiegelt. Dessen zunehmendeWut, Aggressionen, Wahn und psychischer Zerfall halten Einzug und nehmen den Leser gefangen. Besonderen Bezug entwickelt man dabei zu Danny. Das Grauen, welches der kleine Junge ganz alleine durchstehen muss, verursacht einem eine Gänsehaut und lässt einen eiskalten Schauer über den Rücken laufen. 

„The Shining“ und allgemein Stephen King gehört definitiv in jedes Bücherregal von Fans des Horror-Genres. 

Welche Stephen King´s sind eure Favoriten? Da es bei mir so viele sind, werde ich nach und nach immer wieder eine neue Rezension vom „Meister des Horror“ vorstellen. 


Samstag, 17. Dezember 2016

Es war einmal...Das Leben - Albert Barillé


Es war einmal...DAS LEBEN - Albert Barillé



Inhalt: Kommt mit Maestro, Dicki, Pierrot und Freunden auf die spannende Entdeckungsreise durch den menschlichen Körper! Augen und Ohren auf! Tief durchatmen - dann geht es auf eine aufregende Reise. Von A wie Atmung bis Z wie Zelle wird unser bestes Stück lehrreich vorgestellt. Herz, Blut, Nerven und Nieren - jedes ein kleines Wunder, das unser Leben erst möglich macht.



6 DVD´s die uns egal ob Kind oder Erwachsener mitnehmen in den Körper des Menschen. Diese Reihe ist deshalb so besonders, weil die vielen kleinen Körperchen z.B. die Leukozyten, welche die Gesundheitspolizei in unserem Körper sind, oder auch die Erythrozyten, die roten Blutkörperchen, die unseren Sauerstoff transportieren oder die Thrombozyten, welche unsere Gerinnung steuert und Wunden verschließt, in Form von verschiedenen Figuren dargestellt werden, die durch unseren Körper wandern. Auf witzige Arzt und Weise wird dem Zuschauer vermittelt, was eigentlich in unserem Inneren so passiert, warum wir eigentlich sehen, hören und sprechen können und warum unser Körper fähig ist, sich selbst zu heilen. Auch die fiesen Bakterien und Viren werden verkörpert in Form von fießen Figuren, die sich des öfteren einen Kampf mit Pierrot und seinen Freunden von der Gesundheitspolizei liefern. 

Diese Serie ist nicht nur kindgerecht, sondern hilft mir z.B. auch in meiner Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten weiter, da so das Lernen um den menschlichen Körper großen Spaß macht. 

In dieser TV-Reihe die es jetzt alle auf DVD gibt sind außerdem erschienen:

Es war einmal...Abenteuer & Entdecken
Es war einmal...Amerika
Es war einmal...Forscher & Erfinder
Es war einmal...Der Weltraum
Es war einmal...Der Mensch

Welche Folgen kennt ihr?! Gefallen sie euch auch heute noch? 


Freitag, 16. Dezember 2016

Gastbeitrag - Stefanie von Gedankenvielfalt



Skin - das Lied der Kendra




Die liebe Stefanie von Gedankenvielfalt präsentiert auf ihrem Blog viele wunderschöne Bücher. Die Rezensionen sind aufschlussreich und auch über Märchen berichtet sie uns. In diesem Gastbeitrag stellt sie euch eines ihrer liebsten Bücher aus diesem Jahr vor. Schaut doch auch mal bei ihr vorbei! 



Titel: Skin - das Lied der Kendra
Autor/in: Ilka Tampke
Seitenanzahl: 480 Seiten

Verlag: Penhaligon Verlag




Inhaltsangabe:

Eine Tierhaut zu tragen bedeutet für den Stamm der Caer Cad alles: Sie steht für den Glauben der Menschen, für ihre Vorfahren, für ihr Land. Nur die vierzehnjährige Waise Ailia hat niemanden, der ihr eine Haut hätte vererben können, und ist damit eine Außenseiterin – bis sie durch eine geheimnisvolle Begegnung auf den Weg geführt wird, der ihr seit jeher vorherbestimmt ist. Sie soll zur Kendra werden, zur größten Wissenshüterin des alten Glaubens. Für Ailia beginnt eine Reise in eine ihr unbekannte Welt, wo sie nicht nur ihrer großen Liebe begegnet, sondern ihr Land auch vor einer großen Gefahr retten muss …

Rezension


Das Cover ist durch diesen kräftigen ein wirklicher Hingucker im Bücherregal und alleine deshalb musste ich den Klappentext einfach lesen, da das Cover einfach neugierig macht.


Der Schreibstil der Autorin gefällt mir außerordentlich gut, er ist verständlich, flüssig und fesselnd - alles was man bei einem wirklich guten Buch benötigt.



Die Geschichte an sich entwickelt sich für meinen Geschmack genau passend, es wird nicht direkt losgelegt, sondern der Leser wird in kleinen Schritten immer mehr in die Geschichte hinein geschickt - indem man die Hauptfiguren und dessen Lebensstil kennenlernen kann.

Die Hauptfigur Ailia  ist eine sehr sympathische Person, die aber leider im laufe der Geschichte recht naive und egoistische Entscheidungen trifft, aber wenn ich ehrlich bin, ich kann das komplett nachvollziehen, da sie in ihrem Leben nicht viel Lebenserfahrung sammeln konnte und die Kochmutter sie sehr behütet hat. Hätte sie nun immer richtig und perfekt gehandelt, wäre Ailia für mich nicht authentisch gewesen, daher finde ich es von der Autorin bemerkenswert, dass sie sich so viele Gedanken gemacht hat um dem Charakter soviel Wiedererkennungswert zu schenken. Dies gilt übrigens für sämtliche Charaktere in diesem Buch. Man merkt jedem Charakter seine größte Stärke und auch Schwäche an.

Die Geschichte entwickelt sich in kleinen Schritten und macht am Ende doch eine für mich zu schnelle Entwicklung, so das es schnell den Eindruck erweckt, dass das Buch bald zu Ende ist und man schnell ein Ende finden muss, das fand ich sehr schade und hat auch etwas in meiner Bewertung dadurch eingebüßt.

Das Ende an sich fand ich zwar nicht toll, aber eigentlich passt es perfekt zu der Geschichte - ich bin hier also im Zwiespalt wie ich es finden soll.

Ich fand das Buch einfach nur :authentisch, fesselnd und total dramatisch - ich habe es auch innerhalb von 4 Tagen durchgelesen, da ich nicht aufhören konnte es zu lesen.
Potential für einen zweiten Teil hätte das Buch, konnte im Internet aber leider nichts finden, würde es aber sofort kaufen, wenn es später wirklich einen geben sollte.

Ich vergebe trotz zwei Kritikpunkten trotzdem 5 Hamsterchen, da ich finde, dass das Buch grandios ist und ich es auch sofort weiterempfehlen würde. 

Vielen Dank liebe Stefanie für diese interessante Rezension. :-)



Dienstag, 13. Dezember 2016

Women´s History - Frauen in der Geschichte



Women´s History – Frauen in der Geschichte





Eva-Maria Bast, Chefredakteurin von Women´s History beschreibt die Idee zum Magazin so: „Häufig wurden wir gefragt, wie wir auf die Idee für die Women´s History gekommen sind. Die Antwort ist ganz einfach: Ein derartiges Magazin gibt es auf dem deutschen Markt noch nicht und das, wo die Geschichte doch so viele besondere Frauengestalten bereithält. Einige von Ihnen haben die Grundlagen gelegt für das Leben, das wir heute führen dürfen. Sie mussten auch zeitweise unbequeme Wege gehen, um zu erreichen, was für viele selbstverständlich ist: dass Frauen die gleichen Rechte haben wie Männer – und umgekehrt.“


In der kleinen Regionalausgabe von Bamberg, könnt ihr unter andren über die Humsera lesen!

Eine wie ich finde, sehr gute Einleitung in dieses tolle Magazin! Das Cover welches sich „historisches Covergirl“ nennt, ziert in der Erstausgabe die wunderschöne Schauspielerin und Sängerin Lily Elsie. Aber nicht nur sie findet man beim Erkunden des toll gestalteten Magazins mit historischen Illustrationen und Bildern. Wusstet ihr z.B., dass Ritter Sport eigentlich von einer Frau wirklich groß gemacht wurde?! Nur der Idee von Clara Ritter ist es zu verdanken, dass Ritter Sport auch heute noch für eine außergewöhnliche Form und Auswahl an Schokolade steht.

Auch die Geschichte der Jeanne d´Arc oder Johanna von Orlean findet ihr in dieser 1. Ausgabe. Ihr könnt über Giftmörderinnen im 17. Jahrhundert lesen, erfahrt nicht nur etwas über Sissi, sondern auch über das Leben ihrer 4 Schwestern! Die Austen-Schwestern sind ebenfalls vertreten und besonders gefallen hat mir der Artikel über eine Frau, die mein persönliches Vorbild ist: Dorothea Erxleben! Sie war die erste Frau, die Ärztin wurde, obwohl es zur damaligen Zeit den Frauen eigentlich nicht möglich war, derartige Berufe zu ergreifen, geschweige denn selbst zu entscheiden, wen sie heiraten wollten oder wählen zu gehen.

Copywhrite Women´s History

In diesem Magazin mit ca. 90 Seiten könnt ihr noch so viele tolle und starke Frauen aus der Vergangenheit kennenlernen und darüber hinaus, noch viele viele weitere interessante Artikel lesen. Da wären z.B. leckere Rezepte, die Mode kommt auch nicht zu kurz und über die damalige Körperpflege könnt ihr vieles lernen, was ihr sicher noch nicht wusstet. Auch der Artikel über die Erfindung der Christbaumkugel war für mich sehr interessant. Wusstet ihr übrigens dass….Ach NEIN!

Copywhrite Women´s History


Lest es doch selbst nach! Dieses neue Werk, welches vierteljährlich erscheint, ist für jede Frau geeignet, die sich für starke Frauen interessiert, die ihrer jeweiligen Zeit weit voraus waren und sich niemals haben unterkriegen lassen. Ich jedenfalls bin begeistert und werde mir dieses Magazin zu Eigen machen. Ich bin schon auf die nächste Ausgabe gespannt und bis dahin, schmöckere ich noch in den wundervollen Geschichten von Frauen, die auch heute noch ganze Generationen prägen! 

Und? Wer findet das Konzept des Magazins auch so toll wie ich?!

Sonntag, 11. Dezember 2016

Sternenreiter: Kleine Sterne leuchten ewig - Jando



Sternenreiter: kleine Sterne leuchten ewig – Jando (Jens Koch)




„Wenn wir anfangen, auf unser Herz zu hören, werden wir Dinge im Leben erkennen, die uns unvorstellbar erschienen.“

Inhalt: Mats glaubt nicht mehr an seine Träume – zu sehr ist er daran gewöhnt, in der Arbeitswelt zu funktionieren. Auch seine Frau Kiki erreicht ihn nicht mehr. Bis es zu einem Ereignis kommt, das Mats zwingt, innezuhalten. Ein kleiner Junge hilft ihm dabei, die Welt mit anderen Augen zu sehen und sein Leben neu zu gestalten.

Mats erzählt seine Geschichte. Als viel beschäftigter Geschäftsmann bleibt nicht viel Zeit für die schönen Dinge im Leben. Seine Frau und die Kinder fühlen sich vernachlässigt, aber schließlich muss er ja für sie sorgen und möglichst viel Geld verdienen, damit sie es gut haben. So geschieht das Drama: in seinem Stress wird Mats unachtsam und landet schwer verletzt im Krankenhaus. Dort, gerade nochmal dem Tod von der Schippe gesprungen, trifft er auf einen kleinen Patienten, der ihn vom ersten Moment der Begegnung an beeindruckt. Durch die offene und unvoreingenommene Sichtweise auf das Leben, gelingt es dem Jungen, Mats die Augen zu öffnen. Durch das Kind erkennt Mats, was wirklich im Leben zählt.

Da ich bereits „Die Chroniken der Windträume“ gelesen habe, freute ich mich, als ich auch die Möglichkeit bekam Sternenreiter zu lesen. Es ist ein sehr herzliches Buch, welches dem Leser wirklich nahe geht. Die tollen Illustrationen stellen die rührenden Worte bildlich da und lassen auch mal kurz innehalten und nachdenken. Ein kleiner blonder Junge, erklärt uns in diesem Buch das Leben und wie es sein kann, wenn man an seinen Träumen festhält. Es macht Mut und die Erzählweise in der Ich-Form von Mats ging mir sehr ans Herz. Auch dieses Mal habe ich die eine oder andere Träne fließen lassen. Auch aus persönlichen Schicksalsschlägen in diesem Jahr heraus, konnte ich mich in die Geschichte gut einfinden und dieses moderne Märchen hat mir geholfen, einige Dinge zu verarbeiten und vielleicht auch wirklich mal den Emotionen freien Lauf zu lassen. 

Mats und der Junge gehen eine wunderbare Bindung ein, sie stützen sich gegenseitig und oft wird dem Leser klar, dass man als Erwachsener wirklich oftmals zu schnell seine Träume über Bord wirft, gar nicht recht auf sich achtet und nur nach Vernunft handelt. Man sieht nur zurück und nicht nach vorne. Man ist befangen in den eigenen negativen Gedanken und erwartet auch schon die nächste Katastrophe...Ob diese Strategie immer aufgeht?

„Wenn du anfängst, dich selbst zu achten, zu lieben, und zu akzeptieren, erschließen sich dir neue Wege. Du wirst merken, wie dir neue Anerkennung und Liebe begegnen wird!“


Dieses Märchen hat mich eingenommen und gerührt. Es hilft auch beim Verarbeiten, wenn man den innerlichen Schmerz auch mal zulässt und über sein eigenes Leben nachdenkt. Habt ihr vielleicht schon dieses moderne Märchen gelesen? Wenn ja, wie hat es euch gefallen?


Samstag, 10. Dezember 2016

Im Land des ewigen Frühlings - Christiane Lind



Im Land des ewigen Frühlings – Christiane Lind



Inhalt: Guatemala 1902: Margarete, Tochter eines deutschen Kaffeebauern, steht nach ihrer Rückkehr aus Bremen vor dem Ruin. Muss sie ihre Finca durch die Hochzeit mit einem reichen Kaufmann retten und ihre Liebe zu Juan opfern? Zur gleichen Zeit begibt sich Elise widerwillig auf die Reise nach Guatemala. Misstrauisch begleitet sie ihre Eltern, die einen verborgenen Maya-Tempel entdecken wollen. Wie befürchtet nimmt die Expedition einen dramatischen Verlauf. Bremen 2016: „Meine Ururgroßmutter hat Ihre Ururgroßmutter gerettet“ – mit diesen Worten stürmt Isabell ins Büro von Fabian, Chef einer Kaffeerösterei. Gemeinsam tauchen sie ein in staubige Archivordner, bewegende Tagebücher und abenteuerliche Reiseberichte. Dabei erfahren sie nicht nur viel über zwei starke Frauen, auch sie selbst finden ihr Schicksal.

Guatemala 1901/1902: Elise hatte sich das alles ganz anders vorgestellt! Warum nahmen ihre Eltern, die sie doch sonst immer nur zu Großmutter nach Bremen abgeschoben hatten, mit auf „Expedition“ durch den Dschungel. Es wimmelt hier nur so von Schlangen, Spinnen und ständig regnet es in Strömen. Das junge Mädchen ist eher schüchtern und macht sich so gar nichts aus der Begeisterung ihrer Eltern, fremde Länder zu erforschen. Diese Begeisterung teilt auch Georg, der ihre Eltern begleitet und zudem sich das Mädchen hingezogen fühlt. Auf der Überfahrt nach Guatemala lernt sie Margarete kennen. Eine selbstbewusste, junge Frau, die es im Gegensatz zu Elise gar nicht erwarten kann, in das Land des ewigen Frühlings, wie Guatemala auch genannt wird, zurückzukehren. Zu Juan, ihre heimlichen Liebe. Auf der Kaffeeplantage ihres Vaters arbeiten die Indios, welche Mayanachkommen sind, unter harten Bedingungen beim Kaffeean- und Abbau und sind somit Sklaven des weißen Mannes. Als Elise die Hilfe Margaretes in Anspruch nimmt, zögert diese keine Sekunde und macht sich mit Juan auf, dem verzweifelten Mädchen zu helfen.

Bremen 2016: Isabell, die gerade eine böse Scheidung hinter sich gebracht hat, wird von ihrer Großmutter Lina an ihre UrUrgroßmutter Elise erinnert. Gerne möchten die beiden Frauen mehr über ihre Urahnen erfahren und so begegnen sich auch in der Gegenwart die Generationen dieser unglaublich starken und doch so unterschiedlichen Frauen. Fabian, der die Kaffeerösterei seines Vaters nach dessen Tod übernehmen soll, möchte ebenfalls über seine UrUrGroßmutter Margarete recherchieren. Gemeinsam tauchen sie ein in die Welt des Kaffees, der Maya und dem Schicksal ihrer Vorfahren. 

Was die Bücher und speziell die Familiensagas von Christiane Lind so absolut lesenswert machen, ist die Entdeckung fremder Länder und ihrer Kulturen. Die Protagonisten sind so realistisch und authentisch beschrieben, dass man sich oftmals mit mehreren Charakteren identifizieren und ihre Handlungen nachvollziehen kann. Da wäre das junge Mädchen Elise, dass eher schüchtern und nicht gerade abenteuerlustig, aber auf der anderen Seite auch schon mal aufmüpfig ist, und im Gegenzug findet der Leser auf Anhieb auch Margarete sympathisch, die mit ihrem Mut und dem Selbstbewusstsein schon von der ersten Seite an beeindruckt. Mir war bis zu diesem Buch gar nicht klar, dass die Indios in Guatemala die Nachfahren der Maya sind. Überhaupt, war diese Reise ins Land des ewigen Frühlings für mich eine fantastische Wissens- bzw. Bildungsreise. Ich habe viel gelernt über den Kaffeeanbau, über die Kultur der Maya und ihre Tempel, die Flora und Fauna des Landes und wie damals auch die Indios um Anerkennung gegenüber des weißen Mannes kämpfen mussten.

Wer also Abenteuerreisen liebt, gerne über fremde Kulturen lernt, ist bei diesem Roman genauso richtig wie Leser, die gerne über starke Frauen und deren Schicksale lesen. Dies alles machen die Bücher und auch speziell diese Geschichte zu etwas Besondern! Taucht ein, in diese wundervolle Welt, lasst euch inspirieren und lernt die Geschichte der Mayas kennen! 

Habt ihr das Buch schon gelesen?!  Wie hat es euch gefallen?!




Freitag, 9. Dezember 2016

Das Mädchen und der Geist der Weihnacht - Madita1908



Der heutige Gastbeitrag ist von der quirligen Angi! Sie ist 19 Jahre alt und neben dem Lesen, schreibt sie auch unheimlich gerne selbst kleine Geschichten. Eine besonders schöne Weihnachtsgeschichte, stellt sie euch heute hier zur Verfügung. Viel Spaß! Schaut doch auch mal bei ihr vorbei!



Das  Mädchen und der  Geist   der Weihnacht 

Copywhrite by Angi

Ist dieses Cover nicht schön? Angi gestaltet ihre Cover immer selbst! 

Es war einmal vor langer, langer Zeit ein kleines Mädchen, welches mit seinen Eltern in einer kleinen schäbigen Hütte, tief im Wald lebte. Die Familie besaß nicht viel, manchmal sogar zu wenig um satt zu werden. Die Eltern gaben oft ihrem Kind ihre Portion, denn das Mädchen sollte einmal ein besseres Leben haben.

Das kleine Mädchen war stets höflich und fromm, so wie man es von einem Mädchen erwartete. Sie hörte brav auf ihre Eltern, kam nie zu spät heim und half immer bei der anfallenden Arbeit. 

Eines Tages, auf der Suche nach Feuerholz und Beeren, strich das kleine Mädchen durch den Wald. Der Schnee glitzerte auf den Ästen der Büsche und das Mädchen erfreute sich jedes Mal über den hübschen Anblick. 

Ihr Körbchen war schon fast voll, als sie einem alten Mann begegnete. Der Alte saß unter einem großen Baum, fast eingeschneit und zitterte am ganzen, abgemagerten Leibe. Seine Kleidung war noch dünner als die des Mädchens. Seine Lippen waren leicht blau, doch sein grauer Rauschebart verdeckte sie leicht. 

Das Mädchen bekam Mitleid. „Warum sitzt du denn so alleine hier?“, fragte sie ohne Scheu. 

Der Alte zuckte mit den Schultern. Die kleine musterte ihn erneut, ehe sie wieder sprach: „Aber du musst doch arg frieren.“ 
Der alte nickte erneut stumm, als wenn seine Lippen zusammen gefroren wären. 

„Du musst hungrig sein“, bemerkte das Fräulein und griff in ihren Korb, wissend, dass ihre Mutter dies nicht billigen würde, sähe sie es. „Hier, nimm und iss sie, damit du nicht zu sehr hungerst.“ Sie reichte dem Mann die Hälfte ihrer gesammelten Beeren und dieser bekam große Augen. Mutter würde es sicher verstehen, denn selbst Jesus hatte mit den Armen geteilt, auch wenn er dann zu wenig gehabt hatte. 

„Du bist sehr gütig“, brachte der Alte schließlich heraus und aß eine Beere. Schon bald darauf hatte er fast alle gegessen.  

Das Mädchen freute sich über die Aussage und entschuldigte sich, denn sie müsste den Korb erneut füllen und ihrer Mutter bringen. 

Auf ihrem Rückweg begegnete dem Mädchen ein anderer Mann, er stand an derselben Stelle, wie der alte Mann von eben gesessen hatte. Schnell senkte sie den Kopf, denn so einen Mann hatte sie noch nicht gesehen, und sie war sich sicher, dass er ein hohes Amt in der nächsten Stadt führte.

Wo der alte so schnell hin ist?, fragte das Kind sich in Gedanken, hier sind weit und breit keine Fußspuren zu sehen. Langsam hob sie wieder den Kopf und sah sich in alle Richtungen um, doch so sehr sie sich auch bemühte, sie fand keine Spuren. Ihre kleinen Augen richteten sich wieder auf den Fremden Mann.  

Er trug einen großen Weißen Mantel, lederne Stiefel, seine Hände waren in hellblaue, mit Schneeflocken verzierte Handschuhe gehüllt. Über seinem Mantel ragte ein dicker Pelzschal, der so weich aussah, dass er aus Schnee hätte sein können. Der weiße Rauschebart lag darauf und strahlte und glitzerte wie Schnee in der Morgen- oder Dämmerungssonne. 

Der Bart verdeckte das warme lächeln des Mannes nicht. Seine Augen wirkten freundlich und weckten in ihr ein Vertrauen, als ob sie ihn schon ewig kannte. Auf seinem Kopf thronte eine wärmende Mütze, die einen wunderschönen Pelzbesatz hatte und sicherlich so weich war wie der Schal. Unter der Kopfbedeckung konnte das Mädchen seine weißen Haare erkennen, welche mit seinem Bart verschmolzen zu sein schien.  In seiner linken Hand hielt er einen prächtigen Stab, welcher mit vielen Steinen in allen erdenklichen Farben verziert war. Das Mädchen erschauderte. 

Der Mann lächelte weiter, während er auf sie zukam. Sie errötete und senkte den Kopf. Es ist sehr ungezogen, einen Mann so anzustarren!, rief sie sich ins Gedächtnis, doch der wohlbetuchte Mann kniete sich vor sie hin und begann mit einer sanften Stimme zu sprechen: „Fürchte dich nicht, kleine Anastasia“, mit seiner rechten behandschuhten Hand hob er sachte ihr Kinn an, um sie aus der demütigen Position zu erheben. Anastasia erschreckte. Noch nie hatte etwas so weiches ihre Haut berührt! 

„Ich bin Väterchen Frost. Du warst so gütig, mir die Hälfte deiner Beeren zu geben, ob wohl du selbst dann nicht mehr viel haben würdest. Du trägst den wahrhaftigen Geist der Weihnacht in dir und ich will dir etwas Gutes tun“, erklärte er weiter und seine Augen strahlten noch mehr. 

Anastasia war immer noch verschreckt. So verschreckt, dass sie nichts sagen konnte. 
Väterchen Frost sah sie kurz an, erhob sich aus der Hocke und hielt ihr erneut seine rechte Hand hin. 

Einen Moment zögerte Anastasia noch, ehe sie ihre kalte Hand in seine Hand legte. Der weiche Stoff der Handschuhe, begann ihre Hand zu wärmen, wie es ihre dünnen Handschuhe nicht taten. Nie wieder wollte sie die Hand los lassen!
Zusammen gingen sie eine kleine Weile, schweigend, bis sie auf eine kleine Lichtung traten. „Wohnst du dort?“, fragte Väterchen Frost. Anastasia nickte nur.

Vor ihnen lag das schäbige kleine Haus, was sie mit ihren Eltern bewohnte. Väterchen Frost hob seinen Stab und schwang ihn. Glitzer strömte durch die Luft. „Von heute an, sollst du und deine Familie nie wieder frieren oder hungern. Dir soll es gut gehen, bis ans Ende deiner Tage“, entschied das Väterchen und das Haus veränderte sich. Es wurde größer und neben dem Haus stapelte sich haufenweise Brennholz. 

Dann tippte er Anastasia sachte mit dem Stab auf dem Kopf und der Glitzer umströmte auch sie. Ihr wurde warm ums Herz und sie sah an sich hinunter. Statt ihrem dünnen Tuch trug sie nun einen wunderschönen dicken Mantel mit dicker Kapuze, gut gearbeitete Stiefelchen sowie den passenden Handschuhen und einem Schaal. 

„Danke liebes Väterchen Frost!“, bedankte sie sich und fiel ihm um den Hals, „ich werde immer an dich denken!“ 

Der alte lachte, „Sei immer schön artig und höflich und hilfsbereit wie du zu mir warst, und das Leben wird gut zu dir sein“, Erwiderte er und verschwand, während sie in Richtung ihres Elternhauses lief.

Wie findet ihr diese Geschichte?! Sie passt doch sehr gut in die Weihnachtszeit, findet nicht?! Vielen lieben Dank an Angi für die tolle Geschichte. 



Mittwoch, 7. Dezember 2016

Meine Top 10 Weihnachtssongs!



HO HO HO meine Lieben!

Zur Weihnachtszeit gehören für viele Weihnachtssongs einfach dazu! Ob klassisch, modern oder auch jedes Jahr aufs Neue „Last Christmas“. Ok, diesen „Evergreen“ lass ich mal außen vor. Welches sind denn eure persönlichen Lieblinge an Weihnachten? Welche Songs gehen euch gehörig auf die Nerven und welche versetzen euch so richtig in Weihnachtsstimmung?


Hier findet ihr meine Top 10 Weihnachtssongs:

Driving Home for Christmas – Chris Rea

Dieses Lied höre ich so wahnsinnig gerne. Vor allen dann, wenn wir an Heilig Abend zu meinen Eltern fahren. Einfach passend und die Melodie ist so schön:



Santa Claus is coming to town – Frank Sinatra

Jaaa! Nicht das von Mariah Carey! Ich liebe die klassischen und alten Songs. Die haben einen ganz besonderen Charme. Findet ihr nicht auch?



Let it snow! – Dean Martin 

Meint ihr, dass wir dieses Jahr mal wieder ein weißes Fest bekommen?



Ok, ok, es gibt auch moderne Weihnachtssongs die mir gut gefallen. All i want for christmas von Mariah Carey z.B. :-P



Wounderful Dream – Melanie Thornton 

Auch dieser Song ist ja schon etwas moderner und gehört für mich definitiv zur Weihnachtszeit dazu:



Do they know it´s christmas – Band Aid 1984 

Mein Geburtsjahr ;-). Also muss es ja dabei sein:



We are the world – USA for Africa Ich denke, dass spricht für sich!



Feliz Navidad – Jose Feliciano 

Man versteht zwar kein Wort, aber dieses Lied bringt gute Laune :-D



Rudolph the red nosed Reindeer – The Pinafores 

Das Lied stammt zwar aus dem Jahr 1949, aber genau das macht wie ich finde den Charme dieses Liedes aus!



Rocking around the Christmas tree – Branda Lee 

Auch ein Song, der Spaß macht!


Es gibt noch soooo viele schöne Songs, aber ich habe euch meine Liebsten genannt, auf die ich mich jedes Jahr freue. Welche Songs fehlen eurer Meinung nach noch?! Oder mögt ihr vielleicht gar keine Weihnachtssongs?

Quelle: youtube