Sonntag, 12. August 2018

Gaby Wohlrab - Fantasyautorin und Grafikerin



Gaby Wohlrab – Fantasyautorin und Grafikerin

Gaby Wohlrab habe ich bei der wundervollen Büchergartenparty von Hedy Loewe kennen gelernt. Ich habe euch ja angekündigt, dass ich von den wertvollen Begegnungen von diesem Abend berichten werde. Die Lesungen waren echt toll und da möchte ich euch natürlich die Autoren nicht vorenthalten. Was kann ich euch über Gaby erzählen? Zusammen mit ihrem Mann lebt sie in Franken und hat in Nürnberg Kommunikationsdesign studiert. 





Dies merkt man auch ihren Werken an  denn – sie gestaltet alle ihre Cover selbst. Ihr könnt euch gleich noch davon überzeugen, wie schön diese geworden sind. Isabell Schmitt-Egner schreibt mit ihr zusammen an einer Märchenreihe, die sich „Neue Märchen“ nennt und auch wirklich als solche zu verstehen sind. Es sind keine Adaptionen bekannter Märchen, viel mehr können diese unabhängig voneinander gelesen werden. Übrigens hat Gaby 2014 den Deutschen Phantastik Preis für ihr Buch „Eldorin – Das verborgene Land“ gewonnen. Zusätzlich war es in der Kategorie „Bester Grafiker“ nominiert! 



Wenn ihr jetzt schon neugierig geworden seid, schaut doch mal auf ihrer Autorenseite vorbei: www.gabywohlrab.blogspot.de

Und hier zeige ich euch ihre bereits erschienenen Werke:





Eldorin – Das verborgene Land

Die fünfzehnjährige Maya verlässt mit ihren besten Freunden Fiona und Max das verhasste Waisenhaus und folgt dem rätselhaften Larin in das Elfenreich Eldorin in einem verborgenen Land. Es ist eine Reise voller Gefahr, denn der Friede in dieser Welt wird von einem dunklen Herrscherbedroht, der in Larin den letzten Nachkommen der Menschenkönige erkennt. Um seine Regentschaft endgültig zu sichern, muss er den Jungen vernichten. Als Larin sich auf ein waghalsiges Spiel einlässt, entdeckt Maya, dass sein Schicksal auf eine ganz besondere Weise mit dem ihren verwoben ist.




Eldorin – Der Erbe des Königreichs

Maya hat sich entschieden, im Elfenreich zu bleiben – nicht zuletzt wegen Larin. Dabei ahnt sie nicht, dass ihnen die größte Prüfung noch bevorsteht. Mit Hilfe ihrer Freunde war es ihnen gelungen, den Feind vorerst zu schwächen, doch droht das Land weiterhin im Chaos zu versinken. Eine riskante Reise bringt nicht nur Mayas eigenes Leben in höchste Gefahr. Alles, was sie liebt, scheint verloren. Es gibt nur eine Möglichkeit, das Schicksal zu wenden – und die führt sie direkt ins Herz der Finsternis.



"Neue Märchen" - Der Sturmprinz

Mit gerade mal siebzehn Jahren hat Elodie ihre letzte Bezugsperson verloren und ist nun ganz auf sich gestellt. Aus einem Brief ihrer vor Jahren verstorbenen Mutter erfährt sie, dass sie die letzte Prinzessin des Königreichs der Rosen ist. Dieses steht seit Generationen unter der Herrschaft einer verfluchten Königsfamilie, die das Reich einst mit Gewalt erobert hat. Der Fluch des Sturmprinzen hat das Land in Armut und Not gestürzt, und bei jedem Sturm tötet der Prinz in Gestalt eines Ungeheuers alle, die sich ihm in den Weg stellen. Elodie ist die Einzige, die den Fluch für immer brechen kann, doch dafür muss sie den Sturmprinzen töten. In dem Jungen Liam findet sie einen Verbündeten, aber viel Zeit bleibt ihnen nicht, denn Elodie muss ihre unmögliche Aufgabe erfüllen, bevor der Sturmprinz eine Braut gefunden hat …

Mögt ihr eigenständige und vor allem neue Märchen?!



Samstag, 11. August 2018

Autorentalk mit Jörg Benne



Autoren-Talk mit Jörg Benne

Er zählt zu meinen Lieblingsautoren und seine Bücher erscheinen unter anderem beim Mantikore-Verlag, welcher ebenfalls zu meinen Favoriten zählt! Ich bin sehr erfreut, dass er mir meine Fragen beantwortet hat! Lernt ihn und seine Bücher hier kennen! Ein sehr charmanter und kreativer Schreiber! 

Jörg Benne


Hallo lieber Jörg Benne, erstmal vielen lieben Dank, dass du dich bereit erklärt hast, mir ein Interview zu geben! Magst du dich kurz vorstellen?

Jörg Benne: Hallihallo liebe Nadine, ich freue mich, mich deinen Leser vorstellen zu dürfen. Ich bin Mitte 40, Familienvater zweier Kinder, von denen eins schon bald Abitur macht (wie die Zeit vergeht, schluck!) und Autor von Phantastik. Wie so viele meiner Kollegen bin ich studierter Informatiker, aber den Beruf habe ich schon vor über zehn Jahren aufgegeben. In unserer Familie verdient meine Frau die Brötchen (auch als Informatikerin) und ich trage als Autor ein paar Krümel bei und kümmere mich um Kind und Kegel. Zur Phantastik bin ich über Der Herr der Ringe gekommen - ja, ich weiß, das sagen sie doch alle. 

ABER, bei mir war das doch ein kleines bisschen anders. Denn meine älteren Schwestern lasen das damals, als ich gerade so 9 oder 10 war. Sie hatten dabei immer diese großen Karten von Mittelerde neben sich liegen und die fand ich total faszinierend. Nicht faszinierend genug, um den dicken Schwarten zu lesen - für Grundschüler ist Der Herr der Ringe ja nun wirklich nicht gedacht. Stattdessen hab ich mir die Karten geschnappt, und mir eigene Abenteuer ausgedacht, die mit dem Inhalt des Buches nicht viel zu tun hatten, soweit ich mich erinnern kann. Gelesen hab ich Der Herr der Ringe natürlich auch, ein paar Jahre später dann.

In einigen deiner Romane stößt man als Leser auf die Welt Namens „Nuareth“. Was genau ist das für eine Welt? 

Jörg Benne: Was ich an Tolkiens Werk bewundere, ist, dass er dem Leser das Gefühl vermittelt, eine richtige Welt zu besuchen, mit eigener Kultur, eigenen Sprachen, wo es zu jeder Ruine eine Geschichte gibt. So eine Welt wollte ich auch schaffen, allerdings nicht, indem ich erstmal ein Mammutwerk wie das Silmarillion schreibe, sondern indem ich diese Geschichten nach und nach erzähle, den Leser dabei immer neue Teile der Welt kennenlernen lasse und die Welt so immer detaillierter ausarbeite, statt für jeden Roman wieder eine neue zu bauen. Soweit der Plan.

Herausgekommen ist bislang eine weitgehend klassische Fantasy-Welt mit Drachen und Magie, allerdings ohne die typischen Zwerge, Elfen, Orks... Statt derer gibt es bei mir Gnome, Vanamiri, Gorman, Oger, Wolfsmenschen und vieles mehr. Statt auf Pferden wird bei mir auf Reitechsen geritten usw. Wer kostenlos mal reinschnuppern will, kann das mit "Das Schicksal der Paladine: Die Bedrohung" tun.

Gibt es im Fantasy eine Geschichte, die dir besonders gut gefällt?

Jörg Benne: Ich bin ein Fan von eher düsterer Fantasy und empfehle da vor allem zwei Autoren: Andrzej Sapkowski, der schon in den 90ern die Vorlagen zu den "The Witcher"-Videospielen geschrieben hat und dabei gesellschaftliche Themen wie Rassismus und Ausgrenzung unterhaltsam verarbeitet. Und Joe Abercrombie, dessen Klingen-Trilogie für mich der Prototyp von dunkler, dreckiger, zynischer Fantasy ist, in der es keine strahlenden Helden, sondern nur Schattierungen von Grau gibt, aber man als Leser dennoch was zu lachen hat.



Ich habe schon ein paar Mal auf deinem eigenen Blog gestöbert! Was kam denn eigentlich zuerst? Warst du Blogger und wurdest Autor?

Jörg Benne: Das kommt drauf an, wann man per Definition Autor ist. Meinen ersten Roman schrieb ich kurz nach dem Abitur, den wollte aber kein Verlag haben (ich hab ihn damals noch per Post verschickt, damals war noch nix mit eMail und so) und dann kam das Studium, meine Frau trat in mein Leben und das Schreiben geriet in den Hintergrund. War ich trotzdem schon Autor? Eines meiner Hobbys zu der Zeit waren Computerspiele und ich begann 1997 für ein Stadtmagazin Rezensionen zu schreiben. Mit der Zeit bekam ich so viele Rezensionsexemplare, dass ich die Tests gar nicht mehr alle in dem monatlichen Magazin unterbringen konnte und eröffnete dann 1999 GameCaptain.de. Das war aber kein Blog, sondern wuchs zu einem Onlinemagazin mit zeitweise 16 freien Redakteuren heran und lief in den ersten Jahren super. Irgendwann dann nicht mehr so, 2013 wurde daraus Captain-Fantastic, das war dann eher ein Blog,und den haben wir im Mai nun eingestellt.

Zum Schreiben kam ich erst 2008 wieder, als ich wegen eines Wettbewerbs des Heyne Verlages mal wieder die Motivation fand und innerhalb von nur sechs Monaten "Das Schicksal der Paladine: Verschollen" schrieb. Bis das dann veröffentlicht wurde, dauerte es aber noch vier Jahre.

Im Mantikore Verlag erscheinen tolle Romane von dir z.B. „Dämonengrab“. Aber auch im Papierverziehrer Verlag bist du zu finden. Wie bist du denn bei diesen Verlagen gelandet?

Jörg Benne: Die Trilogie "Das Schicksal der Paladine" erschien ab 2012 im kleinen Koios Verlag, der dann Anfang 2016 die Pforten schloss. Auf den Mantikore Verlag wurde ich über Captain-Fantastic aufmerksam, weil ich 2014 eines ihrer Spielbücher rezensierte und so in Kontakt kam. Als ich dann hörte, dass sie auch ein Romanprogramm aufsetzen wollten, bewarb ich mich einfach mit "Die Stunde der Helden" - und wurde genommen. Aber Mantikore macht eben auch noch Rollenspiele, Spielbücher, legt alte Roman-Klassiker neu auf und hat deshalb nur begrenzt Platz im Programm. Als ich die Rechte an den Paladinen zurückbekam musste deshalb ein anderer Verlag her und über liebe Autorenkollegen landeten die Paladine nun in diesem Jahr beim Papierverzierer Verlag.




Es gibt da ja noch so ein ganz anderes Thema: Spielebücher ;-)! Erzähl uns doch mal davon!

Jörg Benne: Spielbücher sind in einzelne, nummerierte Abschnitte unterteilt, an deren Ende man Entscheidungen treffen kann. Ganz klassisch: "Willst du an der Kreuzung nach links gehen, dann lies weiter bei Abschnitt 57. Wenn du nach rechts gehen willst, lies weiter bei Abschnitt 91." Oder auch schwierigere Entscheidungen wie: "Willst du dem Mann im Kampf gegen den Drachen beistehen, lies weiter bei 113. Wenn du lieber kein Risiko eingehen willst, lies weiter bei 207." So verändert sich die Geschichte, je nachdem, wie der Leser sich entscheidet. Vielleicht hätte der Mann einem geholfen, wenn man mit ihm gegen den Drachen gekämpft hätte. Vielleicht wäre man aber auch im Kampf gestorben. 

In vielen Spielbüchern kann man zuvor noch einen Charakter erschaffen und mit Fähigkeiten ausstatten, unterwegs findet man Gegenstände, absolviert Kämpfe, löst Rätsel ... Im Grunde wie ein Pen&Paper-Rollenspiel für einen Spieler. Spielbücher sind ein Kernthema des Mantikore Verlages und deshalb stellt er auf der RPC in Köln und auf der SPIEL in Essen aus, wo ich wegen der räumlichen Nähe gern geholfen habe. Eines Tages kam ein Kunde an den Stand und wurde von mir beraten. Er fand Spielbücher interessant, aber zu dem Zeitpunkt gab es bei Mantikore ausschließlich Fantasy-Spielbücher. "Habt ihr denn nichts im SF-Bereich?", fragte er. Tja, und so entstand die Idee zu Verax, einem SF-Survival-Spielbuch von mir, das im September erscheint.




Bist du selbst ein Fan von „Pen & Paper“ Spielen?

Jörg Benne: In Rezensionen zu "Die Stunde der Helden" und "Dämonengrab" lese ich oft, das sei ein klassischer Rollenspiel-Plot, läse sich wie die Mitschrift eines Pen&Paper-Abenteuers. Allerdings sind meine letzten Pen&Paper-Ausflüge verdammt lange her. Zu Schulzeiten habe ich oft Das Schwarze Auge gespielt, aber dann zerstreute sich unsere Gruppe in alle Winde und seither habe ich nur noch vereinzelt mal in dem Bereich was gemacht.

Liest du dir Rezensionen auf diversen Plattformen durch? Oder sind sie dir gar nicht so wichtig?

Jörg Benne: Oh ja, natürlich. Leser-Feedback ist mir sehr wichtig, denn ich schreibe ja nicht für mich, sondern für meine Leser und hoffe, dass meine Geschichten ihnen gefallen. Natürlich kann ich es nicht jedem recht machen, aber ich freue mich immer über konstruktive Kritik, die mir hilft, den nächsten Roman besser zu machen. Ein richtiger Verriss war zum Glück bislang nicht dabei, ich glaube, die könnten mich auch ganz schön runterziehen.

Nun stelle ich die Fragen aller Fragen: Welche Projekte sind denn so geplant in der nächsten Zeit? Kannst du uns schon was verraten?

Jörg Benne: Im September erscheint mein Spielbuch "Verax - Das Experiment" bei Mantikore und ich bin sehr, seeeeeeehr gespannt, wie das ankommt, denn ich habe fast zwei Jahre in das Projekt investiert. Der Erfolg wird auch entscheiden, ob der Ausflug in den Spielbuch-Bereich ein einmaliges Experiment bleibt, oder weitere folgen. Der nächste Nuareth-Roman wird gerade von Betalesern auseinandergenommen. Je nachdem, wie da das Feedback ausfällt und ob ein Verlag Interesse hat, könnte der dann im 1. Halbjahr 2019 erscheinen. Darüber hinaus arbeite ich mit einer Kollegin an einem Gemeinschaftsprojekt, das aber noch nicht ganz spruchreif ist und jongliere gerade mit diversen Plotideen in anderen Genres, vielleicht mal ein Thriller. Schauen wir mal. Weitere Nuareth-Romane folgen aber auch noch.




Trifft man dich auch auf der Frankfurter Buchmesse im Herbst?

Jörg Benne: Ja, am Sonntag werde ich zumindest zeitweise am Mantikore Stand zu finden sein und dort Verax vorstellen. Am Samstag bin ich aber auf dem BuCon in Dreieich, gleich um die Ecke, eine tolle Con für jeden Phantastik-Fan, wo sich die ganze Szene trifft, Heitz, Hennen, Meyer, Schwartz und wie sie alle heißen. Auch dort bin ich am Mantikore Stand und zwischendurch beim Papierverzierer. Mit etwas Glück erwische ich auf dem BuCon auch einen Leseslot für Verax, und kann eine interaktive Lesung anbieten, in der die Zuhörer nach jedem Abschnitt entscheiden, wie es weitergeht. Darauf freue ich mich sehr.

Jeder Mensch hat ja so seine Eigenarten. Hast auch du „Macken“, von denen du uns jetzt ganz mutig erzählen magst?

Jörg Benne: Klar hab ich welche, viel zu viele, je nachdem wen man fragt. Meine Lektorin würde wohl meine katastrophale Gefühls-Kommasetzung ganz oben auf die Liste setzen und meine Verleger würden über meine fehlende Geduld moppern. ;) Persönlich ärgere ich mich besonders über meine oft fehlende Selbstdisziplin beim Schreiben. An heißen Tagen wie heute kann ich mich zum Beispiel gar nicht dazu aufraffen, aber auch ein guter Film, eine interessante Internet-Meldung, alles möglich kann mich zu oft, zu schnell vom Schreiben ablenken, weswegen ich trotz ausreichend Zeit nicht mehr als 1-2 Bücher pro Jahr schaffe. Ich arbeite dran, diese Macke auszupolieren ;).




Und hier auch schon die letzte Frage: Wie wichtig sind dir deine Leser und was wolltest du ihnen schon immer einmal sagen?

Jörg Benne: Liebe Leser, ohne euch würden meine Geschichten nur in einer Schublade vor sich hinstauben. Ich danke euch für die Zeit, die ihr meinen Geschichten schenkt und dass ihr mir erlaubt, meine Figuren in Euren Köpfen zum Leben erwachen zu lassen.

Lieber Jörg, ich bedanke mich sehr für dieses interessante Interview! Sicherlich sind jetzt ganz viele darauf gespannt, was du noch so alles auf die Beine stellst! Viel Erfolg weiterhin für deine Autorentätigkeit! 



Freitag, 3. August 2018

The Legend of Zelda - Akira Himekawa (01 Ocarina of Time)




The Legend of Zelda - Perfect Edition 01: Ocarina of Time - Akira Himekawa




Ocarina of Time ist für mich neben „A Link to the past“ die beste Story um den Helden aus Hyrule! Da war für mich klar, dass der dazugehörige Manga von Aira Himekawa bei mir einziehen wird. Der 400 Seiten starke Manga von Akira Himekawa bietet nicht nur die typisch schönen schwarz-weiß Zeichnungen, sondern die ersten 16 Seiten sind in Farbe gestaltet. So findet man einen wundervollen Einstieg in die Geschichte. 

Die Handlung dürfte des Meisten bekannt sein. Im Königreich Hyrule lebt ein kleiner Junge namens „Link“. Zwar ist er Hylianer, lebt aber beim Volk der Kokiri. Leider besitzt er keine Fee, da er eben kein „echter“ Kokiri-Bewohner ist. Als Link vom Deku-Baum, dem Wächter des kleinen Volkes gerufen wird, beginnt für ihn ein großes Abenteuer. Das Triforce, ein göttliches Relikt mit einer unbeschreiblichen Macht soll sich im Land befinden und der böse Ganondorf giert nach dieser Macht. Er erschleicht sich die Gunst des Königs, doch dessen Tochter Zelda ahnt, dass Ganondorf Böses im Schilde führt. 

Link stellt sich dem Feind und begibt sich auf eine Reise durch Hyrule, um die drei heiligen Steine zu finden, von dem einer bereits in seinem Besitz ist, da der Deku Baum ihm den Stein des Waldes überlassen hat. Mit den 3 magischen Steinen kann Link zum „Helden der Zeit“ werden und somit das Masterschwert beherrschen um Ganondorf zu bekämpfen und das Land vor der ewigen Dunkelheit zu retten. Auch die Ocarina der Zeit, ein magisches Musikinstrument besitzt große Kraft und auch dieses Relikt gilt es in den richtigen Händen zu wissen! Wird es Link gelingen, durch Raum und Zeit alle Widrigkeiten zu meistern, und wieder für Frieden in Hyrule zu sorgen?! 

Zugegeben, viel Neues erfährt man im Manga nicht, aber als Leser versinkt man gemütlich in diesem Manga und begleitet Link ganz entspannt durch sein Abenteuer. Natürlich animiert der Manga dann gleich zum Spielen und so bin ich froh, dass ich den Nintendo64 und das dazugehörige Spiel nach wie vor zocken kann! 

Allen Zelda-Fans kann ich die Mangas von Akira Himekawa auf jeden Fall empfehlen! Das Cover alleine lässt das Fan-Herz höher schlagen und versetzt einen gleich ins Land Hyrule! 

Welche Zelda-Geschichte gefällt euch denn am besten? 



Sonntag, 29. Juli 2018

Warum ich meine Nase in Bücher stecke! Und darüber blogge!




Warum ich meine Nase in Bücher stecke! Und darüber blogge!


Dieser Artikel ist entstanden, als mich die Autorin Hedy Loewe mich eingeladen hat, zu ihrem Grillabend zu kommen. Zusammen mit meiner Blogpartnerin Ciri von Nostalgic Books, haben wir bei ihr einen tollen Abend verbracht. Dort habe ich genau diesen Artikel vorgelesen der beschreibt, wie die Welt der Bücher unser Leben positiv beeinflusst und wie sehr ich das Bloggen liebe! 




Was fasziniert uns so an der Welt der Bücher? Was können Bücher und die Geschichten darin in uns auslösen? Und warum lese und blogge ich so gerne? Diesen und jenen Fragen bin ich mal selbst für mich auf den Grund gegangen. Als ich vor 2 Jahren aus einer Krise heraus mit dem Bloggen angefangen habe, habe ich nicht geahnt, was mich alles so erwarten würde. Wie sehr es mein Leben bereichert hat und es immer noch tut! 




Zur kurzen Erklärung: Ich bin krank geboren. Man sieht es mir nicht gleich an, aber ich habe schwere Knochenerkrankungen in den Gelenken. Gerade meine Kniegelenke machen mir zu schaffen und vor 2 Jahren, mitten in einer Umschulungsphase, waren die Verletzungen so gravierend, dass ich meine 6. OP vor mir hatte. Die Genesungsphasen erstrecken sich oft über 1 Jahr und in dieser Zeit wurde mir klar, dass ich einfach eine Aufgabe brauchte, die mich aufmuntert und die mich auch beschäftigt und zukünftig fordert und quasi ablenkt.




Gelesen habe ich schon mein ganzes Leben gerne. Durch Facebook bin ich auf Buchblogs aufmerksam geworden. Da dachte ich mir: „Mensch! DAS ist es! Sowas solltest du doch auch hinbekommen“. Gesagt getan! Als ich dann noch meine 1. Autorin im Fantasybereich kennengelernt und bei ihr meinen, 1. Roman gewonnen hatte, war der Grundstein gelegt. „Die Hüterin der Welten“ von Sabine Schulter war meine Inspiration, mich mit der Welt der Fantasy auseinanderzusetzen. Natürlich lese ich auch gerne Thriller, Krimis, Historie und vor allem Schicksalsromane. Aber besonders hat es mir eben die Welt der Fantasie angetan! Unendliche Möglichkeiten, fremde Welten, abtauchen, einfach mal der Realität entfliehen und träumen. Diese und weitere Aspekte wurden mir durch dieses Genre eröffnet. 




Wer mich kennt weiß, dass ich ein sehr empathischer Mensch bin und es als absolut wichtig empfinde, die Welt mit all ihren Facetten zu sehen. Es gibt nicht nur „schwarz“ und „weiß“. Es gibt auch das „Grau“ dazwischen. Es gibt Themen, die sehr geschickt von den Autoren in eine Story eingewoben werden, die wichtig und es wert sind, gelesen zu werden. Es gibt einfach noch zu viele Tabuthemen auch in der Literatur. Warum z.B. gibt es diesen Begriff der „Gay-Romance“? Weil es SO außergewöhnlich ist, schwule und lesbische Protagonisten durch eine Geschichte führen zu lassen? Warum sollte es ein Tabu sein, das Thema Krankheit, wie etwa Depressionen oder auch Trauerbewältigung und Melancholie in Bücher einzuarbeiten? Sind Bücher nicht genau das? Ein Medium, welches eine Message für die Welt bereithält?


Hedy Loewe


Für mich schon! Gerade durch die Protagonisten transportieren die Autoren diese Botschaften und bringen sie dem Leser näher! Just vor wenigen Wochen habe ich erst ein sehr interessantes Buch gelesen, welches mich zum Staunen gebracht hat: „Wie das Leben so spielt“, von Carmen Schneider. In diesem Buch beschreibt die Autorin durch ihre erkrankte Protagonistin Mia, wie es ist, mit Depressionen und Panikattacken zu leben. Das Signal des Buches ist sehr deutlich: Man kann dem Lesenden schwierige Themen wie psychische Erkrankungen durch die Welt der Bücher nahe bringen. Für mich haben Autoren durchaus das Talent, Weltgeschehen, Tabus und kritische Ansichten in Büchern zu verarbeiten und geschickt zu vermitteln. 




Auch Hedy beweist dies eindrucksvoll mit ihrer „Dignity-Rising“ – Reihe! Schon in Band 1 wurde deutlich, welche wichtigen Themen diese Reihe beinhaltet: Gegen Unterdrückung kann man sich wehren, um die Liebe lohnt es sich zu kämpfen, der Planet Erde sollte es uns wert sein, liebevoll mit ihm und seinen Ressourcen umzugehen. Überhaupt, sollte mehr Toleranz in unserer Welt herrschen. Diese und weitere Themen inspirieren mich, bringen mich zum Nachdenken und sorgen dafür, dass ich genau darüber bloggen möchte. 


Matthias Söder


Um der Welt zu zeigen, dass eben NICHT alles nur „schwarz“ oder „weiß“ ist. Menschen mit Depressionen beispielsweise werden oft nicht ernst genommen, belächelt, weil die Außenstehenden einfach keine Ahnung haben. Warum also die Ahnung nicht in Form von Büchern erweitern? Matthias Söder beschreibt in seinem Buch „Herzschlag der Gewalt“ die Thematik des Terrorismus, welcher in unserer heutigen Zeit leider nur allzu bedrohlich real ist! Auch diese Ereignisse können und sollen in Büchern verarbeitet werden! Bücher bilden! Bücher inspirieren und Bücher bringen einander näher! Wie ich das meine? 




Alleine durch das Bloggen habe ich schon manch tolles Abenteuer erlebt! Die Buchmessen sind jedes Mal aufs Neue ein Highlight. Man trifft Autoren, Blogger und andere Lesebegeisterte und immer ist da sofort diese einzigartige, starke Zuneigung! Man hat eine gemeinsame Leidenschaft. Das Lesen! Dies alles macht glücklich, aber auch stark! Es entstehen Freundschaften, die gegenseitig gut tun und das Leben bereichern! So ist es mir mit den Menschen ergangen, die ich beim Bücherstammtisch Bamberg kennengelernt habe.  Lydia, Anja, Annette, Elli und noch einige mehr! Durch das Bloggen habe ich eine tolle und starke Frau kennengelernt! Ciri van Riva von Nostalgic Books. Mit Jemandem auf einer Wellenlänge zu sein stärkt ebenfalls dieses Gefühl von „das Leben kann so schön sein!“. Und auch wir Blogger befassen uns nicht selten mit dem Ernst des Lebens: Warum auch nicht? Schließlich kann man so zeigen, dass es sich immer lohnt, für sein Glück zu kämpfen. Gerade Ciri hat es in den letzten Jahren bewiesen und weiß ganz genau, wovon sie spricht. 


Ciri van Riva


Vom nervenaufreibenden Hausbau bis zu der schweren Zeit, als ihre süße Tochter kurz nach der Geburt so krank war, haben ihre Follower vor allem eines ganz deutlich mitbekommen: Nicht immer ist es leicht, gegen Windmühlen anzukämpfen. Nicht immer kann man seine Verzweiflung verbergen und nicht immer gelingt es, an das Gute zu glauben. Dennoch hat sie bewiesen, wie stark ein Mensch sein kann! „Am Ende wird alles gut. Wenn es noch nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende!“ – sagt Oscar Wilde, und ich stimme ihm aus vollem Herzen zu. Durch Ciri habe auch ich gelernt, die eigenen Stärken wahrzunehmen. An sich selbst zu glauben und gemeinsam alles zu schaffen! Sei es in der Bloggerwelt, der Bücherwelt oder im realen Leben! 

Lesen verbindet! Und Lesen, knüpft Freundschaften fürs Leben!





Samstag, 28. Juli 2018

Die Scharen des Teufels - André Wegmann (Ostfriesen-Thriller)




Die Scharen des Teufels - André Wegmann (Ostfriesen-Thriller)




An der Küste Ostfrieslands brauen sich mysteriöse und grausame Dinge zusammen. Davon ahnen Michael Jesko, Privatermittler aus Leidenschaft und seine Kollegin Kimi, die Hacker-Queen noch nichts, als sie der Einladung von Gerda in den Küstenort Grevensiel folgen, welche dort eine Pension bewirtschaftet. Die rüstige und pfiffige ältere Dame feiert zusammen mit Familie, Freunden und anderen Dorfbewohnern wie dem Arzt und dem Pfarrer ihren Geburtstag und freut sich sehr darüber, dass Michael die Zeit für einen Kurzurlaub nutzten möchte.

Als der Pfarrer ihm auf der Feier von wiederkehrenden Grabschändungen erzählt, wird natürlich die Neugierde vom Ermittler geweckt und nachdem er drum gebeten wurde, sich die Verwüstungen mal näher anzusehen, nimmt sich Jesko der Sache an. Noch glaubt er an dumme Jugendstreiche, stellt bei den Ermittlungen aber immer mehr fest, dass der Fall Dimensionen annimmt, mit denen wohl niemand gerechnet hat…Plötzlich hat Michael mit einem Satanisten-Zirkel alle Hände voll zu tun, die an Perversion nicht zu überbieten sind und vor gar nichts zurückschrecken. Dann wird der Fall für ihn zum persönlichen Albtraum und befeuert eine unbändige Wut, die Michael zur Aktion antreibt…

Von Anfang an begleite ich den Autor André Wegmann, was seine Ostfriesen-Thriller betrifft. So lernte ich schon in Teil 1 den sympathischen Ermittler Michael Jesko kennen. Auch sein Team bestehend aus Kimi, die wirklich Weltmeisterin im World Wide Web ist und Peter, welcher eine treue und herzliche Seele ist, schließt man schnell ins Herz. Band 2 habe ich ebenfalls verschlungen. Da war es mir eine Freude, auch Band 3 zu lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht! In dem Roman finden sich durchaus Horrorelemente wieder, die den Spannungsbogen nochmals anheben. Dieser ebbt nämlich nie ab und die Story liest sich so flüssig und angenehm, dass man gar nicht mehr aufhören kann. 

Besonders Gerda und ihre Familie sind sehr herzlich beschrieben, wobei mir immer wieder auffällt, wie lebendig die Protagonisten allgemein sind. Sie haben Charakter und jeder seine besonderen Eigenschaften. Sein Kopfkino anzuschalten fällt bei diesem Thriller leicht, ist man doch gleich mittendrin. Außerdem erfährt man viel über okkulte Dinge, Rituale und Symbole. Oder doch eher einer Welt aus Wahn und Verrücktheit? Michael Jesko selbst weiß schon bald nicht mehr, woran er noch glauben soll, ein Unglück jagt das Nächste und als Leser befindet man sich im gleichen Gefühlszustand wie der Protagonist. Mit ihm wird gelitten, mit ihm wird gekämpft und mit ihm wird gerätselt, wer wohl alles seine Finger mit im Spiel hat. 

Wer gerne Themen wie Satanismus, Hexerei und religiöse Ansichten mit einem Hauch Horror in einem spannenden Roman haben möchte, ist hier genau richtig! Wenn es dann noch blutig werden darf, sollte euch klar sein, dass dieser Thriller in eurer Bücherregal gehört! 


Fazit: 5 von 5 Leseeulen vergebe ich gerne für diesen gruseligen Thriller! 



Freitag, 27. Juli 2018

Autorensteckbrief - Martin Schörle



Martin Schörle Autor für Bühnen- und Theaterstücke

Martin Schörle ist Autor und bis jetzt sind von ihm ein Kurzkrimi in einer Anthologie und ein Buch erschienen, welches zwei von ihm verfasste Theaterstücke enthält. Spätestens nach dem Drehbuch zum neuesten Harry Potter Roman "Das verwunschene Kind", welches als Theaterstück aufgeführt wird, erfreuen sich solche Art von Büchern großer Beliebtheit. Heute stellt sich der Autor einmal von seiner persönlichen Seite vor! 


Martin Schörle - Bildrechte liegen beim Autor


Wie heißt du?

Martin Schörle

Wann hast du Geburtstag?

24.02.1960

Wo bist du geboren?

Breklum in Nordfriesland

Hast du einen Blog oder eine Autorenseite?

Eine Autorenseite habe ich nur auf Lovelybooks. 

Worum geht es in deinen Büchern?

Es gibt bisher nur ein Buch, das enthält zwei Theaterstücke. Darüber hinaus habe ich einen Kurzkrimi in einer Anthologie veröffentlicht.  

Welche Genren liest du gerne?

Satirische/humorige Texte, Theaterstücke, gelegentlich Krimis. 

Hast du ein Lieblingsbuch?

Nein, nur Lieblingstheaterstücke. 

Hast du einen Lieblingsautor/in?

Der amerikanische Theaterautor Neil Simon schreibt meines Erachtens die besten Komödien. Von 
den Krimiautoren gefallen mir Tana French und Lars Kepler.   
Welcher ist dein Lieblingsfilm?

Es gibt zwei: „Das Boot“ und „Birdy“.

Welche Musik hörst du gerne?

Die Helden meiner Jugend waren Mike Oldfield, Supertramp, Genesis, Jethro Tull und ähnliche Bands, die in den 70ern angesagt waren. Die höre ich heute noch gern.   



Was sind für dich die 3 wichtigsten Dinge im Leben?

Gesundheit, Zufriedenheit, meine Familie.  

Was ist dein Lieblingsgetränk?

Hefeweizen und Schöfferhofer Grapefruit. 

Welches ist dein Lieblingsgericht?

Schon seit meiner Kindheit – Nudelauflauf!

Was bist du von Beruf?

Verwaltungsbeamter.

Hast du einen Spitznamen?

Einige nennen mich Schörli. 

Hattest du ein Lieblingsfach in der Schule?

Ein richtiges Lieblingsfach nicht, aber es gab die „Arbeitsgemeinschaft Laienspiel“. Die hat echt Spaß gemacht. 

Was sind deine Hobbys und Interessen?

Theaterspielen (allerdings seit 2011 nicht mehr aktiv), laufen, Poetry Slam (als Zuschauer, nicht als Interpret).  

Was magst du gar nicht?

Wenn man unangemessen mit mir umgeht. Ich gehe in der Regel freundlich mit anderen Menschen um. Das erwarte ich auch von ihnen.  

Was entspannt dich?

Wenn mir Ideen fürs Schreiben kommen. Dann schütte ich ohne Ende Glückshormone aus und bin tiefenentspannt. Aber auch laut Musik hören, laufen oder eine Thaimassage. 

Hast du ein Lieblingstier?

Hunde.

Welche Farbe magst du am liebsten?

Blau.

Mit welchen kleinen Dingen kann man dich glücklich machen?

Mit positiven Rezensionen (wobei das natürlich kein „kleines Ding“ ist). Erfolge wie eine Teilnahme am Halbmarathon möglichst in persönlicher Bestzeit :-D) wirken auch positiv stimulierend. Manchmal ist es schon beglückend, wenn meine Frau mir einen Kaffee ans Bett bringt oder wir spazieren gehen und uns miteinander wohlfühlen.  

Ich kann nicht leben ohne...

Meine Frau und meine Kinder.



Sonntag, 22. Juli 2018

Der Seelenbrecher - Sebastian Fitzek (Hörspiel)



Der Seelenbrecher - Sebastian Fitzek (Hörspiel) 




Autor: Sebastian Fitzek, Johanna Steiner
Gesprochen von: Simon Jäger, Richard Barenberg, Rainer Fritzsche, Andrea Aust
Spieldauer: 05 Std. 34 Min.
Serie: Sebastian Fitzek - Die Hörspieltrilogie, Teil 3
Hörspiel
Veröffentlicht:30.01.2014
Anbieter: Audible Studios


3 Frauen werden Opfer eines bestialischen Sadisten. Die Presse nennt ihn „den Seelenbrecher“. Die Opfer wurden nicht getötet oder geschändet. Der Täter begeht weitaus schlimmere Verbrechen. Eine Woche lang, werden sie in seiner Gewalt psychisch gebrochen und in billigen Motels wieder abgesetzt. Fortan scheinen die Frauen in sich selbst gefangen zu sein und können nicht mehr mit ihrer Außenwelt kommunizieren…

In einer psychiatrischen Luxusklinik wird an Weihnachten ein neuer Patient eingeliefert. Ein Schneesturm sorgt dafür, dass alle Bewohner der Klinik dort festsitzen und scheinbar befindet sich der „Seelenbrecher“ unter ihnen. Kaspar, der so von den Bewohnern und dem Personal der Einrichtung aufgrund seiner Amnesie so genannt wird, versucht herauszufinden, wer er ist und warum er in der Einrichtung gelandet ist, als über Alle das absolute Grauen hereinbricht. Eine Nacht wie in einem Albtraum beginnt.

Dieses Hörspiel war wieder der reinste Nervenkitzel! Tolle Sprecher, die Geräusche genau an der richtigen Stelle und die Musik sorgt für eine düstere Atmosphäre. Sofort verfolgt man gebannt die Story um „Kaspar“, mit dem man buchstäblich durch die Klinik streift! Neugierde packt den Hörer von Anfang an, möchte man doch wissen, wer er wirklich ist und Stück für Stück bringen immer mehr Erinnerungsfetzen die Geschichte in Fahrt. Wie immer bei einem genialen Sebastian Fitzek Roman, grübelt und rätselt man mit, kommt aber durch die vielen Wendungen gewaltig ins Stolpern.

Die Spannung ist genial, durch das Hörspiel befindet man sich unter den Eingeschlossenen der Klinik und wird von den Emotionen der Protagonisten abgeholt. Angst, Unbehagen, ein Schauer der einem über den Rücken läuft…Dies alles bietet dieses toll produzierte Hörspiel! Im Prinzip ist man mit allen Sinnen dabei, was das Hörvergnügen natürlich nochmals enorm steigert.


Empfehlt mir doch mal weitere Hörspiele! Welche hört ihr gerne? 


Freitag, 20. Juli 2018

Wie das Leben so spielt - Carmen Schneider



Wie das Leben so spielt – Carmen Schneider




Mia ist Anfang 20 und hat gerade ihre Ausbildung als Erzieherin erfolgreich gemeistert. Ein neuer Job steht an und sie freut sich auf den Start ins Berufsleben. Leider erfährt sie bald, dass ihre häufigen Infekte wohl einen ernsteren Hintergrund haben und begibt sich in die Behandlung von Ärzten um herauszufinden, warum sie häufiger krank ist. Die Diagnose Mukoviszidose ist für die junge Frau niederschmetternd und es beginnt für sie ein langer Leidensweg und der Kampf gegen eine tödliche Krankheit…

Von der ersten Seite an lernt man Mia kennen und lieben. Die Autorin schafft es durch ihre sympathische Protagonistin, dass der Leser von Anfang an mittendrin statt nur dabei ist. Man begleitet Mia zu den Ärzten, lernt mit ihr ihren Mann kennen und fühlt und leidet mit! Durch den langen Weg und die weiteren Begleiterscheinungen dieser Erkrankung, erfährt man viel über weitere Krankheitsbilder: Angstzustände und Depressionen. Mia erfährt viel Ablehnung, Unverständnis und gerade das Hin und Her mit Behörden und Ämtern war auch mir persönlich nur allzu vertraut. 

Sie muss sich mit Fragen quälen wie, ob es denn richtig ist, mit dieser Erkrankung Kinder zu bekommen? Kann sie ihnen zumuten selbst die Krankheit zu erben und ihrer Mutter beim Sterben zusehen zu müssen? Wie soll sie mit ihrem Leben vorgehen? Immer mit der Angst im Nacken, dass die Atmung plötzlich schlechter wird, die Lungen kranker? Es ist schon wirklich beim Lesen ein auf und ab! Wer sich vor allem mit psychischen Erkrankungen befassen möchte, dem sei dieser Roman wärmstens empfohlen. Die Protagonistin transportiert die Geschehnisse so real und lebensecht, dass das Verständnis nicht lange auf sich warten lässt. 

Immerzu fiebert man mit und wünscht der Frau und ihrer Familie, dass sie mit diesem Schicksal umzugehen weiß und trotzdem nicht ihren Mut zum Leben verliert. Man merkt dem Buch an, dass die Thematik allen die dieses Buch lesen nahegebracht werden soll. Sehr schön untermalt werden die einzelnen Kapitel mit Zitaten, welche ich sehr inspirierend finde. Sie bringen die Problematik der Geschichte noch näher und lassen einen nachdenklich zurück. 

Fazit: 5 von 5 Leseeulen! 





Mittwoch, 18. Juli 2018

Der Todesschmeichler - André Wegmann



Der Todesschmeichler - André Wegmann




Eigentlich hat Michael Jesko ganz andere Probleme, als sich einem neuen Fall zu widmen. Das angespannte Verhältnis zu seiner Partnerin Kimi, die nun mal die besten Recherchen im Internet durchführen und so immer wieder Ermittlungen vorantreiben kann, zehrt an seinem Gemüt. Von Liebeskummer geplagt, versucht er auf Abstand zu gehen. Doch als die verzweifelte Mutter einer jungen Frau seine Hilfe sucht, ist sein Spürsinn geweckt: vollkommen überzeugt davon, dass sich ihre Tochter keinesfalls selbst das Leben genommen hat, engagiert sie Jesko und sein Team, den Tod ihrer Tochter aufzuklären. 

Bei den Ermittlungen stoßen die Ermittler schon bald auf viele Ungereimtheiten und schnell wird klar, dass ein perverser Unbekannter seine Spielchen mit labilen und von Depressionen geplagten Frauen spielt. Offenbar existieren Chatprotokolle, die belegen, dass junge Frauen von dem grausamen Täter manipuliert werden. Die Polizei akzeptiert die Todesursache „Suizid“ und sieht keinerlei Handlungsbedarf. Jesko jedoch kommt dem wahren Hintergrund immer näher. Mit dramatischen Folgen…

Der 2. Fall um die Privatermittler hat es in sich. Der Autor schafft es den Leser in die Welt eines Täters eintauchen zu lassen, der mit seiner Perversion und seinen abnormen Gedanken und Handlungen das Blut in Wallung bringt. Die Charaktere sind sehr authentisch beschrieben und die Handlungsstränge dadurch gut nachvollziehbar. Es macht Spaß und bringt Spannung, den Ermittlungen zu folgen, auch wenn man des Öfteren wieder doch jemand anderen als Täter zu ermitteln weiß. Wer den 1. Band gelesen hat, der darf sich auch in Band 2 wieder auf eine ganz liebe Protagonistin freuen, die einfach nicht fehlen darf: Gerda! Die charmante und etwas neugierige Hotelbesitzerin, steht vor allem Michael Jesko mit Rat und Tat zur Seite und lässt den Leser lachen und schmunzeln. Für mich gehört sie zu dieser Reihe einfach dazu und frischt die ganze Story immer wieder auf. 

Lediglich der Schluss war nicht so ganz mein Geschmack, aber darüber dürft ihr euch selbst ein Urteil bilden da Geschmäcker ja bekanntlich verschieden sind. Die Nebenhandlungen halten den Spannungsbogen aufrecht und geben den Charakteren nochmal einen Schwung mehr Lebendigkeit. Die Psyche des Täters wird in diesem Roman sehr gut erzählt und dargestellt und die Grausamkeiten, die er ausarbeitet sind nichts für schwache Nerven. 

Für mich ein gelungener 2. Teil der Ostfriesland-Thriller von André Wegmann. Kennt ihr die Bücher schon? Wie gefallen euch die Geschichten um Jesko und sein Team?  



Sonntag, 15. Juli 2018

In den Fängen des Bösen - André Wegmann


In den Fängen des Bösen – André Wegmann




Der 1. Fall führt den Privatermittler Michael Jesko an die Nordsee in ein kleines Küstendorf namens Grevensiel. Ulrike Hansen hat nach seinen Diensten gerufen um das mysteriöse Verschwinden ihrer Tochter Jessica, die zusammen mit ihrem Freund Thomas nach einem vermeintlichen Bootsunglück unauffindbar ist aufzuklären. Jesko glaubt jedoch im ersten Moment ebenfalls an ein Unglück auf dem Wasser, nimmt den Auftrag der verzweifelten Mutter aber an und begibt sich auf Spurensuche. Doch Spuren scheinen kaum vorhanden und der Privatermittler hat keinerlei Anhaltspunkte, was die Aufklärung des Falls schwierig macht. 

Er wird in eine kleine Pension, die von der älteren Dame Gerda geführt wird einquartiert. Die nette aber durchaus neugierige alte Frau schließt Michael schnell ins Herz. Aus der Ferne, genauer gesagt aus seiner Heimatstadt Bochum bekommt er tatkräftige Unterstützung von Kimi, die sich perfekt im Word Wide Web auskennt und Peter, seinem handwerklich geschickten ehemaligen Polizisten. Können sie gemeinsam das Verschwinden der beiden Teenager aufklären? Der Ermittler konzentriert sich auf das nahe Umfeld Jessicas und studiert ihr Tagebuch, indem sie von der Seehundeauffangstation berichtet, die sie mit Leidenschaft unterstützt. Doch die Station steht vor der Schließung und soll einem Touristenprojekt weichen.

War Jessica diesem Unternehmen ein Dorn im Auge? Sorgte sie doch dafür, dass das Unternehmen in Negativschlagzeilen geriet. Aber würde der Konzernchef wirklich so weit gehen, das Mädchen loszuwerden? Und wenn ja, wo ist sie? Wer ist diese attraktive Frau, der Jesko im Ort begegnet? Wird er sie wiedersehen? Und die beiden Teenager, sind sie wirklich ertrunken oder wurde gar ein Verbrechen verübt? 

Diesen Thriller konnte ich nicht aus der Hand legen! André Wegmann hat einen angenehmen und flüssigen Schreibstil, der niemals zu sehr abschweift und sich auch nicht mit unnötigen Informationen aufhält. Das mag ich persönlich als Leser sehr gerne. Er schafft es den Leser vollkommen mitzunehmen an die Nordsee. Man kann förmlich die Meeresbrise auf seiner Haut spüren, das Salz in der Nase riechen und im Mund schmecken. Die Protagonisten sind menschlich ausgearbeitet und man schließt Michael Jesko sofort in sein Herz. Auch die Nebencharaktere sind wundervoll, allen voran die ältere Pensionschefin Gerda! Jedes Mal, wenn der Privatermittler das Zimmer verlässt ist sie da und begrüßt ihn herzlich und man beginnt beim Lesen diese Frau richtig zu mögen, über ihre Neugier zu schmunzeln und sie einfach sympathisch zu finden. 

Besonders toll sind für den Leser auch die Nebenhandlungen. Man erfährt viele Mythen und Sagen rund um die Nordsee, die aber auch schon mal extra für diese Geschichte erdacht wurden. Auch das Leben der Menschen an der Küste wird einem näher gebracht, was die Fantasie beflügelt und somit dafür sorgt, dass man mitten drin im Geschehen ist. Die Ermittler tappen lange im Dunkeln und am nötigen Thrill fehlt es auch nicht. Die Spannung hält sich konstant und man begibt sich immer weiter auf die Suche nach des Rätsels Lösung. 

Es gibt auch Sequenzen, die das Martyrium Jessicas beschreiben, die nicht unbedingt was für Zartbesaitete sind. Die Situation in der sich das Mädchen befindet wird detailliert beschrieben und man leidet auch mit dem armen Geschöpf. Aber was pflege ich da immer zu sagen?! Wer dies nicht packt, muss eben einen Krimi lesen ;-).

Dieser Thriller bekommt von mir 5 von 5 Leseeulen!