Donnerstag, 26. April 2018

"Ich musste sie kaputt machen! - Stephan Harbort



„Ich musste sie kaputt machen“ Anatomie eines Jahrhundert-Mörders – Stephan Harbort




Stephan Harbort, Kriminalist, Autor und Spezialist für Serienmörder und Täterprofile beschreibt in seinem Buch die Chronologie um den Serienmörder Joachim Kroll, der im Zeitraum von 1955 – 1976 von Duisburg aus zwischen 8 und 14 Menschen  vergewaltigt, ermordet und teilweise verzehrt hat. Der Autor schreibt dabei außerordentlich authentisch denn er nutzt als Quelle für die Rekonstruktion der Ereignisse die 781 Seiten starke Urteilsschrift des Landgerichts Duisburg (Aktenzeichen 14 Js 549/76) sowie die polizeilichen Vernehmungsprotokolle, Tatortberichte, Obduktionsprotokolle, forensische Gutachten, glaubwürdige Presseberichte und persönlich geführte Interviews. Stephan Harbort hat mit nahezu 70 Serienmördern Interviews geführt, sie analysiert und seine Erfahrungen zu Papier gebracht.

Er schafft dabei eine Atmosphäre, die den Leser auch mal inne halten und überlegen lässt über den Tellerrand der gewohnten Gesellschaft hinaus zu blicken. Der Versuch, die Chronologie deutlich zu schildern und somit nahe zu bringen, WARUM ein Mensch wie Joachim Kroll zu solch grausamen Taten fähig war, gelingt dem Kriminalisten sehr gut. Er appelliert dabei keinesfalls an eine Art Verständnis für den Menschen, den die Leute gerne auch „Bestie“ oder „Monster“ nennen. Vielmehr schildert er sachlich, authentisch und mit viel Fachwissen, welche gesellschaftlichen Situationen, familiäre Dispositionen und Auslöser wie Triebe im Wesen und Charakter Joachim Krolls zu den vorgefallenen Eskalationen führten.

Wer sich mit Kriminalfällen beschäftigt und sich mit der Dynamik und den psychologischen und genetischen Auslösern solcher Menschen wie dem „Kannibalen von Duisburg“ wie er auch durch die Presse genannt wurde befassen möchte, ist mit diesem Buch genau richtig. Das geführte Interview und auch die Auszüge aus den Vernehmungsprotokollen zusammen mit dem Lebenslauf Joachim Krolls, schaffen ein detailliertes Gesamtbild und bringen dem Leser auch die Abgründe der menschlichen Seele näher.

Ich musste dieses Buch auch des Öfteren aus der Hand legen und mich erstmal sammeln, bevor ich den durchaus steinigen und oftmals wirren Weg Joachim Krolls weiter gegangen bin. Stephan Harbort hilft aber auch mit seiner großen empathischen Art durch dieses Buch zu führen und schenkt auch den Opfern die Aufmerksamkeit und Respekt, den sie verdient haben. Es passiert leider schnell, dass die Opfer in Vergessenheit geraten und dem Täter die ganze mediale Aufmerksamkeit zu Teil werden lässt! 

Auf diesen Umstand weist der Autor in seinen Büchern immer wieder hin und baut so eine standhafte Brücke zu den Opfern und auch deren Angehörigen auf, die unendliches Leid durchleben müssen. Man darf diese niemals vergessen und sollte Anteil und Mitgefühl gegenüber den Opfern und Familien aufbringen, die mit solchen Taten ihr Leben lang zu kämpfen haben.

Die Bücher von Stephan Harbort kann ich euch sehr ans Herz legen wenn ihr euch für Kriminalfälle, Serienmörder und wie sie dazu werden interessiert und authentische Tatsachenberichte ohne große reißerischen Szenerien haben möchtet denn, das ist ebenfalls eine angenehme Eigenschaft des Autors – Hollywood bleibt draußen!


Mittwoch, 25. April 2018

China - 210 Tage hinter Gittern von Hamza Özyol



China – 210 Tage hinter Gittern von Hamza Özyol




Nach der Ausbildung zum Metallbauer sammelt Hamza Özyol berufliche Erfahrungen im Ausland. Als ein Jobangebot einer deutschen Firma kommt, die Mitarbeiter für ein Tunnelprojekt in China suchen sagt der junge Mann zu und so verschlägt es ihn mehrere 1000 Kilometer weit weg. Zunächst versucht der Autor dieser Biografie sich in das Fremde Land und die Umgebung einzufinden und geht so auf Entdeckungstour. 

Um sich zu amüsieren sucht er an Abenden immer mal wieder die örtlichen Bars auf und eines Abends begeht er einen Fehler, den er wohl sein Leben lang bereuen wird. Nicht wirklich unschuldig wird er verhaftet und in ein chinesisches Gefängnis gebracht, wo er mit 40 anderen Insassen in einem Raum von etwa 80 Quadratmetern eingesperrt wird. Die Bedingungen im chinesischen Knast sind schrecklich und Hamza muss jeden Tag aufs Neue mit sich selbst und seiner Situation kämpfen.

Als der Autor mich anschrieb und anfragte, ob ich bereit wäre seine Biografie zu lesen, konnte ich nicht nein sagen! Für mich ist es wichtig auch solche Lektüre zu lesen, zumal ich wusste wie die politische und gesetzliche Lage Chinas aussieht. Die Erfahrungen scheinen vielleicht etwas emotionslos und gar nüchtern geschildert, jedoch habe ich durchaus verstanden, warum dem so ist. Beim Schreiben hat sich der Autor sicherlich emotional vom Erlebten abgekapselt, was man häufig bei traumatisierten Menschen erkennt. Es ist eine Art Selbstschutz und sollte meiner Meinung nach deshalb nicht negativ bewertet werden.

Die Zustände jedenfalls sind menschenunwürdig! Zumal in China kaum Unterschiede zwischen den einzelnen Delikten gemacht wird. Diebe, Mörder und Vergewaltiger sitzen zusammen mit Leuten in den Zellen, die beispielsweise ihre Schulden nicht beglichen und Strafzettel nicht bezahlt haben. Die hygienischen Gegebenheiten sind äußert problematisch und auch mit der Hierarchie innerhalb der Insassen bekommt der Häftling massive Probleme. Nicht zuletzt die völlig falsche Vorgehensweise bei den Gerichtsverfahren lässt den Leser deutlich fassungslos weiterlesen.

Herr Özyol erzählt auch ehrlich einiges über sein Privatleben und ich muss gestehen, dass so manche Erzählung eine Antipathie ihm gegenüber aufkommen ließ. Bei gewissen Situationen habe ich doch den Kopf schütteln müssen und fragte mich, ob dieses Verhalten wirklich sein musste. Nichts desto trotz sitzt man als Leser vor einem Buch, welches die Schattenseiten Chinas aufzeigt. Menschenunwürdige Bedingungen und Herangehensweisen zeugen von einem absoluten korrupten und nicht korrekten Strafrecht eines Landes, welches durch Diktatur und Zentralwirtschaft in Schach gehalten werden soll…

Wer also mehr über die Gesetze und Bedingungen in chinesischen Gefängnissen erfahren möchte, findet mit dieser Biografie einen authentischen Erfahrungsbericht. Für den Autor freut es mich sehr, dass er diese schwere Zeit überstanden hat und hoffentlich auch aus seinen Fehlern gelernt hat. 



Freitag, 20. April 2018

Wohnzimmerlesung mit Petra Hülsmann bei Anja von "mein kleines Bücherzimmer"



Wohnzimmerlesung mit Petra Hülsmann bei Anja von "mein kleines Bücherzimmer"




Was ist da nur los?! Bert der Kaminkehrer wiedermal auf Wanderschaft? Und dann noch im "Death Valley"? Wir entdeckten Spinnen, Hühner, leuchtende Bücher und neben Anja Bauer von Mein kleines Bücherzimmer auch Petra Hülsmann! <3 Na? seid ihr neugierig?!



Mit den Mädels vom Bücherstammtisch Bamberg waren wir zu Gast bei Anja von „mein kleines Bücherzimmer“! Diese war überglücklich, als sie vom Verlag Bastei Lübbe erfahren hat, dass sie eine Wohnzimmerlesung gewonnen hat. Zu dieser besonderen Lesung erschien Petra Hülsmann. „Wenn´s einfach wär, würd´s jeder machen!“ heißt ihr neuer Roman, welcher am 25. Mai erscheint. 



In dem Roman geht es um Annika, die an einer renommierten Schule in einem Vorort von Hamburg arbeitet. Sie unterrichtet Musik und die Schule hat einen guten Ruf, nicht zuletzt, wegen der gut betuchten Schüler. Aus heiterem Himmel wird sie aber an eine Schule in einem Problembezirk versetzt, wo die Uhren so ganz anders ticken, als die junge Lehrerin das gewohnt ist…




Die Lesung war wirklich witzig und die Autorin sehr charmant. Die Lesung war wirklich humorvoll, die Autorin hat eine positive Art, ihre Geschichte zu erzählen und man kann sich so gut in die Geschichte einfinden. Wie sie die Jugendlichen an der Problemschule charakterisiert, ist ebenfalls sehr ironisch und authentisch. Wir hatten wirklich was zu lachen. 



Leider war die Lesung recht kurz, da die Autorin zu weiteren Lesungen weiterziehen musste. Gerne hätten wir noch mit ihr geplaudert und ein Autogramm hätte ich auch gerne gehabt. Für die Autorin Petra Hülsmann war es sicherlich zwar eine aufregende, aber auch stressige Promotion-Tour. 



Ihr Buch jedenfalls landet auf meiner Wunschliste, da es sich wirklich herrlich interessant angehört hat! Vielen Dank an das Team, die Autorin und auch Anja für die aufmerksame Gastfreundschaft! 



Was ich noch alles bei Anja erlebt habe? Das erzähle ich euch ein anderes Mal. 




Sonntag, 15. April 2018

Ein Mords-Team 1 - Andreas Suchanek


Ein Mords-Team 1 - Andreas Suchanek





In der Highschool geht es rund! Mason, einst der Star im Basketballteam der Schule fällt tief nachdem er unschuldig des Dorgenmissbrauchs bezichtigt wird. Fortan gilt er als Junkie und der Jugendliche leidet sehr unter der Situation. Sein Freund Randy, ein ausgesprochener Nerd, versucht ihm zu helfen. Durch eine Verkettung rasanter Ereignisse, stoßen schon bald die beiden Mädels Olivia und Danielle dazu. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Olivia mit spanischer Abstammung in den Armenvierteln der Stadt lebt, kommt Danielle aus besonders gutem Hause. Dieser Umstand jedoch nervt Danielle des Öfteren und sie kapselt sich immer mehr von ihrem Elternhaus ab. Olivia hingegen tut alles, um die arme Familie zu unterstützen. Ihr Traum ist es, als Fotografin gutes Geld zu verdienen, um die Familie aus dem finanziellen Loch zu ziehen. 

Gemeinsam versuchen die vier Jugendlichen, Masons Unschuld zu beweisen und denjenigen zu finden, der ihm die Drogen untergeschoben haben. Sie beginnen auf eigene Faust zu ermitteln und stoßen dabei auf einen Mordfall, der 1984 und damit über 30 Jahre zurückliegt. Mariette King wurde damals ermordet, der Fall aber nie aufgeklärt. Entsetzt muss das M.O.R.D.s-Team erkennen, dass selbst ihre Eltern ein Teil dieses Falls zu sein scheinen. Voller Eifer beginnen sie, auch diese Fragen aufzuklären…

Von dem Auftaktband der Reihe um die Teenager war ich gleich begeistert. Andreas Suchanek brachte mit dieser Reihe in Zusammenarbeit mit anderen Autoren eine tolle Story a´la „Die Drei ???“ oder auch „TKKG“ für Erwachsene heraus. Die Greenlight - Press habe ich durch Ciri von Riva von Nostalgic Books entdeckt. Band 1 wurde von Andreas Suchanek geschrieben, dessen Schreibstil einfach und flüssig ist. In der Story lernt man natürlich erstmal die Charaktere kennen und wird so nach und nach in die Geschichte eingeführt. Die Charaktere sind gut durchdacht und schnell erwecken sie die Sympathie des Lesers. Jeder Protagonist hat sein Päckchen zu tragen und es war für mich sehr interessant, über die Entstehung des Teams zu lesen und dem Verlauf der Story zu folgen. Für mich ist klar, dass ich wissen möchte wie es weitergeht. 

Da ich als Kind schon immer gerne solche Geschichten gelesen habe, freue ich mich, auf diese Reihe gestoßen zu sein. Auch die Idee, dass mehrere Autoren an der Reihe beteiligt sind, gefällt mir sehr gut. 

Sehr zu empfehlen für Leser, die gerne Die Drei ???, TKKG oder auch Fünf Freunde schon im Kindsalter gelesen haben. 

Kennt ihr die Reihe schon? Welche Storys der Greenlight - Press gefallen euch noch? 



Samstag, 14. April 2018

Dignity Rising - Hedy Loewe (Gefesselte Seelen)


Dignity Rising - Hedy Loewe (Gefesselte Seelen)





Das Jahr 2336: Neue Planeten, technologische Weiterentwicklung.  Doch auch in dieser Gegenwart herrschen „alte Probleme“.  Die Föderation der „hohen Räte“ regiert als Diktatur und die Menschen und anderen „Außerirdischen“ auf weiteren Planeten leiden unter diesem Regime. Dieses besteht aus einer neuen Spezies Mensch – den Telepathen. Diejenigen, die über große telepathische Fähigkeiten verfügen, werden zu „Boten“ ausgebildet. Oft werden sie eingesetzt, um Gedanken und Erinnerungen zu manipulieren. 

Die Bevölkerungen des Universums werden mit grausamen Drohungen in Schach gehalten und versklavt. Bei Widersetzungen drohen ihnen schlimme Folter, Gewalt und Tod. Um sich der totalen Kontrolle zumindest minimal entziehen zu können, hat sich Commander Jon Matthews mit seinem Offizier und besten Freund Hawk auf ein Raumschiff versetzen lassen. Mit weiteren Gefährten können sie dort weites gehend selbstständig agieren bis auf regelmäßige Kontrollbesuche durch den hohen Rat. Jon hat genug Dramatisches zu verarbeiten. 

Als die telepathische Botin Shay Cameron mit ihrer Kriegerin Hanout auf dem Schiff auftaucht, schöpft Jon neue Hoffnung! Doch warum erkennt Shay ihn nicht und dient dem hohen Rat? Der Commander entwickelt einen Plan, sich der Kontrolle durch die Föderation zu entziehen. Aber wie entkommt man einer Macht, die durch Chip-Implantate und moderne Technik alles im Blick hat? Und nicht zuletzt die Frage: Wohin soll diese Flucht gehen?! 

Hier geht es um viel mehr als das Universum! Der Autorin gelingt es von Anfang an den Leser in eine neue galaktische Welt zu entführen. Man entdeckt neue Völker, neue Planeten und neue Technologien. Besonders gut gefallen hat mir der medizinische Bereich. Dabei übertreibt Hedy Loewe nicht mit zu fantastischen Möglichkeiten, was ich sehr zu schätzen weiß denn, nichts finde ich unnötiger als z.B. die Medizin in der Zukunft, die Menschen quasi „unsterblich“ werden lässt.

Es geht um Verrat, Intrigen und Unterdrückung. Es geht um Revolution, persönliche Freiheit und die große Liebe. Den Titel der Reihe "Dignity Rising" finde ich sehr passen gewählt, die Autorin hat von A-Z eine interessantes Setting geschaffen. Die Schicksale der Protagonisten sind des Öfteren sehr tragisch und auch ein Tröpfchen Erotik kommt vor. Der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig, die Dialoge auch immer mal mit der richtigen Dosis Humor gespickt und die Charaktere wirken sympathisch. 

Die Geschichte hat Tiefgang. Es gelingt gut, immer die richtige Dosis zu finden, bei den Lovestorys genauso wie den wenigen Erotikszenen, (wofür ich übrigens sehr dankbar bin).  Die Spannung ist kontinuierlich und so steht fest, dass ich die anderen Bände ebenfalls lesen werde. Man möchte wissen, wie es weitergeht!

Kennt ihr die Reihe schon?! Wie hat sie euch gefallen? 



Freitag, 13. April 2018

Batman ´66 Bd. 1 - Jeff Parker



Batman `66 Bd. 1 – Jeff Parker (Autor), Jonathan Case (Illustrator), Ty Templeton (Illustrator), Colleen Coover (Illustrator)




Na na na na na na na na na na na na na na na na... BATMAN!

Wer kennt sie nicht? Die Kultserie aus den 60er Jahren! Oder den legendären Film „Batman hält die Welt in Atem!“ Nicht zuletzt die lustige „Bomben-Szene“, in der Adam West als Batman verzweifelt versucht, eine große scharfe Bombe loszuwerden ist legendär und einfach Kult! Zugegeben, Harley gehört noch nicht wirklich dazu, aber passt schön aufs Bild ;-)! 

Mit Batman ´66 gelingt Jeff Parker und den Illustratoren eine nostalgisch-kultige Zeitreise! Trashige Dialoge und witzige Kampfszenen a´la „Boom“ „Bang“ und „Klatsch“, versetzen jeden Comic-Fan zurück in die alte Zeit! Die Zeichnungen fangen das Flair der damaligen Serie gut ein und auch die Bösewichte wie der Joker, The Riddler und Mr. Freeze tauchen auf. Der Pinguin darf natürlich auch nicht fehlen! 

Anders als die modernen Comics, werden hier die alten Gags neu interpretiert und so kommt der Comic eher als „Komödie“ daher, was ja die damalige Serie auch war. Das macht das Lesen eben so witzig, da man sich sofort an die damalige Serie erinnert. 120 Episoden mit Adam West als Batman und Burt Ward als Robin flimmerten von 1966-1968 durch die Fernseher. Die Comic-Serie behält den Stil der TV-Serie bei, lediglich die verschiedenen Illustratoren bringen ihren individuellen Stil mit ein. 

Beispielsweise könnte man sich wundern über die „verdruckten“ Abschnitte innerhalb des 180 Seiten langen Bandes, dennoch war es genau der Druckstil, welcher in den 60er Jahren bekannt war. Somit passt auch diese Illustration perfekt zum 1. Band. Informationen findet man in dem Band zwar auch, jedoch hätte ich es schön gefunden, weitaus mehr aus der damaligen Batman-Zeit zu erfahren. Das ist aber auch schon das einzige „Mako“ an dem Band. 

Für mich als Nostalgie-Freak gehört die Comic-Reihe in meine Sammlung! Wie findet ihr die Kult-Serie? Zu trashig oder doch lustig? 



Sonntag, 8. April 2018

Was ist Glück? Bert der Kaminkehrer auf Wanderschaft!





Was ist Glück? Bert der Kaminkehrer auf Wanderschaft!



Heute begleitet ihr "Bert" den Kaminkehrer auf eine Reise durch die Natur. Der kleine Kerl sucht nach dem Glück und mein begabter Assistent Leon (9), half ihm dabei schöne Plätze zu finden. Aber seht selbst, was er alles so erlebt hat. Was bedeutet für "das Glück"?!



Was ist Glück, wird mancher fragen, ganz so leicht kann man’s nicht sagen.


Kann man’s sehen oder spüren?
Kann man’s gewinnen, auch verlieren?




Kann man´s halten oder schenken?
Wie soll man darüber denken?




Kann man’s greifen, sogar hören?
Kann man es vielleicht vermehren?




Niemand weiß genau zu sagen: Was ist Glück? Wen kann man fragen?



Des einen Glück, des anderen nicht, es kommt drauf an, aus welcher Sicht.





Wer Unglück kennt, weiß Glück zu schätzen.



Glück ist Ruhe, nicht nur hetzen.
Glück ist Sonne, wenn es regnet.




Glück ist Regen, wenn es dörrt.
Glück ist, wenn man Glück begegnet.




Glück ist jedes liebe Wort.
Glück ist auch, gesund zu sein.
Glück hat, wer nicht ist allein.



Glück ist auch ein Freund im Herzen, der da ist stets bei großen Schmerzen.



Glück ist, morgens aufzustehen, aufrecht durch den Tag zu gehen.



Denn weniger ist manchmal mehr, Bescheidenheit tut Not so sehr.



Was man gibt, das kommt zurück, am schönsten ist das kleine Glück.



Autor:  Claudia Henkel

Quelle: Gedanken-Gedichte



Samstag, 7. April 2018

Die Wanderapothekerin - Iny Lorentz (Hörbuch)



Die Wanderapothekerin – Iny Lorentz (Hörbuch)

Audible hat eine so tolle Auswahl an Hörbüchern und Hörspielen, dass es einem gar nicht so leicht fällt, eines der vielen Bücher auszuwählen. Dennoch ist meine Wahl auf einen historischen Roman gefallen.




Autor: Iny Lorentz
Gesprochen von: Anne Moll
Spieldauer: 15 Std. 20 Min. 
Serie: Die Wanderapothekerin, Teil 1
ungekürztes Hörbuch
Veröffentlicht:28.02.2014
Anbieter: Lübbe Audio


Das Schicksal scheint es nicht gut mit Klara und ihrer Familie zu meinen. Ihr Vater Martin kommt von seiner Wanderung durch die Lande als Apotheker nicht wieder zurück und gilt seither als verschollen. Jahre später verschwindet auch der älteste Bruder Klaras auf seinen Wegen und so steht die Familie bald vor dem Ruin. Nichts ahnend, dass ihr eigener Onkel, Alois Schneid für das Verschwinden der beiden Männer verantwortlich ist, setzt sich das junge Mädchen in den Kopf, selbst als Wanderapothekerin das so dringend benötigte Geld für die Familie zu verdienen. Energisch macht sie sich auf den Weg, den Fürsten in Rudolstadt um Erlaubnis zu bitten. Im 18. Jahrhundert war es nicht üblich, Frauen solche Berufe zu zuteilen doch Klara hat Erfolg! 

Für sie beginnt fortan eine lange und beschwerliche Reise, bei der sie sich immer wieder behaupten muss. In Bamberg wird sie der Hexerei bezichtigt und auch einem Frauenmörder fällt sie in die Hände. Ihr Onkel Alois ist ihr stets dicht auf den Fersen und versucht alles, seine Nichte loszuwerden, um an das angeblich versteckte Geld ihres Vaters zu gelangen. Dabei ist ihm jedes Mittel recht. Von Kronach bis nach Gernsberg lernt Klara treue Gefährten kennen, wie die freche und selbstbewusste Martha und den charmanten Tobias, die sie auf ihrer Reise immer wieder unterstützen und gemeinsam beschreiten sie ein großes Abenteuer! 

Die Sprecherin Anne Moll sprach schon die „Wanderhure-Reihe“ für das Autorenpaar Iny Lorentz. Und sie macht dies ganz toll. Sie haucht den Charakteren so viel Leben ein, dass man immer weiter hören möchte. Eine sehr angenehme und melodische Stimme wird auch immer wieder von mittelalterlichen Klängen begleitet, was den Hörer sehr gut in die damalige Zeit versetzt. Für mich war es ein tolles Hörbuch! Überhaupt höre ich gerne historische Romane an und lass mich in eine andere Zeitepoche entführen. 

Hört ihr auch gerne Hörbücher und Hörspiele? Welche kennt ihr denn schon und habt ihr Lieblingssprecher? 

Hier geht es zu Hörprobe auf Audible: Die Wanderapothekerin



Sonntag, 1. April 2018

Väterchen Frost 2018



Väterchen Frost - Ein russisch Märchen


Kennt ihr auch russische Märchen?! Passend zu meinen frostigen Bildern, begleitet euch das Märchen zu Väterchen Frost von A. Afanasiew. Ich hoffe, euch gefallen meine Impressionen. Über einen netten Kommentar freue ich mich immer. Viel Spaß beim Durchscrollen. 







Es war einmal vor langer Zeit in einem weit entfernten Land ein Mann mit seiner Frau. Beide waren bereits zuvor verheiratet gewesen, doch ihre früheren Eheleute waren gestorben und so hatten sie wieder geheiratet. Beide hatten aus ihrer früheren Ehe je eine Tochter. Die Tochter der Frau war böse und gemein, während die Tochter des Mannes lieb und sanft war. Die Frau liebte nur ihre eigene Tochter und ließ ihre Stieftochter den ganzen Tag hart arbeiten. Das Mädchen musste das ganze Haus alleine putzen und wurde von der Stiefmutter oft geschlagen. Doch dennoch hasste die Frau die Tochter des Mannes von Tag zu Tag mehr. Eines Tages, mitten in einem harten, kalten Winter, beschloss die Stiefmutter, dass das arme Mädchen in den tiefen Wald gebracht und sich selbst überlassen werden sollte. 










Der Vater des Mädchen wollte das natürlich nicht, doch seine Frau war so boshaft und herrisch, dass er mittlerweile Angst vor ihr hatte, seine Tochter tatsächlich mit in den Wald nahm und sie dort alleine ließ. Einsam und verlassen saß das Mädchen nun unter einem Baum. Doch schon nach kurzer Zeit hörte sie ein Knacken von Zweigen und kurz darauf eine Stimme, die sprach: „Frierst Du, liebes Kind ?“ Das Mädchen erkannte die Stimme als die von Väterchen Frost und antwortete: „Nein, Väterchen Frost. Mir ist nicht kalt.“ Da fragte er sie nochmals und noch mal und kam näher und näher zu dem Kind. Das Mädchen antwortete jedes mal, dass ihr warm sei, doch das arme Kind dauerte dem Väterchen so sehr, dass er es in einen weichen, prächtigen Mantel wickelte, die ganze Nacht wärmte und es am Morgen mit Geschenken überhäufte. 








Dem Vater bedauerte seine böse Tat inzwischen und kam am nächsten Tag in den Wald zurück, um seine Tochter zu retten und freute sich sehr, als er sie nicht nur lebendig, sondern auch warm bekleidet und mit großen Reichtümern beladen fand. Beide kehrten nach Hause zurück. Als sie wieder da waren und die Stiefmutter die Reichtümer des Mädchens sah, wollte sie sofort, dass auch ihre eigene Tochter in den Wald gebracht und dort eine Nacht verbringen solle. Natürlich hoffte sie, dass auch ihre Tochter reich beschenkt zurückkommen würde. 










Also ging der Mann in den Wald und ließ die Tochter der Frau dort zurück. Doch als er sie am nächsten Morgen holen wollte, erschrak er. Nicht beladen mit Reichtum, sondern kalt gefroren war der Leib des bösen Mädchens. Er brachte ihren Leichnam der bösen Frau zurück, nahm seine eigene Tochter bei der Hand und zog von der bösen Stiefmutter für immer fort. 









Quelle: Russisches Volksgut aus der Sammlung von A. Afanasiew (Von diesem Märchen gibt es zwei Versionen!)