Samstag, 30. Juni 2018

Pessimisten und Vollzeitmotzer! Eine ganz besondere Spezies!



Pessimisten und Vollzeitmotzer! Eine ganz besondere Spezies! 


Kennt ihr sie auch? Leute, die den Titel „Weltmeister“ im Meckern verdienen? Alles erstmal negativ auffassen, zerreden und vom Schlimmsten ausgehen!? Man kann über viele Dinge jammern, motzen, lamentieren… Dabei hat Jeder seine eigene Ordnung. Seine eigenen Ideale. Dies ist vollkommen natürlich und in Ordnung, schließlich sind wir alle Individuen. Dennoch erkenne ich im Alltag gemeinsame Muster. Wir neigen oft dazu, eine Situation erstmal negativ zu bewerten und vom „Schlimmsten“ auszugehen. Könnte es denn eine Art „Selbstschutz“ sein, quasi vom Negativen ausgehen, damit es positiv werden kann? 

Oder stecken leidvolle Erfahrungen dahinter? Nun, es gibt meiner Meinung nach leider auch Menschen, die von Grund auf eine pessimistische Einstellung haben, was sich in vielen Lebenssituationen wiederspiegelt. Gehen euch solche Menschen auch auf die Nerven?! – MIR SCHON! Ernsthaft, es geht mir nicht darum, dass einem jeden Tag die Sonne aus dem ….Ohr scheinen muss. Wer wüsste das besser als ich? Aber so eine von Grund auf negative Einstellung und Pessimismus? Davon habe ich mich selbst verabschiedet! 


Wenn ich an das letzte Drittel in 2017 denke, gehörte ich wohl auch zu dieser „besonderen Spezies“. Damals ging es mir wirklich schlecht und zusätzlich habe ich mich noch von Meckereien runterziehen lassen. Das Leben war recht grau und ungerecht und überhaupt, wo liegt denn der Sinn? Die letzten Jahre waren wirklich hart, viele Schicksalsschläge, gesundheitliche Katastrophen sowie berufliche Orientierungslosigkeit, setzten mir sehr zu. 

Doch es war irgendwann ein Punkt erreicht, an dem ich mir gesagt habe, STOPP! SO kannst du nicht weitermachen! Du musst da raus. Außerdem, solltest du was an deiner Grundeinstellung ändern! Sowas ist ein langer Weg, nervig, anstrengend und schon nach kurzer Zeit, fallen einem negative Schwingungen auf. Die ziehen einen selbst auch runter, WENN man sich zu sehr darauf einlässt. Nur hatte ich absolut keinen Bock mehr darauf, selbst in dieser Negativspirale zu sitzen! Dies heißt nicht, dass andere Menschen primär „Schuld“ daran haben, wenn es einem nicht gut geht. Auf der anderen Seite reagiert man auf- und agiert mit anderen Menschen. Es kommt schon sehr darauf an, wer uns so begleitet. Für mich steht heute zum Beispiel fest: Ich werde nie mehr bei einem Arbeitgeber bleiben, der durch und durch am Rad dreht. Sei es, weil der Stuhl falsch steht, die Tür zu weit offen ist oder oder oder..


Wir kennen alle diese Menschen, die immer aus einer Mücke einen Elefanten machen. Menschen, die gleich und auf der Stelle die Nachteile einer Sache parat haben. Sie finden mit Leichtigkeit Gegenargumente, was eine tolle Nachricht ins Negative zieht, gute Neuigkeiten ausbremst und einfach einen richtig faden Beigeschmack hinterlässt. Beispiele gefällig? „Ihr wollt heiraten? Na dann schaut mal, dass ihr auch eine Familie ernähren könnt“! – „Du arbeitest Teilzeit? Du hast doch keine Kinder. Kommt ihr dann überhaupt über die Runden?“ – „Ein Haustier? Ihr wisst schon, dass das viel Arbeit macht?“ – „Das klappt bestimmt nicht!“ – „Das wird doch nie was.“ – „Na schauen wir mal, was das wieder wird“! usw. usw…Es gibt eben Leute, die alles nur schlechtreden. Oft merken sie wohl gar nicht, dass sie sich damit das Leben ganz schön wer machen! Warum tun solche Menschen nicht selbst was dafür, dass man positiver denkt? Lieber im oftmals übertriebenen „alles ist so scheiße-Trott“ sitzen bleiben und die Mitmenschen mit dieser Art nerven…

NICHT MIT MIR! Solche Leute ziehen mich nur runter und gehen mir auf die Nerven. Sollen sie meinetwegen alles blöd finden, ich möchte das Beste aus dem rausholen, was mir durch den Kopf geht, mir gut tut und was mir das Leben so zu bieten hat! 

Zu guter Letzt, bekommt ihr noch ein Zitat zum Nachdenken: 
„Kennt ihr diese Menschen, die niemals Komplimente machen, aber Negatives sofort mitteilen müssen? Wenn ja, wo begrabt ihr die?“ – Haltet die Ohren steif! Eure Nanni!

Feedback, Meinungen etc. auf Facebook erwünscht!



Donnerstag, 28. Juni 2018

Die 13 1/2 Leben des Käpt´n Blaubär - Walter Moers (Hörbuch gelesen von Dirk Bach)




Die 13 ½ Leben des Käpt´n Blaubär – Walter Moers (Hörbuch gelesen von Dirk Bach)




Mit diesem Hörbuch nimmt euch der bekannteste Blaubär der Filmgeschichte mit auf eine wundervolle Reise durch „Zamonien“, welches ein Kontinent ist, der zu früheren Zeiten auf der Erde existiert haben soll. Wer kennt ihn nicht? Den Käpt´n Blaubär? Viele werden jetzt sagen: „Ja“! Der aus der Sendung mit der Maus“. Ist richtig, wenn auch diese Geschichte eher an die Erwachsenen Leser bzw. Hörer gerichtet ist.

Eigentlich hat der Bär ja 27 Leben, allerdings werden hier „nur“ die ersten 13 1/2 Leben erzählt und dies in der Ich-Form. Hier kommen wir auch schon zu einem weiteren Highlight dieses Hörbuchs: Dirk Bach! Er ist und bleibt einfach legendär! Wenn er die Stimme erhebt und das Erzählen anfängt, ist man sofort verzaubert, lacht sich schief, fühlt mit und verschmelzt mit dem fiktiven Kontinent Zamonien. Ob er den „Stollentroll“ hinterhältig lachen,- die „Tratschwellen“ laut gaggern- oder die Waldspinnenhexe über den Wald hinwegrummsen lässt, jeder Ton wirkt genau richtig platziert und authentisch!

Blaubärs Erinnerungen beginnen damit, dass er in einer Nussschale auf hoher See dahintreibt. Zunächst wird er von Zwergpiraten aufgezogen und auch bei seiner zweiten Station, den Klabautergeistern lernt er viel fürs Leben. Er lebt längere Zeit in einem Dimensionsloch, auf der Feinschmeckerinsel, gerät ins Innere eines Tornados und landet in einem großen Bollogkopf, wo er die Bekanntschaft mit einer „schlechten Idee“ macht. Es warten noch mehr fantastische Geschichten auf den Hörer und wenn ihr die fantasievollen Figuren, auch „zamonische Daseinsformen“ genannt nicht kennt, hilft euch ein ganz besonderes Lexikon weiter, welches sich sozusagen im Kopf von Käpt´n Blaubär befindet: „Das Lexikon der erklärungsbedürftigen Wunder, Daseinsformen und Phänomene Zamoniens und Umgebung von Prof. Dr. Abdul Nachtigaller“!

Sobald neue Wesen auftauchen, neue Umgebungen betreten werden, aktiviert sich das Lexikon und teilt mit, worum es sich handelt. Unterlegt wird diese Reise von ca. 18 Stunden mit zamonischer Musik und passenden Hintergrundgeräuschen! Dies alles ergibt für mich die absolute Lieblingsgeschichte! 

Seid ihr nun neugierig geworden? Dann begebt euch auf eine abenteuerliche Reise, die euch lange Zeit faszinieren und verzaubern wird!



Samstag, 23. Juni 2018

Ein Mords-Team 2 - Nicole Böhm




Ein Mords-Team 2 – Nicole Böhm




Ein M.O.R.D.s-Team das sind Mason, Olivia, Randy und Danielle. Die Teenager versuchen den Mordfall um Mariette King von 1984 aufzuklären. Sie müssen sehr weit zurück in der Vergangenheit wühlen und kommen dabei einem Geheimnis näher, der den Fall in ein neues Licht rückt. Olivia hat derweil die Chance, an einem Fotowettbewerb teilzunehmen. Die Künstlerin Rebecca Reach fördert Nachwuchskünstler zusammen mit Lucian und seinem Assistenten Chris. Doch die geplante Ausstellung droht zu platzen, als Unbekannte die Galerie verwüsten und mit roter Schrift Warnungen und Drohungen gegenüber der Künstlerin an die Wände schmieren. 

Olivia setzt sich in den Kopf den Fall aufzuklären und bekommt dabei Unterstützung von Lucians Assistenten Chris. Wer ist für den Vandalismus verantwortlich und warum wird Rebecca bedroht und von wem? Zur gleichen Zeit bringen die anderen Jugendlichen in Erfahrung, dass der kürzlich verstorbene Direktor etwas mit dem Mordfall von vor 30 Jahren zu tun haben könnte. Danielle erhält bedingt durch ihren gesellschaftlichen Stand eine Einladung zur Beisetzung des Verstorben und einem anschließenden Besuch seines Anwesens. Diese Chance nutzt das Mädchen zusammen mit Mason, um sich dort genauer umzusehen. Und Randy tut das, was er am besten kann: Im Internet recherchieren. Können die Vier weitere Hinweise sammeln, die zur Lösung der Fälle beitragen? 

Auch in Band 2 folgt ein Ereignis dem Nächsten! Die Autorin Nicole Böhm führt diesmal durch die Geschichte und der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Ohne Ausschweifungen und federleicht liest sich die Story und so war ich schon bald wieder drin im Geschehen. Schon in Band 1 lernt man die Charaktere gut kennen und freut sich so im Folgeband auf ein Wiedersehen. Es macht Spaß dem Verlauf der Story zu folgen und selbst mit zu rätseln, wie die einzelnen Ereignisse wohl zusammenhängen könnten, oder wann man sich vllt. auf dem Holzweg befindet. 

Die Reihe werde ich garantiert weiterlesen und bin auf Band 3 gespannt. Die Greenlight–Press bringt tolle Bücher hervor und der Verlag hat es mir angetan. 

Mögt ihr die Bücher des Verlags genauso sehr wie ich? 



Freitag, 22. Juni 2018

Autoreninterview - Christiane Lind



Autoreninterview Christiane Lind


Autorin für Historienromane, Fantasygeschichten und Familiensaga



 Copyright: studioline Kassel




Liebe Christiane Lind, möchtest du den Lesern meines Blogs ein bisschen was über dich erzählen?

Christiane Lind: Liebe Nadine, erst einmal herzlichen Dank für die Einladung, etwas über mich – und vor allem über meine Bücher erzählen zu dürfen. Was gibt es über mich zu erzählen? Hmm, fangen wir damit an, wie ich zu Büchern gekommen bin. Durch die Frauen meiner Familie – das erklärt wohl auch die starken Frauen in meinen Geschichten – habe ich Bücher und Geschichten lieben gelernt. Meine Mutter und meine Oma haben gerne gelesen und vorgelesen, so dass ich es gar nicht erwarten konnte, selber lesen zu lernen. 

Ab da habe ich Bücher verschlungen, Geschichten erfunden, aber nie daran gedacht, dass ich selbst Romane schreiben könnte. Erst im Jahr 2000 in Bremen habe ich mit einer Freundin überlegt, einen Krimi zu schreiben, weil wir beide unsere Jobs gehasst haben. Der Krimi ist über 100 Seiten nie hinaus gekommen, aber ich habe mich mit der handwerklichen Seite des Schreibens beschäftigt und angefangen, kurze Geschichten zu Papier zu bringen. 

Es brauchte dann zehn Jahre, bis mein erster Roman veröffentlicht wurde, aber seitdem sind es einige geworden. Wenn ich die Akazie mitzähle, sind es inzwischen fünfzehn Bücher, elf bei Verlagen, vier als Self Publisher. Beim Schreiben begebe ich mich am liebsten auf die Spur von Familien und deren Geheimnisse, sei es im Mittelalter, dem 20. Jahrhundert oder auf anderen Kontinenten. 

Nach beruflichen Zwischenstationen in Göttingen, Gelsenkirchen und Bremen teile ich heute in Kassel eine Wohnung mit unzähligen und ungezählten Büchern, einem Ehemann und vier Katern. Die Samtpfoten erwarten von mir, dass mindestens eine Katze in ihren Geschichten vorkommt, was ich als braves Katzenpersonal immer umsetze.

Eine Autorin – 4 Pseudonyme – verschiedene Genre. Wie kam es dazu?

Christiane Lind: Oh, es sind sogar fünf: 
Christiane Lind für historische Romane, Familiengeheimnisse und Katzengeschichten. Clarissa Linden für Familiengeheimnisse, die im Nationalsozialismus spielen. Chris Lind für Fantasygeschichten und einen Roman mit griechischen Göttern. Laura Antoni für ein Jugendbuch und schließlich …Carolyn Lucas als meine erste Self Publisher-Identität für Fantasygeschichten mit Engeln.

Ich schreibe in unterschiedlichen Genres, weil ich auch unterschiedliche Genres lese und es überhaupt nicht mag, mich festlegen zu lassen. Die Pseudonyme waren teilweise Wünsche der Verlage: neues Genre, neuer Name; teilweise meine Idee: so wollte ich das Self Publishing von den Verlagsbüchern trennen. Die Idee finde ich heute nicht mehr so genial, so dass die Akazie wieder unter Christiane Lind erschienen ist.

Du hast schon sehr viele Berufe ausgeführt. Ist Vielseitigkeit etwas, dass dich inspiriert? Was z.B. hat dich dazu bewogen, Sozialwissenschaften zu studieren und wie sehr hilft dir das beim Schreiben?

Christiane Lind: Leider ist es eher genau anders herum. :-) Ich kann mich nur schwer entscheiden und langweile mich schnell, so dass ich immer wieder etwas Neues versuche. Und es war nicht so einfach, als Sozialwissenschaftlerin eine Stelle zu finden. An Sozialwissenschaften fand ich toll, dass ich unterschiedliche Fächer studieren konnte. Außerdem fand und finde ich Menschen einfach faszinierend. Dank des Studiums kenne ich mich mit Bibliotheken und Archiven aus, was unglaublich hilfreich für Recherchen ist. Außerdem habe ich gelernt, größere Schreibprojekte zu organisieren und zu bewältigen und mich selbst zu organisieren. (Obwohl ich einen Hang dazu habe, zu viel Zeit im Internet zu verbringen oder mich in Recherche zu verlieren.)

Setzen dich die Deadlines deiner Verlage schon mal unter Druck?

Christiane Lind: Toi, toi, toi, bisher nicht. Ich schreibe relativ schnell und plane großzügig, so dass ich bisher (fast) immer pünktlich abgegeben habe. Nur von meinem Lieblingsbuch konnte ich mich nicht trennen und habe zweimal Aufschub erbeten.

Eine wie ich finde fantasievolle Idee ist die, dass deine 5 Katzen in jedem deiner Romane auftauchen. Wie kam es zu dieser Idee?

Christiane Lind: Inzwischen sind es leider nur noch vier Kater, unser Schwarzbrot ist im letzten Jahr gestorben, so dass ich ihn in mein Buch geschrieben habe, das im Januar 2017 erscheint. Hmm, wie bin ich auf die Idee gekommen? Da muss ich nachgrübeln. Mein zweites Buch bei Rowohlt waren weihnachtliche Katzengeschichten, das dritte war „Im Land der Kaffeeblüten“, in dem es eine klasse Oma gab, der ich etwas Besonderes geben wollte – und da kamen die Kater ins Spiel. Und von da an spielten sie sich immer mehr in den Vordergrund, wie Kater so sind.

Wie entstehen deine Geschichten? Wie gehst du vor? Entstehen die Romane nach expliziten Vorstellungen oder lässt du auch mal alles auf dich zukommen?

Christiane Lind: Ich bin eine Mischung aus Planerin und „Bauchschreiberin“, wobei ich diesen Begriff nicht mag, weil ich mir das immer bildlich vorstelle. Damit ich eine Geschichte schreiben kann, brauche ich die Hauptfiguren, den Anfang und das Ende. Sobald das steht, fange ich an, wild draufloszuschreiben: einzelne Szenen, die mir in den Kopf kommen, bunt durcheinander, bis ich etwa ein Viertel des Manuskripts geschrieben habe. Dann setze ich mich ans Plotten, schreibe einen detaillierten Plan, was in welchem Kapitel geschehen soll. Von da an schreibe ich sehr systematisch ein Kapitel nach dem anderen.

Wenn ich Geschichten an Verlage verkaufen will, erstelle ich inzwischen oft einen Plot-Plan, damit die Lektorinnen sehen können, wie sich die Geschichte entwickelt und welche entscheidenden Wendungen es geben soll.

In deinem Roman „Im Schatten der goldenen Akazie“ nimmst du deine Leser mit auf eine Reise durch das australische Outback. Wie liefen deine Recherchearbeiten dazu ab? Warst du in Australien?

Christiane Lind: Ganz ehrlich, ich habe mich nicht nach Australien getraut. Ich habe furchtbare Angst vor Spinnen und finde Schlangen und giftige Kröten auch nicht sehr attraktiv, die sich in Down Under tummeln. Außerdem fehlten mir Zeit und Geld, so dass ich statt zu reisen viel recherchiert habe. Ich habe Reiseberichte gewälzt, Reisevideos und Filme angesehen, mit Menschen gesprochen, die durch Australien gereist sind. Praktischerweise war meine Schwester viermal dort und ich habe eine Studienfreundin, die in Cairns lebt. Ich habe australisches Bier getrunken, australische Süßigkeiten (TimTams) gegessen, Didgeridoo-Musik gehört und gelesen, gelesen und gelesen. Und ich war im Zoo, um mir Kängurus, Wombats und Koalas anzuschauen. Auf Schlangen und Spinnen habe ich verzichtet.

Die Protagonistinnen in deinem Roman, Victoria, Catherine, Franziska und auch Alina sind alles starke junge Frauen, jeder für sich hat sein „Päckchen“ zu tragen. Fällt es dir leicht, solche Charaktere zu erschaffen und wie gehst du das an?

Christiane Lind: Oh, das ist eine schwierig zu beantwortende Frage. Als ich anfing zu schreiben, habe ich mich gefragt, wie man lebensnahe Figuren schreibt und habe Ratgeber gelesen und mich in Autorenforen umgeschaut. Oft hieß es dort, dass die Figuren plötzlich da wären und die Geschichte bestimmten. Damals dachte ich, das ist bestimmt ein Mythos, den man erzählt, damit Menschen wie ich nicht auf die Idee kommen, Bücher schreiben zu wollen. Heute weiß ich, dass da etwas dran ist. 

Obwohl ich Figurenbiografien entwerfe und mir alle Charaktere vorstelle und entwickle, passiert es sehr oft, dass die Figuren sich dann anders verhalten, als sie sollten und als ich geplant hatte. Unbewusst entwerfe ich Figuren oder jedenfalls einzelne Charakterzüge nach Familie und Freunden, wobei ich versuche, niemals Figuren eins zu eins nach Menschen auf meinem Freundeskreis nachzubilden. Ich glaube, das fänden meine Freundinnen nicht wirklich lustig, vor allem, wenn es eine negative Figur wäre. 

Magst du uns auch was über deine anderen Bücher erzählen?

Christiane Lind: Aber gerne – ich versuche, mich kurz zu halten.
Beginnen wir mit den historischen Romanen, weil ich mit einem historischen Roman ins Schreiben eingestiegen bin. „Die Geliebte des Sarazenen“ (den Titel finde ich furchtbar!) ist 2010 erschienen und inzwischen nur noch als eBook erhältlich. Ich mag die Geschichte, die zur Zeit der Kreuzzüge spielt, immer noch sehr, weil sie – neben der Pilgerreise meiner Heldin Leonore nach Jerusalem – die Frage stellt, wie Menschen unterschiedlicher Religionen zusammenleben können.

Aleke heißt die Heldin aus „Die Heilerin und der Feuertod“ und „Die Medica und das Teufelsmoor“, die im Spätmittelalter in Braunschweig und Bremen spielen. In beiden Romanen sucht Aleke, ein uneheliches Kind, ihren Platz in der Welt und stolpert dabei über Verbrechen und den richtigen Mann.

Im Mai 2016 habe ich das Mittelalter verlassen und bin ins London von Elisabeth I. gereist. „Das Shakespeare Geheimnis“ spielt im Schauspieler- und Theatermilieu und begleitet eine junge Frau auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Ehemann. Die Zeit, in der die Geschichte spielt, ist unglaublich faszinierend und die Recherche über das Theater zu Shakespeares Zeiten hat mir unglaublich Spaß gemacht.

„Weiße Rosen auf der Titanic“ ist eine PersonalNovel, also ein Buch, wo man der Heldin den eigenen Namen geben kann und Freunde und Familie ebenfalls unterbringen kann. Es war eine interessante Erfahrung, Figuren so offen zu halten, dass jeder und jede sich darin wiederfinden kann. Und der Untergang der Titanic ist einfach ein spannendes Thema.

Apropos Untergang, nun kommen wir zu den beiden Büchern, die es nicht mehr zu kaufen gibt: Im Land des ewigen Frühlings, ursprünglich mein Jugendbuch, spielt 1902 in Guatemala und 2011 in Bremen. Zwei Schülerinnen recherchieren das Leben ihrer Ururgroßmütter und kommen einem Familiengeheimnis auf die Spur. Die Geschichte habe ich überarbeiten und als Self Publisher herausgebracht.

„Kein Gott wie jeder andere“ spielt in Kassel und ist ein lustiger Fantasy-Frauenroman, der sich fragt: „Was wäre, wenn die griechischen Götter in unserer modernen Welt lebten?“ Ich mag die griechischen Sagen sehr und hatte viel Spaß dabei, Zeus, Hera und alle anderen in unsere Zeit zu holen.
Ebenfalls im Genre Fantasy habe ich meine ersten drei Self Publishing-Bücher angesiedelt. Carolyn Lucas schreibt romantische Engelsgeschichten mit Katzen und Pferd.

Dank der Kater hatte ich genug Anschauungsmaterial für zwei Bücher mit Katzengeschichten: „Weihnachtspunsch & Weihnachtskater“ beschäftigt sich mit dem Sinn des Festes und stellt unterschiedliche Katzen und deren Menschen vor. Für „Endlich Schnurrlaub! Geschichten von Katzen auf Reisen.“ habe ich mich von Zeitungs- und Internetberichten über reisende oder wandernde Katzen anregen lassen. Toll, was die Stubentiger so alles erleben.

Und zum Schluss stelle ich euch mein Lieblingsgenre vor: die Familiengeheimnisse. Das erste Buch war „Das Haus auf der Blumeninsel“, das in Cornwall und auf Madeira spielt, beides Sehnsuchtsorte. Hier war ich auf Recherchereise – es war einfach großartig.

Mein Familiengeheimnis ist „Im Schatten der goldenen Akazie“, das in Australien spielt und dem Schicksal der Wagner-Schwestern Ende des 19. Jahrhunderts folgt. 

Als allerletztes kommt nun mein Lieblingsbuch, das ich einfach nicht aus der Hand geben wollte. „Ich warte auf dich, jeden Tag“, ist unter dem Pseudonym Clarissa Linden erschienen. Lily, deren Lebens- und Liebesgeschichte ich erzähle, ist meine Lieblingsfigur, weil sie so eigensinnig und stark und gleichzeitig verletzlich ist. Und ihre Familie mag ich ebenfalls, vor allem, weil sie sich in der schlimmen Zeit des Nationalsozialismus nicht unterkriegen ließen.

Was wird in naher Zukunft passieren? Gibt es Träume, die noch nicht ausgelebt sind?

Christiane Lind: Aktuell denke ich über ein Buch nach, das ich sehr, sehr, sehr gerne schreiben würde – und fürchte, dass jemand anders schneller mit der Idee ist. Ja, ich hätte gerne einen Bestseller und neben dem Schreiben möchte ich schon seit ewigen Zeiten ein eigenes Pferd. Mal sehen, ob eines davon etwas wird.

Gibt es einen Ort, der dir als absolute Ruhe-Oase dient? Zum Abschalten und wenn du mal dem Alltag entfliehen möchtest?

Christiane Lind: Das Internet. :-D Wenn ich Natur um mich haben möchte und viel Zeit habe, gehe ich in den Bergpark Wilhelmshöhe hier in Kassel. Der ist wirklich wunderschön und prima geeignet, die Gedanken wandern zu lassen.

Hast du zum Abschluss noch eine Botschaft, die du an die Leser meines Blogs richten möchtest?

Christiane Lind: Oh, Botschaften finde ich schwierig, wie wäre es mit einem Gruß? Liebe Leserinnen und Leser, danke, dass ihr meine Geschichten lest (und kauft) und eure Zeit mit meinen Heldinnen und Katzen verbringt. Ich freue mich über Rückmeldungen auf Facebook oder über meine Internetseite.

Liebe Christiane Lind, ich danke dir vielmals für dieses tolle Interview und den Einblick in deine interessante Welt rund um das Schreiben! Ich denke, wir Leser freuen uns vorallen auf weitere spannende Familiengeschichten ;-). 

Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und persönlich alles Gute!






Mittwoch, 20. Juni 2018

Verlobung in Zarbahan - Schauplatzvorstellung - Der Basar -



Verlobung in Zarbahan – Schauplatzvorstellung Der Basar


Bildrechte by Elea Brandt


Sehr verehrte Hochzeitsgäste, 

Mein Name ist Quiro und ich begleite Sie durch den Basar. Heute ist der ideale Tag, um ein paar Münzen zu verdienen denn, der Basar quillt über vor Menschen. Also meine lieben Gäste, bleiben Sie schön zusammen. Auch wenn es sehr heiß heute ist, schützt uns die hölzerne Überdachung der Marktgasse vor der Sonne.

Bildrechte by Elif Siebenpfeiffer

(Illustrationen von elif siebenpfeiffer )

Hören Sie, wie die Händler sich gegenseitig versuchen, mit lautem Schreien ihre Ware als die einzig Beste zu verkaufen? Die kleinen, bunten Markisen spannen sich über die Ladenboxen, dicht an dicht stehen sie. Und vernehmen Sie die verschiedenen Düfte und Gerüche? Ich rieche den Duft von im Fett gebratenen Falafel, frisches Fladenbrot und scharfe Gewürze.


Pixayby.com

Seht euch doch diesen besonderen Gewürzstand an! Diese Mischung aus Kräutern, Schärfe und Süße…Augenreib* Hach! Das brennt in Augen und Nase!!! Finden Sie nicht?! Die Händlerin feilscht gerade mit einer Kundin über den Pfefferpreis, DIE perfekte Gelegenheit! Passt auf: - „schnell streckte Quiro seine Hand nach vorne, schloss sich um einen Beutel aus Zimt und ließ ihn ungesehen im Inneren seines Hemds verschwinden“! –

Pixabay.com
Was denn? Sie schauen alle so geschockt! Schon mein Großvater pflegte immer zu sagen: „Gelegenheit macht Diebe“ und mal ehrlich: ich muss auch überleben! Kommen Sie nicht auf Idee, mir nachzueifern, verehrte Gäste, von heute auf morgen klappt das nicht! Ihr würdet unter Garantie erwischt werden! Wussten Sie, dass man Dieben im Orient gerne mal die Hände abhackt???

Pixabay.com

Unser Rundgang endet hier. Ich hoffe sehr, dass ich die verehrten Gäste des Schah unseren Basar näherbringen konnte. Sie kennen nun den Weg, sehen Sie sich noch etwas um. Probieren Sie die Gewürze, Kräuter und gönnen Sie sich einen äußerst köstlichen Falafel. 

Pixabay.com

Der nächste Reiseführer Anna von "Magische Momente in der kleinen Bücherwelt" wird Euch bald abholen und ins Handwerkerviertel entführen. der Rundgang durch das Viertel wird sicherlich eine interessante Erfahrung. Gerade das Handwerk wird in der heutigen Zeit immer mehr zur Bedeutung, stirbt dieses doch leider so nach und nach aus. Umso schöner wird der Einblick sein und es entsteht dort Wunderbares.

Ich verabschiede mich von Ihnen, werte Gäste und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Aufenthalt. 

Euer Quiro...

Hier geht es zur Veranstaltung: Verlobung in Zarbahan

Die Gastgeberin: Elea Brandt



Mittwoch, 13. Juni 2018

He-Man and the Masters of the Universe



He-Man and the Masters of the Universe


He-Man ist ursprünglich eine Actionfigur aus den 1980er Jahren, die von Mattel vertrieben wurde. Aus dieser Figur heraus entstand auch die Comic-Serie, die einen großen Erfolg verbuchen konnte. Allerdings gibt es unterschiedliche Varianten, von Prinz Adam bis zur Story eines Barbarenstammes, erzähle ich euch heute die Geschichte der 2007 erschienen DVD-Boxen.

Geschichte

Prinz Adam ist der Sohn von König Randor und Marlena auf dem Planeten Eternia. Marlena stammt von der Erde. Als Astronautin landete sie nach einem Schaden an ihrem Raumschiff auf dem ihr unbekannten Planeten, verliebte sich in den König und blieb fortan ihrem neuen Volk treu. Die Freunde von Adam sind unter anderem Teela, die ihn unwissend über seine wahre Identität in der Kampfkunst unterrichtet. Adam gilt jedoch als Faulpelz und ungeschickter Kämpfer, was zu seiner Tarnung gehört. Mit seinem Masterschwert und den Worten „Bei der Macht von Grayskull, ich habe die Kraft“ verwandelt sich Adam in den stärksten Mann des Universums – He-Man! Sein treuer grünlicher Raubkater Grincher verwandelt sich in Battlecat und steht ihm im Kampfe treu zur Seite.

Seine Kraft erhält er durch das Zauberschwert, welches er von der guten Zauberin Sorceress die Hüterin von Castle Grayskull ist erhalten hat. Sie ist zusammen mit dem Waffenschmied und dem Zauberwesen Orko die Einzige, die um seine wahre Bestimmung und Identität weiß. Der größte und schlimmste Gegner ist sein Erzfeind Skeletor! Er ist der Herrscher des Bösen auf Eternia und auf dem Felsen Snake Mountain regiert er über sein dunkles Reich. Unermüdlich versucht er mit seiner Truppe an Bösewichten die Sorceress gefangen und Castle Grayskull einzunehmen. Er strebt die so die Herrschaft über ganz Eternia an.
Doch so einfach machen es ihm He-Man und seine Kämpfer nicht und so stellen sich beide Seiten immer wieder einem Kampf um Gut und Böse.

Das Besondere an der Serie ist, dass sich immer ein Kernthema durch die jeweilige Folge zieht z.B. Verrat unter Freunden oder auch Themen wie Resourcen-Plünderung, Liebe, Freundschaft, Richtig und Falsch. Jede Folge endet mit einer Moral für den Zuschauer was ich gerade für Kinder besonders toll finde!


Wo sind die He-Man Fans?! Habt ihr die Serie auch so toll gefunden? 


Sonntag, 10. Juni 2018

Väterchen Frost 2018



Väterchen Frost - Ein russisch Märchen


Kennt ihr auch russische Märchen?! Passend zu meinen frostigen Bildern, begleitet euch das Märchen zu Väterchen Frost von A. Afanasiew. Ich hoffe, euch gefallen meine Impressionen. Über einen netten Kommentar freue ich mich immer. Viel Spaß beim Durchscrollen. 







Es war einmal vor langer Zeit in einem weit entfernten Land ein Mann mit seiner Frau. Beide waren bereits zuvor verheiratet gewesen, doch ihre früheren Eheleute waren gestorben und so hatten sie wieder geheiratet. Beide hatten aus ihrer früheren Ehe je eine Tochter. Die Tochter der Frau war böse und gemein, während die Tochter des Mannes lieb und sanft war. Die Frau liebte nur ihre eigene Tochter und ließ ihre Stieftochter den ganzen Tag hart arbeiten. Das Mädchen musste das ganze Haus alleine putzen und wurde von der Stiefmutter oft geschlagen. Doch dennoch hasste die Frau die Tochter des Mannes von Tag zu Tag mehr. Eines Tages, mitten in einem harten, kalten Winter, beschloss die Stiefmutter, dass das arme Mädchen in den tiefen Wald gebracht und sich selbst überlassen werden sollte. 










Der Vater des Mädchen wollte das natürlich nicht, doch seine Frau war so boshaft und herrisch, dass er mittlerweile Angst vor ihr hatte, seine Tochter tatsächlich mit in den Wald nahm und sie dort alleine ließ. Einsam und verlassen saß das Mädchen nun unter einem Baum. Doch schon nach kurzer Zeit hörte sie ein Knacken von Zweigen und kurz darauf eine Stimme, die sprach: „Frierst Du, liebes Kind ?“ Das Mädchen erkannte die Stimme als die von Väterchen Frost und antwortete: „Nein, Väterchen Frost. Mir ist nicht kalt.“ Da fragte er sie nochmals und noch mal und kam näher und näher zu dem Kind. Das Mädchen antwortete jedes mal, dass ihr warm sei, doch das arme Kind dauerte dem Väterchen so sehr, dass er es in einen weichen, prächtigen Mantel wickelte, die ganze Nacht wärmte und es am Morgen mit Geschenken überhäufte. 








Dem Vater bedauerte seine böse Tat inzwischen und kam am nächsten Tag in den Wald zurück, um seine Tochter zu retten und freute sich sehr, als er sie nicht nur lebendig, sondern auch warm bekleidet und mit großen Reichtümern beladen fand. Beide kehrten nach Hause zurück. Als sie wieder da waren und die Stiefmutter die Reichtümer des Mädchens sah, wollte sie sofort, dass auch ihre eigene Tochter in den Wald gebracht und dort eine Nacht verbringen solle. Natürlich hoffte sie, dass auch ihre Tochter reich beschenkt zurückkommen würde. 










Also ging der Mann in den Wald und ließ die Tochter der Frau dort zurück. Doch als er sie am nächsten Morgen holen wollte, erschrak er. Nicht beladen mit Reichtum, sondern kalt gefroren war der Leib des bösen Mädchens. Er brachte ihren Leichnam der bösen Frau zurück, nahm seine eigene Tochter bei der Hand und zog von der bösen Stiefmutter für immer fort. 









Quelle: Russisches Volksgut aus der Sammlung von A. Afanasiew (Von diesem Märchen gibt es zwei Versionen!) 





Samstag, 9. Juni 2018

Wer bin ich und wenn ja, wie viele? - Was einen Menschen ausmacht!



Wer bin ich und wenn ja, wie viele? Was einen Menschen ausmacht!




Die Frage nachdem, wer ich bin, was mich ausmacht, ist irgendwie gar nicht so leicht zu beantworten. Gibt es gewisse Voraussetzungen, die zu erfüllen sind? Was erzählen uns z.B. die Medien? Wenn wir genauer hinsehen, wird uns suggeriert, dass es wichtig wäre, schlank zu sein. Habt ihr beim Arzt im Wartezimmer oder beim Friseur schon mal die Klatschblätter aufgeschlagen? Was sind denn da so die Themen? Welcher Promi zugenommen hat. Wer durch welche Wundermittel hat abgenommen? Welche neuen Schönheitstipps gibt es denn? Und im TV? Da labern uns gerade aktuell Promis zu, ihr Fitness-Programm zu nutzen um und ich zitiere: „schön und schlank zu werden!“ 




Bedeutet dies nun, dann schlank gleich schön ist und übergewichtig gleich hässlich? Und überhaupt: Kommt es darauf denn an? Natürlich ist es unumstritten, dass das Erste was an einem Menschen auffällt, die Optik ist. Das Aussehen. Nur, kenne ich einen Menschen dann schon, alleine durch den 1. Blick, den ich auf ihn werfe? Und welche Gedanken schwirren mir dabei durch den Kopf? Bilde ich mir alleine durch das Aussehen schon ein Urteil? Kann man machen, aber sicherlich verpasst man dadurch wertvolle Menschen. 



Wenn er oder sie sehr ungepflegt ist, dann rümpfe auch ich die Nase. Das gebe ich zu! Ein gepflegtes Äußeres deutet für mich auch darauf hin, sich selbst etwas wert zu sein. Aber ob mein Gegenüber schlank, korpulent ist, eine krumme Nase hat oder hinkt? So What! Ich kenne 1. Die Gründe nicht und 2. Macht das alleine einen Menschen aus? Warum ist man aber bei anderen so tolerant und bei sich selbst so kritisch? Und warum interessiert es uns, was andere über uns denken?




Was macht für mich einen interessanten Menschen aus? 

Mein Gegenüber ist für mich dann interessant, wenn er freundlich und aufgeschlossen ist ohne Vorverurteilungen zu signalisieren. Ich mag Menschen, die über den Tellerrand hinaussehen und das Grau zwischen dem Schwarz und Weiß durchleuchten. Empathie ist mir sehr wichtig und das Einfühlen können in Andere. Wenn er oder sie mir ein guter Freund ist, weil ich so angenommen werde, wie ich bin und bedingungslos Unterstützung bekomme, macht dies für mich einen Menschen aus! Gemeinsame Interessen zu haben, in angenehmer Gesellschaft zu sein, durch dick und dünn zu gehen und in schweren Zeiten zusammen zu halten, ist für mich so unheimlich wichtig. Und nicht zuletzt, die kleinen Dinge im Leben zu schätzen wissen…




Was also macht MICH nun als Menschen aus? 


  • Ich empfinde mich als freundlich und aufgeschlossen.
  • Ich neige nicht zu Vorverurteilungen
  • Ich sehe über den Tellerrand hinaus und beachte auch das Grau
  • Ich bin ein empathischer und hilfsbereiter Mensch
  • Ich nehme die Menschen in meinem Umfeld so an, wie sie sind
  • Ich habe vielfältige Interessen, die man gemeinsam nutzen kann
  • Ich bin für meine Leute immer da! In guten wie in schlechten Zeiten
  • Ich schätze viele Dinge im Leben und habe den Blick für besondere Momente




Und auch wenn es nicht immer leicht ist, sich selbst so zu nehmen und zu akzeptieren, wie man ist, fällt mir gerade ein guter Spruch dazu ein: 

„Wer mich nicht mag, der muss halt noch ein bisschen an sich arbeiten!“

Ein wichtiger Aspekt für mich. Ich muss ja selbst daran arbeiten, mich als positiven Menschen wahrzunehmen. Und für alle anderen gilt: 

„Die Einen mögen mich, die Anderen können mich!“





Freitag, 8. Juni 2018

Der Elbenschlächter - Jens Lossau und Jens Schumacher



Der Elbenschlächter - Jens Lossau und Jens Schumacher




In Nophelet leben Wesen verschiedenster Spezies zusammen. Damit dies funktionieren kann, sind viele Grundregeln aufgestellt, an die sich die Bewohner der Stadt zu halten haben. Die Elben, einst ein strahlendes Volk wurden durch viele Kriege stark dezimiert und so findet man sie am Rande der Gesellschaft wieder. Viele Elbenjünglinge bieten sich an um über die Runden zu kommen und sind meist im Pfuhl, dem Ghetto der Stadt zu finden.  In dieser Gemeinschaft der vergessenen und armen Leute geht die Angst um: Mittlerweile gibt es in ihren Reihen fünf tote Elben, alle dem „Elbenschlächter“ zum Opfer gefallen. 

Da die Opfer allesamt unter hohem Blutverlust litten, fällt der Verdacht schnell auf das Volk der Vampyre, die nur unter der Bedingung Tierblut zu trinken in der Stadt leben dürfen. Aber ist wirklich ein Vampyr der Täter? Und warum wurden die Opfer so „trocken gelegt“? Diese und weitere Fragen kann nur noch EIN Ermittler-Duo klären: Meister Hippolit und sein Assistent Jorge der Troll. Die Thaumaturgen (Sowas wie „Wundermagier“) unterstehen dem IAIT – das Institut für angewandte investigative Thaumaturgie. Meister Hippolit besticht durch seinen starken Verstand und seine Raffinesse, wenn auch in einem ungewöhnlichen Körper: Ein Zauber, der der Verjüngung dienen sollte ging gewaltig schief. Fortan lebt er im Körper eines Teenagers. Und Jorge der Troll? Hat immer einen lockeren Trollspruch auf Lager, legt jede Frau flach, die nicht bei 3 auf den Bäumen ist und verträgt eine Menge Bier! Können die beiden Ermittler einen grausamen Mörder dingfest machen? 

Eine Reihe, die mich als Leser vollkommen begeistert hat! Zugegeben, irgendwie fehlten vor allem weibliche Charaktere, aber die Fantasiewelt, in der die beiden Ermittler unterwegs sind hat was von einem fantastischen Mittelaltersetting. Besonders Jorge der Troll hat mich sehr amüsiert. Seine ruppige Art und oftmals sinnlosen Sprüche, gepaart mit seinem Junggesellencharme, passen wunderbar zu seinem Meister Hippolit. Dieser glänzt eher durch Reserviertheit und Scharfsinn und so ergibt sich ein sehr tolles Gespann. Die Atmosphäre ist ehr duster und beleuchtet die „Schattenseiten“ der Stadt, was ich sehr gut gewählt finde. Ein Manko ist meiner Meinung nach, dass es kein Glossar gab, welches bestimmte Begriffe rund um diese Welt erklärt. Dies würde dem Leser sehr helfen, da man manche Begrifflichkeiten beispielsweise was ein „Thaumaturg“ genau ist, vielleicht noch nicht kennt.

Der Schreibstil ist wunderbar und durchaus anspruchsvoll denn man lernt viele unbekannte Gegenstände der Welt um Nophelet kennen. Vielleicht sollte ich noch dazu sagen, dass diese Story eher für Jugendliche ab 16 Jahren geeignet ist, da es doch mal ganz schön "zur Sache geht". Die Autoren haben mit diesem Auftaktband eine sicherlich interessante Reihe geschaffen, die ich auf jedenfall weiterlesen werde!