Sonntag, 6. August 2017

Autoreninterview - Julia Adrian



Autoreninterview - Julia Adrian Fantasyautorin beim Drachenmond Verlag


Der Drachenmond Verlag vereint meiner Meinung nach die besten Fantasyautoren miteinander! Und Julia Adrian gehört für mich dazu. Umso mehr freue ich mich, dass sie sich hier auf meinem Blog in einem tollen Interview vorstellt! Gerade ihre Trilogie "Die Dreizehnte Fee" ist im Genre bekannt und zählt zu den besten düsteren Märchenadaptionen. Lernt sie hier kennen! Welche Bücher der Autorin könnt ihr noch empfehlen? Raus damit! 

Möchtest du dich den Lesern meines Blogs kurz vorstellen?

Julia Adrian: Gerne. Ich bin eine von vielen Julias im Drachenmond Verlag, Mama dreier Kinder und heimisch an der Nordsee. Wer mich kennt weiß, dass ich zum Chaos und Tagträumen neige, sowie unfassbar vergesslich bin. Wie ich es trotzdem fertiggebracht habe, die Feen-Trilogie zu beenden, ist mir ein Rätsel. 

Wie bist du zum Schreiben gekommen und was fasziniert dich besonders an deinem Genre?

Julia Adrian: Ganz klischeehaft schreibe ich schon seit frühster Kindheit. Meine Lehrer erfreute (oder quälte – je nach Ansicht) ich mit ellenlangen Aufsätzen, ehe erste, wenn auch gnadenlos schlechte Gedichten entstanden und später Romane folgten. Wieso ich bei einem Märchen gelandet bin? Ich behaupte mal, das war Schicksal – oder Zufall. Mein Sohn liebte sie zu dieser Zeit und ich las ihm viel vor. So führte eines zum anderen. Was mir besonders an dem Genre gefällt, sind die nahezu unbegrenzten Möglichkeiten. Ich kann heute über einen vergesslichen Gott schreiben, morgen in die Rolle einer bösen Hexe schlüpfe und tags darauf die Welt mit Feenstaub retten.

Fällt es dir leicht, deine Geschichten zu Papier zu bringen? Wo holst du dir Inspirationen?

Julia Adrian: Manchmal fließt es. Dann strömen die Wörter nur so aus mir heraus. An anderen Tagen kämpfe ich um jedes einzelne. Herrscht Unruhe oder Stress in meinem Alltag, fällt es mir schwerer loszulassen. Inspiration findet sich überall, und wenn ich überall sage, dann meine ich überall. Gespräche, alltägliche Situationen, Lieder, Stimmungen, Geräusche, Gerüche, Werbung … alles!

Gab es jemals sowas wie Schreibblockaden?

Julia Adrian: Ohja und davon leider viel zu viele. Meist hängen sie, wie oben schon gesagt, mit Stress im Alltag zusammen. Das muss nicht einmal negativer Stress sein. Es reicht schon, dass ein Tag mit den Kids einfach besonders intensiv war und erst nach 20:00 Uhr Ruhe einkehrt. Dann sitze ich da und starre das Dokument an und möchte am liebsten schlafen. Was ich in den seltensten Fällen tue, schließlich warten die Leser auf Nachschub. 

Die Dreizehnte Fee ist ja eine sehr tolle und düstere Story. Bist du selbst eher der Typ Leser, der es etwas düsterer mag? Oder brauchst du auch typische „Happy Ends“?

Julia Adrian: Ich gestehe: Ich LIEBE Happy Ends! Geschichten, die schlecht ausgehen, ziehen mich schrecklich runter. Aus positiven Enden ziehe ich viel mehr Energie. Warum ich beim Schreiben zum Gegenteil neige, weiß ich selbst nicht so genau. Wobei ich ehrlich versuche, jedem noch so dunklem Moment etwas Licht zu verleihen. 

Hast du ein „Buchbaby“ und wenn ja, warum ausgerechnet dieses? 

Julia Adrian: Nein. Während ich an meinen Geschichten schreibe, sind sie mir sehr nahe. Es vergeht kaum ein Moment, in dem ich nicht irgendwie an sie denke und/oder sie weiterspinne. Dennoch ist mir bisher keine wichtiger als die anderen. Es sind trotz allem nur Geschichten, die ich erzählen möchte. Wenn das getan ist, widme ich mich der nächsten.

Welche Geschichten hast du noch veröffentlicht? 

Julia Adrian: Bisher nur die Feen-Trilogie und dazu passend zwei Kurzgeschichten. Nächstes Frühjahr wird es neues von mir geben, erstmals ganz (oder zumindest fast) unabhängig von Pandora und den Feen.

Wie hat denn dein Umfeld darauf reagiert, als du dein erstes Buch veröffentlich hast?

Julia Adrian: Sehr positiv. Meine Familie und Freunde unterstützten mich sehr, sahen die ganze Aktion aber eher als „teures Hobby“. Auch aus dem weiteren Umfeld gab es nahezu ausschließlich positives Feedback, wenngleich bis heute die „Schriftstellerei“ als Hobby verkannt wird. 

Gibt es einen Ort, der dir als absolute Ruheoase dient? Ein Ort, an dem du dich so wohl fühlst, dass du auch mal den Alltag an dir vorbeiziehen lassen kannst?

Julia Adrian: Mit drei Kindern ist es verdammt schwer, überhaupt mal zur Ruhe zu kommen. Deshalb ist dieser Ort kein Ort, sondern eine Zeit. Die Abende sind MEIN! Sie gehören mir. Wenn ich nicht arbeite, lese ich, bade oder schaue mir mit meinem GG einen schönen Film an. 

Kannst du dir vorstellen, dich auch noch an einem anderen Genre zu versuchen?

Julia Adrian: Absolut. Es entstehen zurzeit sogar die ersten Ansätze zweier Dystopien. Mich ihnen mit Haut und Haar zu widmen, darauf freue ich mich besonders.

Gibt es Klischees in Büchern, bei denen du mit den Augen rollst? 

Julia Adrian: Hahaha. Klar! Es macht mich z.B. verrückt, wenn die Protagonistin sich für hässlich hält, in Wahrheit aber die Schönheitsqueen schlechthin ist. Wenn sie schon schön sein soll, was für mich vollkommen in Ordnung ist, dann soll sie sich dessen BITTE bewusst sein. Ich verachte geheuchelte Bescheidenheit in Büchern. Das macht mich ehrlich, ehrlich verrückt.

Was sind deine Ziele für die Zukunft? Als kreativer Kopf gibt es da doch bestimmt eine Menge?!

Julia Adrian: Mein primäres Ziel ist momentan, reelle Schreibzeiten einzurichten. Noch ist mein Kleiner rund um die Uhr bei mir, da ist das kaum möglich. Ab 2018 soll sich das ändern und dann will ich mich voll und ganz dem Schreiben widmen, zumindest Halbtags. Was daraus wird – nun, das lasse ich auf mich zukommen.

Und zum Schluss: Möchtet du deinen Lesern etwas mit auf den Weg geben?

Julia Adrian: Weil es so oft Thema ist: Solltet ihr mich jemals auf einer Messe sehen, dann sprecht mich an, bitte! Unbedingt! Über jedes Gespräch und jedes Foto freue ich mich unwahrscheinlich und kann gar nicht genug davon bekommen, mit euch über Bücher zu sprechen. Nur Mut.

Ich danke Julia für dieses sympathische und informative Interview :-) 



Kommentare:

  1. Ein schöner Einblick in das Leben der Autorin und ich bin schon auf ihre nächsten Bücher gespannt

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    1. Danke Lilly. Hast du denn schon Bücher von ihr gelesen, die du empfehlen kannst?! Lg Nadine von Nannis Welt

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  2. Ein sehr schönes Interview! Ich kann vieles nachvollziehen, weil es mir ähnlich geht. Mit Kindern ist es schwer, Ruhe zu finden, um in die eigenen Schreibwelten abzutauchen. Ich wünsche Julia ruhige Zeiten, damit ihr neues Buch bald zum Drachenmondverlag fliegt!

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    1. Danke für den lieben Kommentar! :-) A.E.Eiserlo ich kann mir auch vorstellen, dass das Autorenleben nicht so einfach ist. Vor allen, wenn man es nicht Vollzeit macht, sondern neben dem eigentlichen Job und Familie! lg Nadine von Nannis Welt

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  3. Liebe Julia und Nadine

    Das Interview gefällt mir. Von der Feen-Trilogie habe ich viel Positives gehört.

    Liebe Julia, ist es nicht oft so,dass junge Mädels sich hässlich fühlen, obwohl sie hübsch sind? Ist in einem bestimmten Alter nicht jeder Pickel eine Tragödie?
    Anscheinend ist deine Trilogie gelungen, obwohl du oft viel Stress hast. Ich wünsche dir noch mehr Erfolg, wenn deine Stressfaktoren weniger geworden sind.

    Danke für das Interview. Falls du auch auf der Leipziger Buchmesse bist, ich werde dich ansprechen.
    Bist du auch auf einer Buchmesse, Nadine?

    Liebe Grüße,Gisela

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