Freitag, 29. Dezember 2017

Im Tonstudio bei Audible! #WirliebenHörbücher




#WirliebenHörbücher zu Gast bei Audible Teil 2 – Im Tonstudio




Im Oktober ging es nach Berlin zu Audible, der einer der führenden Anbieter und Produzent von Hörbüchern und Hörspielen in Deutschland ist. 2004 wurde die Audible GmbH, die ihren Sitz in Berlin hat, gegründet und ist eine Tochter des US. Amerikanischen Unternehmens Audible.com und dies zu 100%! Seit 2008 gehört das Unternehmen zu Amazon. Mehr als 250.000 Titel sind im Programm.  



Nachdem wir das Unternehmen kennengelernt haben und die vielen tollen Teams besuchten, ging es für uns weiter ins Tonstudio. Dort trafen wir eine wie ich finde beeindruckende und charismatische Sprecherin: Gabriele Blum. Diese kommt aus einer Theaterfamilie und ist auch schon immer auf den Bühnen des Theaters zu Hause gewesen. Mittlerweile hat sie 45 Jahre Bühnenerfahrung und viele verschiedene Projekte gemacht. Da sie sehr Shakespeare begeistert ist, hat sie zusammen mit anderen Künstlern 1983 bereits, die Bremer Shakespeare Company gegründet. Für die Schauspielerin eine sehr aufregende Zeit. 

Im Gespräch im Gabriele Blum
Aber auch als Sprecherin für diverse Hörbücher und Hörspiele, ist sie zu begeistern. Man merkt ihr an, mit welcher Leidenschaft sie diese Arbeit macht. Gabriele hat ein wahnsinniges Talent, ihr Publikum für sich einzunehmen, was auch uns Bloggern nicht verborgen blieb. Ihr zuzuhören war ein echter Genuss. Sie besitzt eine warme und dynamische Stimme mit viel Power! Das Hörbuch trägt den Titel "Der Freund der Toten" und war super interessant. 

Gabriele Blum



Ebenfalls interessant war zu erfahren, wie sie sich auf ihre Arbeit vorbereitet. Auf ihrem Tablet markiert sie sich markante Stellen im Text, um die jeweilige Gefühlslage der Protagonisten lebendig werden zu lassen. „Gerade bei Reihen, die man als Sprecher schon kennt, tauchen immer wieder bekannte Charaktere auf! Da ist es natürlich leichter, denn man kennt die Eigenheiten und Eigenschaften der Protagonisten mittlerweile gut.“ 



Auf die Frage, ob sie sich denn sofort nach Beenden eines Hörbuchs gleich in eine neue Arbeit stürzen kann, antwortet sie ebenfalls entschieden: „Ja das klappt wunderbar! Irgendwo ist ja dann eine Arbeit abgeschlossen und eine Neue beginnt. Es gibt Geschichten, die einen selbst begeistern und die Freude groß ist, das Buch einzusprechen. Ja doch, diese Arbeit macht mir schon großen Spaß“! Ob sie schon einmal ein Hörbuch-Projekt abgelehnt hätte? Nein, sagt die selbstbewusste Sprecherin. 

Tontechniker Brian Krüger

Der Tontechniker arbeitet eng mit Gabriele Blum zusammen

Es war ein tolles Erlebnis, sie zu treffen und mit ihr über ihre Arbeit zu sprechen. Auch der Tontechniker Brian Krüger, mit dem die Sprecher eng zusammenarbeiten, war offen für Fragen und den beiden bei der Arbeit zu zusehen war schon beeindruckend. Sie sind merklich aufeinander abgestimmt und es gibt beim Einsprechen kaum Versprecher oder Patzer. Und passierte es dennoch, wurde es mit Humor genommen. 

Elmar Boerger und Thilo Masuth bei der Arbeit

Weiter ging es dann in weitere Räume, in denen gerade ein Hörspiel eingesprochen und produziert wurde. Und auch da wird deutlich: es ist eine Menge Arbeit, die benötigt wird um ein Hörspiel zu erschaffen. Wir alle waren nochmals sehr beeindruckt vom Ablauf und den technischen Arbeiten an einem Hörspiel. Elmar Boerger und Thilo Masuth haben dabei alles im Griff! 



Erstaunlich war auch zu sehen, dass beispielsweise bei einer eingesprochenen Szene auf jedes noch so kleine Detail geachtet wird: „Bei dem letzten Satz, hast du das Wort „mehr“ zu sehr betont. Sprich das doch bitte nochmal weniger betonend“. Die Szene wird wiederholt und nach Absprache nochmals aufmerksam angehört. Dabei fällt auf, wie viele einzelne Tonspuren in einer einzigen Szene zu finden sind. 




„Es geht schon sehr ins Detail“ wissen die Beiden zu berichten: „Ein knisterndes Feuer im Hintergrund, knarzende Dielen, eine Tür die sich öffnet, Schritte die näherkommen, dies alles macht das Zusammenspiel perfekt und authentisch. Soll z.B. ein Vogel im Hintergrund zwitschern, und das am Tag, so kann man ja kein Nachtigallen-Gesang einbauen. Das muss dann schon alles seine Ordnung haben“! Es gibt unzählige Audiodateien mit unterschiedlichsten Geräuschen für die gleiche Situation. Und für die Techniker ist es wichtig zu koordinieren, wann welches Geräusch am effektivsten eingesetzt wird. 



Einer der Sprecher

Ist das nicht alles total beeindruckend? Jetzt habt ihr hoffentlich mal einen kleinen Einblick in die Entstehung von Hörbüchern und Hörspielen bekommen. Könnt ihr euch dafür begeistern? Mögt ihr mehr Hörspiele oder Hörbücher?