Samstag, 2. Dezember 2017

Kai Meyer - "Die Spur der Bücher" Vorlesung



Kai Meyer - "Die Spur der Bücher" Vorlesung




Er ist wohl DER Autor für Phantastik und so war ich sehr erfreut, als Kai Meyer zu einer Lesung nach Bamberg kam. Zusammen mit Ciri van Riva von Nostalgic Books habe ich diesen besonderen Abend sehr genossen. Sein neuer Roman „Die Spur der Bücher“ bewegt sich in der gleichen Welt wie seine tolle Trilogie „Die Seiten der Welt“ und beinhaltet das Thema der Bibliomanten, die Magie ausüben können und mysteriöse Kräfte, die von Büchern ausgeht nutzen.


„Mercy“ ist die Hauptprotagonistin, die sich im London des 19. Jahrhunderts bewegt. Dieses London ist umgeben von Magie und die neugierige junge Frau erlebt dort allerhand „Magisches“. So muss sie sich mit lebendig gewordenen Scheren rumplagen, die ihr nach dem Leben trachten und ist im Besitz einer Lupe, deren waren Nutzen sie erst nach und nach herausfindet. Dann wären da noch Lampen und andere Gegenstände, die mit ihr sprechen und schon befindet sich der Leser mitten drin im Hokus Pokus.


Schon seit den 90er Jahren ist Kai Meyer als Autor sehr gefragt und es war interessant so einige Dinge über ihn zu erfahren. So z.B., dass er mit Begeisterung und Leidenschaft Filmrequisiten sammelt und somit einige Schätze vor allem im Science Fiction-Bereich sein Eigen nennen kann. Seine Werke, die man heutzutage unter dem Genre „Fantasy“ einordnet, wurden in den 90er Jahren eher der „Historie“ zugeschrieben. Dies erklärt der Autor darin, dass es damals sowas wie „Herr der Ringe“ und andere bekannte Geschichten schwer hatten und in Deutschland das „Fantasy-Genre“ erst später Einzug hielt.

Asli Heinzel und Kai Meyer im Gespräch

Den Passagen zu folgen, die er sich für die Lesung ausgesucht hatte, war witzig, charmant und macht sehr neugierig auf das neue Buch. Der Schreibstil ist flüssig und immer wieder entstehen humorvolle Dialoge zwischen den Protagonisten. Für Fragen aller Art war Kai Meyer sehr offen und meine Frage, ob er denn „unfertige“ Werke zuhause im Schreibtisch liegen hat, wurde sehr ausführlich beantwortet. Sowas wie unfertige Manuskripte gibt es bei ihm nicht und überhaupt fällt es ihm sehr leicht, seine Geschichten aufs Papier zu bringen. Er braucht nur wenige Monate, um ein neues Buch fertig zu stellen. Der Autor macht glaubhaft deutlich, welch blühende Fantasie er besitzt, was seine Geschichten sicherlich nochmal interessanter machen!


Es war ein magischer und charmanter Abend mit dem Phantastik-Autor.