Sonntag, 2. September 2018

Manchmal, braucht es eine Auszeit! Warum ich gut mit mir selbst sein kann.




Manchmal, braucht es eine Auszeit! Warum ich gut mit mir selbst sein kann.


Könnt ihr das denn? Mit euch selbst alleine sein? Oder gehört ihr zu den Menschen, denen die Decke auf den Kopf fällt, sobald sie alleine sind, oder nix zu tun ist?! Ganz ehrlich?  - Eure Probleme möchte ich haben! – Sorry, aber ich verstehe sowas eher weniger. Ich erkläre euch auch gerne, warum ich es liebe, Zeit für mich zu haben und warum ich ganz gut auch mal mit mir selbst auskomme.

Wer mich kennt weiß, dass ich gerne und oft neue Leute kennenlerne. Warum auch nicht? Mehr wie mich nicht leiden können sie auch nicht und wer mich nicht mag, der muss eben noch ein bisschen an sich arbeiten. Insofern – alles kein Problem. Ich liebe anregende Konversationen, sich über gemeinsame Interessen auszutauschen und tolle Gespräche zu führen. Ich genieße es, auf Achse zu sein und bin ein kommunikativer Mensch. 



Was ich aber auch bin ist – ein sehr sensibler Mensch. Für viele ist diese Wortwahl mit einem Stempel behaftet: „oh, sie ist sensibel, also ein Weichei!“ Mitnichten! Es gibt nun mal Menschen, so wie ich, die „hochsensibel“ sind. Das ist weder eine Krankheit, noch ist es besonders außergewöhnlich. Es gibt einfach Menschen, die reagieren sensibler auf ihre Umgebung als andere. Man kommt früher in die Reizüberflutung, was Geräusche angeht, nimmt Gerüche viel intensiver wahr und nimmt sich vllt. auch das eine oder andere mehr zu Herzen, als gut für einen ist. Die Sinne solcher Menschen sind geschärfter als die der Allgemeinheit. Dies kann Fluch und Segen zugleich sein.  Es führt dazu, dass ich sehr gerne mit mir alleine sein kann. 



Und darum geht es auch schon Mal: Sich ausklinken. Nämlich von unangenehmen Gesprächen, immer wieder die gleichen Jammereien zu hören, wie sehr Deutschland den Bach runtergeht, überhaupt ist das Leben ja sooooooo scheiße, blablabla. Mir scheint auch nicht immer die Sonne aus dem Arsch, aber ich bemühe mich, jedem Tag eine neue Chance zu geben. Und dies klappt im Allgemeinen ganz gut. Anstrengend wird es dann, wenn ich von meinen Mitmenschen zunehmend genervt bin. Dies kommt durchaus vor. Sicherlich nerve ich auch hin und wieder, also ist es doch ok, wenn man sich mal zurückzieht. Ich habe nicht immer was entgegen zu setzen und manches Mal muss ich einfach abschalten. Da man die Menschen kaum zum Schweigen bringt, wenn sie sich erstmal in Fahrt geredet haben, muss ich mir diese Auszeit eben bewusst nehmen, wenn ich leidige Themen zum 1000. Mal höre…



Ehrlich Leute, ich genieße es wirklich sehr, mich aus diesen Alltag raus zu ziehen, den ich ja durchaus schätze, aber manchmal ist es einfach nur schön, nichts zu hören, nichts zu sehen und nichts zu wissen. Einfach für sich selbst sein. Nicht 10 Mal am Tag die Frage beantworten. „Na alles klar? Gibt’s was Neues?“ Eben nicht mit 3-4 Leuten quatschen sondern einfach die Ruhe zu Hause genießen. Selbst, wenn ich so gar nichts tue, außer in die Stille zu hören, inspiriert es mich und ich tanke neue Energie! 



Ich kann mich auf einen Abend alleine vor dem Fernseher freuen. Genauso angenehm finde ich es, mal früh morgens alleine in meinem Lieblingscafe zu frühstücken. Mit der richtigen Gesellschaft ist es natürlich auch super, aber so alleine mit mir selbst? Auch perfekt! Ich genieße die Stimmung, die Geräusche, vllt. sitze ich mit einem Buch da und lese noch gemütlich, während ich meinen Kaffee austrinke. 


Mich interessiert ein Film, den keinen anderen interessiert? Dann kann ich auch alleine ins Kino gehen. Ich kann alleine in einem Restaurant sitzen und zu Mittag essen oder schön in der Stadt bummeln, hier und da gucken und es kommt absolut keine Langeweile auf! Außerdem bin ich deswegen doch nicht komisch oder ein „Eigenbrödler“. Und wenn doch? What the fuck?! Ist doch egal! 

„Ich lebe in meiner eigenen Welt! Das ist ok, man kennt mich dort.“

Wie geht es euch damit? 



2 Kommentare:

  1. Hallo Nadine,
    ja so geht es mir auch. Ich liebe eigentlich die Stille und die Ruhe und auch ich bin sensibel. Ich habe da mal einen Bericht in einer Zeitschrift gelesen. und da fand ich mich wieder: warte, ich suche den mal raus (wegen der Überschrift......budel, kram.....oh, der Jahresbericht von Target 2017.....ah, da ist ja der gesuchte Bericht!)
    Das Geheimnis der Introvertierten aus der Zeitschrift....keine Ahnung :-D. Aber ich bring ihn mal mit und finde, der passt ganz gut auf uns :-)
    Beste Grüße
    Anja

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  2. Hallo Nanni,
    Ich finde mich in deinem Artikel total wieder - ich bin nämlich auch von der hochsensiblen Sorte (wie wahrscheinlich jeder fünfte Mensch auf Erden). So gern ich unter Leuten bin, brauche ich auch ab und zu meine Ruhe, um der Reizüberflutung Einhalt zu gebieten - und komme dabei schon seit Kindertagen prima mit mir selber aus :).

    Da mein Mann in seiner Kindheit in Sachen Leben in Partnerschaft das Prinzip "Aktivitäten zu zweit oder gar nicht" vorgelebt bekommen und erlernt hat, geht das nicht immer ganz konfliktfrei - aber da er Vollzeit auswärts arbeitet, löst sich das Problem unter der Woche von selbst.

    Dafür reden wir beide (mangels eigenem Stubentiger) mit allen Nachbarskatzen ;).
    Liebe Grüsse,
    Kathi "Keinstein"

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