Samstag, 16. September 2017

Wonder Woman - Anthologie



Wonder Woman – Anthologie

Copywrite bei Panini Comics

Die vielen Gesichter der Amazonenprinzessin


Lynda Carter verkörperte in den 70er Jahren eine der berühmtesten und präsentesten Superheldin der damaligen Zeit: Wonder Woman. In ihrem tollen Vorwort klärt sie darüber auf, wie sie die Neuentwicklung in Bezug auf die Frau als Schauspielerin wahrgenommen und empfunden hat. Damals war die Rolle der Frau noch eher beiläufig. Mit Wonder Woman aber, begann eine neue Ära und es wurde klar, dass Frauen mehr können als nur am Herd zu stehen. 

Diese Entwicklung kam jedoch nicht erst 1974 auf! William Moulton Marston hatte 1941 die Idee einer derartigen Superheldin. Der damals sehr bekannte Psychologe war auch an der Entwicklung des Lügendetektortests beteiligt, welches das Lasso von Wonder Woman wiederspiegelt. Er las selbst Comics mit Leidenschaft, allerdings waren diese kurz nach dem 1. Weltkrieg verrufen, da sie angeblich die Bildung und Entwicklung der Leser minimierten bzw. negativ beeinflussten. 



Seine Vorliebe für Mythologie floss sehr geschickt in die Storyline um seine Amazone mit ein. Direkt von den Göttern des Olymp erhielt Wonder Woman ihre Kräfte und auch den Zeichner seiner Heldin wählte er persönlich aus: Harry G. Peter! Zusammen mit ihm schaffte er eine Comicserie, die von 1943 bis 1944 die Leser unterhalten hat.

Die Einflüsse und Eindrücke des 1. und 2. Weltkrieges wurden in die Storyline mit eingewoben beispielsweise durch den Konflikt zwischen den Göttern Aphrodite und Mars. Dadurch war die erste Geheimidentität von Wonder Woman auch „Diana Prince“ eine Krankenschwester, später dann arbeitete sie als Sekretärin beim Militär und wurde dann Soldatin. Sie hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und zeichnet sich durch viel Empathie für ihre Mitmenschen und die Geschehnisse um sie herum aus. Diana möchte für das Gute in der Welt kämpfen und zweifelt niemals daran, dass sich alles zum Guten wenden lässt und möchte die Gewalt und den Kampf erst als letztes Mittel zum Zweck ausführen. Diese Eigenschaften wurden später auch von vielen anderen Charakteren übernommen, wie z.B. von der asiatischen Superheldin „Sailor Moon“, die für Liebe und Gerechtigkeit kämpft! 

Copywrite by Panini Comics

Ab den 50er Jahren änderte sich der Stil dieser Superheldin immer wieder.  Die Botschaft jedoch blieb gleich: Frauen können intelligent, stark und durchsetzungsfähig sein! Die einzelnen Episoden dieser Anthologie zeigen die Entwicklung der Superheldin und man erfährt als Leser vor jeder Episode, wie diese entstand und welche Einflüsse die Zeit, in der diese Comics veröffentlicht wurden hatte. 

Durch diese Veränderungen werden einem auch die Veränderungen in der realen Welt deutlich, was sich von Episode zu Episode in Story, Zeichnung und Layout wiederspiegelt. Eine tolle Anthologie, die chronologisch durch die Zeit der für mich beliebtesten Superheldin führt! 

Sammelt ihr auch Anthologien?! Gefällt euch Wonder Woman auch so wie mir?! Welche Superhelden sind eure Lieblinge? Und kennt ihr die Serie aus den 70ern? Die habe ich so gerne geschaut! 

Quelle: Panini Comics


Kommentare:

  1. Liebe Nadine,
    der Funky Pop dürfte auch bei uns einziehen.
    Grüße Marie

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    1. :-) Es ist mein Lieblings-Funko Pop Marie! Überhaupt mag ich die Amazone richtig gerne! Und die Schauspielerin ist auch total gut gewählt. lg Nadine von Nannis Welt

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  2. Die Anthologie liegt zur Zeit auch meinem Bucherstapel.
    Persönlich mochte ich stilistisch die 50er-60er Ausgaben am meisten, weil das im Superhelden Bereich der Comic-Stil ist mit dem ich Aufgewachsen bin. Inhaltlich gefiel mir soweit aber die Wende im Comic, Diana als Heldin ohne Superkräfte nach Emma Peel Vorbild soweit am besten.

    Die Serie kenne ich leider abgesehen von ein paar Bilder aus dem Internet gar nicht.

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    1. Hallo Old Folkie!

      Ich bin auch sehr eigen bei den Zeichnungen :-). Und der Stil der 50er und 60er liegt mir auch sehr! Den finde ich auch supertoll. Die Serie hab ich als Kind geschaut, lediglich die Verwandlung fand ich doof. Sie hat sich gedreht und dadurch verwandelt, was ich schon als Kind nicht so toll fand. Aber die jetzigen Filme muss ich sagen, finde ich auch toll, obwohl sie sehr actiongeladen sind

      lg Nadine von Nannis Welt

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