Samstag, 19. November 2016

Das Gartenäffchen und die Bücher



Das Gartenäffchen und die Bücher
für Nadine von Petra

Nadine bat mich, einen Gastbeitrag auf ihrem Blog zu hinterlassen, dieser Bitte komme ich gerne nach. Nadine liest viel und gut und schreibt einfach klasse darüber – also werde ich genau hierauf auch Bezug nehmen :-)

Und ja, ich kann auch lesen und meine von den pubertierenden Sprösslingen unlängst festgestellte Demenz ist definitiv nicht real...glaub ich....





Seit ich denken kann spielen Bücher eine große Rolle in meinem Leben. Schon als Grundschülerin hatte ich eine kleine Mini-Bibliothek und habe Bücher aller Art regelrecht verschlungen. Am liebsten die „drei ???“ oh ja, herrlich! Und auch Bücher über Pferde, ich habe immer gerne geritten und war sehr Pferde-begeistert.

Bei uns im Dorf hatte der Nachbar ein großes weißes Pferd namens Karina. Auf dem durfte ich immer reiten, so durch Feld und Flur. Karina war allerdings, nun sagen wir – leicht schizophren. Wasser zum Beispiel ging gar nicht. Wenn auf einem Feldweg eine Pfütze glitzerte konnte man gleich umdrehen und ab in den Stall, sie war ein Schön-Wetter-Pferd. Vielleicht hatte sie Angst um ihre Frisur?

An einem sonnigen Tag nun ritt ich über eines dieser langen abgeernteten Stoppelfelder und es bot sich an, in vollem Galopp dahin zu rasen. Was ich nicht bedacht hatte: genau in der Mitte dieses Feldes schlängelte sich ein etwa 20 cm breiter kleiner Bach quer rüber. Wir galoppierten also drauf los – da kam der Bach und dieses Pferd blieb aus vollem Lauf stehen – dass die so was können erstaunt mich immer noch, Autos haben ja auch einen Bremsweg, Pferde offensichtlich nicht.

Aufgrund der Trägheit der Masse flog ich über den Hals des Pferdes genau hinein in den Bach. Pitschenass kam ich hoch und stellte fest, dass Madame bereits mit wehenden Fahnen den Heimweg angetreten hatte, nix wie ab in den Stall, da war ja Glitzerwasser..... Zu Fuß, nass und stinke sauer bin ich dann hinterher gelatscht (waren ja nur 3 Kilometer) und konnte mir dann vom Bauern noch anhören, wo ich denn bliebe, das Pferd wäre ja schon seit 'ner halben Stunde da..... witzig....

Aber ich schweife mal wieder ab, wo waren wir noch? Ach ja, die Bücher.

Im Gymnasium war meine Begeisterung bei 100 Prozent, hatte diese Schule doch eine riesige eigene Bibliothek über 2 Etagen mit tausenden von Büchern. Und zu meiner allergrößten Freude durfte ich hier als „Hilfsbibliothekarin“ in den Pausen und in den Freistunden arbeiten. Eine meiner Tätigkeiten bestand darin, die neuen Bücher mit einem Schutz zu versehen. Dafür nahm man so eine durchsichtige Klebefolie und band die Bücher darin ein. Das musste sehr sorgfältig geschehen, diese Folie klebte wie Sau und hinterließ gerne solche Luftbläschen. Ich glaube, an dieser Stelle überlasse ich dem geneigten Leser die Vorstellung, wie ich meine ersten Bücher versuchte einzubinden und was für einen Ärger ich bekam...und wo ich diese Scheißfolie überall kleben hatte....

Das Lesen von Büchern gehört selbstverständlich immer zu einer guten Vorbereitung auf einen Artikel und zuhause habe ich auch eine eigene Bibliothek, na klar, in Miniformat. Und nein, ich verwende keine Klebefolie mehr, ich bin ja lernfähig :-)


Liebe Grüße, Euer Gartenäffchen

Ist sie nicht erfrischend?! Ich mag ihre Anekdoten! Schaut doch mal auf ihrem Blog vorbei! Sie freut sich sicher auf euren Besuch. 

Kommentare:

  1. Danke, dass ich bei dir zu Gast sein durfte :-) du bist eine wirklich wundervolle Gastgeberin :-)

    LG
    Petra

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    1. Freut mich sehr, wenn es dir auf meinem Blog gefällt! Auch bei dir hat es mir sehr gut gefallen und meine Rezension ist wundervoll platziert bei dir! :-D

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  2. Petra, in deinem Beitrag erkenne ich mich wieder?
    Aber so was von!!!
    Ohne Bücher leben zu müssen, wäre für mich unvorstellbar. Bücher gehören zum Glück auch für meine Kinder einfach DAZU!
    Ich bin dankbar, dankbar, dass mir meine Eltern den Zugang zum Lesen ermöglicht haben. Dass sie mir schon als Kleinkind vorgelesen haben. Einfach, dass ich in die Magie von tollen Geschichten eintauchen konnte.
    Dieses habe ich auch meinen Kindern mitgegeben.

    Ach Bücher sind einfach etwas magisches!

    ♥liche Grüße
    Ellen

    ..... einem durch und durch bekennendem Bücherwurm

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    1. Mir geht es genauso Ellen! :D Bücher sind einfach so wundervoll! Man kann dem Alltag entfliehen und der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Genau diese Eigenschaften liebe ich an unserem Hobby so sehr!

      lg Nadine von Nannis Welt

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    2. Ja Nadine,
      neben Entspannen bei tollen Geschichten bieten uns Bücher noch so viel mehr. Ich mag es auch mich mit anderen über gelesenes zu unterhalten. Natürlich auch das "Geschichten weiterspinnen" und vor allem das "Kopfkino".

      ♥liche Grüße
      Ellen

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  3. Huhu!

    Was für ein toller und lustiger Beitrag. Phoenix, das Pferd meiner Mutter ist wohl eine Seelenverwandte. "Eine Pfütze? Handtellergroß? Nöö - da geh` ich nicht durch!!"
    Ich arbeite selbst in der Dorfbücherei. Als ich dort vor 13 Jahren angefangen habe, sahen die von mir eingebunden Bücher auch zum Fürchten aus. Wie kurz vor einer Explosion.

    Ich wünsch' euch noch ein schönes Wochenende!

    LG, Sara (Seitenglanz) <3

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    1. Liebe Sara,

      ich wünsche dir auch einen schönen Sonntag! Viel Zeit zum Lesen und entspannen oder vielleicht einen kleinen Ausflug mit Phönix machen. :-) Sonnige Grüße

      Nadine von Nannis Welt

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