Dienstag, 24. Januar 2017

Thrombozyten - Die Blutplättchen



Thrombozyten – Die Blutplättchen




Thrombozyten sind unsere Blutplättchen, die sich bei Verletzungen an verletztes Gewebe heften und dafür sorgen, dass das Blut nicht mehr fließt und sich die Wunde verschließt. Für unsere Blutgerinnung sind sie also sehr wichtig. Sie können aber auch für Blutgerinnsel verantwortlich sein. Diese nennt man Thromben, die oftmals eine Lungenembolie und Schlaganfälle verursachen bzw. auslösen. Dabei verstopft ein „Blutklumpen“ ein Gefäß, welches dann nicht mehr mit Blut und Sauerstoff versorgt wird, was somit auch auf die Organe zutrifft, die durch den Verschluss nicht mehr versorgt werden.

Wird ein Blutgefäß verletzt, z.B. durch einen Schnitt mit dem Küchenmesser, legen sich die Blutplättchen an diese verletzte Gefäßwand an. Es lagern sich immer mehr dieser Thrombozyten an der Wunde an. Dadurch entsteht ein rascher Verschluss des Gefäßes an und so stoppt auch die Blutung. Durch weitere Abläufe, wie dem „WundkleberFibrinogen, werden diese Verschlüsse weiter verstärkt.

Die Lebensdauer der Thrombozyten liegt bei fünf bis neun Tagen. Sie werden in der Milz, der Lunge und der Leber abgebaut.

Normbereich der Thrombozyten: 

150.000 – 450.000 Mikroliter im Blut



Manchmal ist die Zahl der Blutplättchen im Körper zu gering. Die Ursachen sind vielfältig. Es kann vorkommen, dass der Körper zu wenig Thrombozyten produziert. Dies hat auch Auswirkungen auf die Blutgerinnung und Wunden bluten somit stärker als normal. Die Gefahr zu verbluten ist in diesem Fall bei Operationen besonders groß.

Durch eine erhöhte Anzahl an den Blutplättchen, steigt das Risiko einer Embolie, (Verschluss eines Gefäßes und somit auch Organs) da sich die Blutplättchen zu schnell und unnötig „verklumpen“ können und deswegen für Gefäßverschlüsse verantwortlich sind.

Erniedrigte Thrombozyten können auftreten bei der Einnahme bestimmter Medikamente z.B. Rheumamedikamente oder auch bei Heparin. Auch Leukämien, die durch Krebsbehandlungen auftreten und die Bestrahlung führt zu einer verminderten Blutplättchenzahl. Aber auch Nährstoffmängel wie Folsäuremangel oder Vitaminmangel (B12) verursachen niedrige Werte. Vor allen Alkoholmissbrauch gefährdet die Thrombozytenzahl.

Ein erhöhter Wert an Thrombozyten ist hingegen zu beobachten bei Leukämien und Entfernung der erkrankten Milz, weil diese ja als Speicherogan nicht mehr zur Verfügung steht. Auch eine bakterielle Infektion mit schwerem Verlauf kann vermehrte Blutplättchen verursachen. Sogar übermäßiger Stress, kann zur vermehrten Ausscheidung aus der Milz führen.


Auch hier fällt wieder auf: Alkohol und auch Nikotin sind das reinste Gift für unser Blut!  Denkt bitte daran, wenn ihr euch das nächste Mal an einem Messer verletzt. 

Quelle: in der Arztpraxis...Uta Groger

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