Sonntag, 8. Januar 2017

Der Augensammler - Sebastian Fitzek (Hörbuch)



Der Augensammler – Sebastian Fitzek 
Hörbuch gelesen von Simon Jäger




Inhalt: Erst tötet er die Mutter, dann verschleppt er das Kind und gibt dem Vater 45 Stunden Zeit für die Suche. Das ist seine Methode. Nach Ablauf der Frist stirbt das Opfer. Doch das Grauen endet nicht: Den aufgefundenen Kinderleichen fehlt jeweils das linke Auge. Bislang hat der "Augensammler" keine brauchbare Spur hinterlassen. Da meldet sich eine blinde Physiotherapeutin, die angeblich in die Vergangenheit ihrer Patienten sehen kann. Und gestern habe sie womöglich den Augensammler behandelt . 

Alexander Zorbach hat die besten Zeiten als Polizist hinter sich. Ein dramatischer Einsatz beendete seine Karriere, als er im Dienst eine psychisch kranke Frau erschoss, die ein Kind entführt hatte. Fortan arbeitet er bei einer Berliner Zeitung als Polizeireporter. Der aktuelle Fall „des Augensammlers“ wie die Presse den Täter nennt, lässt ihn nicht los. Der Täter entführt Kinder und tötet deren Mütter. Die Väter aber, erhalten ein Zeitfenster von 45 Stunden um die Kinder wieder zu finden. Gelingt das nicht, sterben die Kinder und jeweils das linke Auge wird entfernt. Durch diese weitere Perversion, gelangt der Augensammler zu seinem Namen. 

Zorbach nimmt sich energisch des Falles an, möchte er doch diese Bestie schnappen. Sehr hilfreich erweisen sich dabei alte Kontakte bei der Polizei und der Polizeifunk. Außerdem bekommt er Unterstützung von seinem Kollegen Frank, der Alexander auf Schritt und Tritt folgt um ebenfalls den Fall zu lösen. Dabei hat Zorbach auch noch ganz andere Probleme: Seine Ex-Frau Nicki fordert von ihm mehr Zeit gegenüber seinem Sohn ein, der auch schon bald Geburtstag hat. Der Journalist in hin- und hergerissen, zwischen Beruf und seinen Pflichte als Vater. 

Schon bald beginnt ein schreckliches Katz- und Mausspiel mit dem perversen Mörder. Persönliche Gegenstände Alexander´s werden an Tatorten gefunden und der Täter scheint immer mehr in sein Leben zu pfuschen. Woher gewinnt der Augensammler nur seine Informationen? Und was für ein Spiel, spielt er mit Zorbach? Dann taucht auch noch die blinde Physiotherapeutin Alina Gregoriev auf und berichtet ihm davon, dem Mörder in der Praxis begegnet zu sein. Außerdem, spricht sie von schrecklichen Visionen, die sie quälen und die immer wieder mit den Taten und den Tatorten zu haben. Doch kann er ihr vertrauen? Ist wirklich etwas dran an diesem Hokus Pokus? Die Polizei selbst tappt im Dunkeln, nimmt aber schon mal Alexander Zorbach ins Visier. Kann er seine Unschuld beweisen, und dem perversen Spiel ein Ende setzen?! 

Dies war mein erstes Hörbuch. Und mein erster Fitzek. Ich war endlos begeistert. Natürlich werde ich es auch noch mal als Print lesen, aber ich bin froh, dass ich mich für mein 1. Hörbuch für Sebastian Fitzek entschieden habe. Wer diesen kennt, wird um seine Spezialitäten wissen. Die Story beginnt nicht wie gewohnt mit der 1. Seite und dem Prolog, sondern im Prinzip mit der letzten Seite und einem Teil vom Ende. Dies hebt aber den Spannungsbogen gewaltig, vor allen, weil man als Hörer immer wieder den Ablauf des Ultimatums im Nacken sitzen hat. Die Sichtweise der Protagonisten wechselt immer mal, was ich als sehr angenehm und interessant empfand zumal Alexander Zorbach in der „Ich-Perspektive“ vom Geschehen berichtet. Der Sprecher Simon Jäger erzählt diesen Thriller mit einer sehr angenehmen Stimme. Es war für mich leicht ihm und somit dem Verlauf der Geschichte zu folgen. 

Der Spannungsbogen war durchweg vorhanden und man bekam immer neue Wendungen präsentiert, die einen zum Mitraten animieren konnten. Die Grausamkeiten des Täters und die detaillierte Beschreibung haben mir des Öfteren eine Gänsehaut beschert. Zum Schluss war der Wow-Effekt auch wirklich gut und die vielen Details innerhalb der Geschichte waren auch sehr gut durchdacht! 

Ich jedenfalls bin jetzt Fitzek-infiziert :-D.  


Kommentare:

  1. Huhu!
    Ich fand das Ende sehr genial, die Geschichte bis dahin konnte mich leider nicht vollends überzeugen. "Der Augenjäger" steht aber dennoch schon bei mir im Regal bei den SuB-Büchern. Wenn du noch nicht so viel von Fitzek gelesen|gehört hast, kann ich dir sehr "Die Therapie" und "Seelenbrecher" empfehlen.
    Liebe Grüße
    Janna

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    1. Ich bin auch jetzt mit "der Augenjäger" durch und war auch wieder sehr begeistert. :-)

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  2. Ehrlich gesagt, Nadine, finde ich diese Horrorkrimis so weit von der Realität entfernt wie kaum eine Fantasy-Story es schafft. Und wenn sie darüber hinaus noch gut geschrieben sind, trage ich die Szenen lange mit mir herum. Das ist gar nicht schön. Leichter ist mir lieber. Ich habe noch keinen Fitzek gelesen (und auch nur einen Stephen King) und werde das auch nicht tun. Gut für dich, dass du nur mit einer Gänsehaut davonkommst.

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    1. Also von einem Thriller- oder Horror-Roman genauso wie von Filmen bekomme ich keinen Schaden. Es ist wie du selbst schreibst "Fiktion" und darum geht es auch. Wenn ich Realität will, lese ich True-Crime oder Biografien und Tatsachenberichte. Sinn und Zweck ist für mich aber, in fremde Welten einzutauchen um auch mal dem Alltag zu entfliehen. Das klappt bei mir mit Horrorliteratur genauso wie mit Fantasy.

      lg Nadine von Nannis Welt

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