Samstag, 26. Mai 2018

Sommerimpressionen und das Leben der Bienen



Sommerimpressionen und das Leben der Bienen





Die Bienen sind eine Insektengruppe, in der mehrere Familien der Hautflügler zusammengefasst werden. "Biene" bezieht sich meist auf eine einzelne Art, die Honigbiene, die wegen ihrer Bedeutung als Honigproduzent, aber auch wegen ihrer Wehrhaftigkeit Aufmerksamkeit erfährt. Dabei handelt es sich bei den Bienen um eine recht große Gruppe mit sehr unterschiedlichen Arten. Viele davon, vor allem die solitär lebenden, werden unter dem Begriff "Wildbienen" zusammengefasst.





Bienen ernähren sich vegetarisch. Ihre wichtigste Nahrungsquelle sind süße Pflanzensäfte – insbesondere Nektar. Sie sind auf Pollen angewiesen, die speziell für die Eiweißproduktion gesammelt werden. Staatenbildende Gattungen und Familien, wie Hummeln und Honigbienen legen Futtervorräte an. Das wird vor allem wichtig im Winter, denn manche Arten halten eine Art Winterschlaf. 




Weltweit wird die Zahl der Bienenarten auf rund 20.000 geschätzt. Davon sind in Europa etwa 700 Arten heimisch, davon wiederum etwa 500 in Deutschland. Die über einen Wehrstachel verfügenden Bienen gehören zu den Stechimmen.




Die ökologische Wichtigkeit von Bienen ist bekant. Sie zählen weltweit zu den wichtigsten Bestäubern. Greenpeace hat beobachtet, dass die jährliche Bestäungsleistung bei rund 265 Milliarden Dollar liegt, würde man ihm einen Geldwert zumessen. Die Imker mit ihren ca. 1 Million Bienenvölker erwirtschaften ca. 25.000 Tonnen Honig. Dies entspricht etwa dem Bedarf von 20% des heimischen Raumes. 




Innerhalb der Gemeinschaft gibt es drei Typen von Bienen, die sich auch im Aussehen unterscheiden. Die Königin ist etwas größer und hat einen langen und schlanken Hinterleib, der die Flügelspitzen weit überragt. Sie ist normalerweise das einzige voll entwickelte Weibchen im ganzen Stock. Die große Masse des Volkes wird von den Arbeiterinnen gebildet, zigtausend kleineren Weibchen, die unfruchtbar sind.





Dann gibt es da noch ca. 500 bis maximal 2000 Drohnen im Bienenvolk. Diese sind größer als die Arbeiterinnen und fallen durch ihre plumpe, gedrungenere Körperform und ihre großen Augen auf. Übrigens besitzen diese männlichen Bienen keinen Stachel. Ihre Antennen sind darauf aus, den Pheromonduft von jungen Königinnen aufzunehmen, um sich dann hoch in der Luft mit diesen zu paaren. Dies geschieht im Flug! 





Bienenvölker bei Imkern beherbergen 40.000 bis 60.000 Bienen. Zumeist besteht ein Volk das Jahr über nur aus der Königin und ihren unfruchtbaren Arbeiterinnen. Erst im Frühjahr werden von den Arbeiterinnen, die Pollen ranschaffen und die Larven aufziehen, auch Drohnen aufgezogen. Die Königin legt bis zu 2000 Eier am Tag. 





Sehr interessant ist, dass die Bienen selbst beeinflussen können, welche Art von Bienen geboren werden. Dies passiert durch "Parthenogenese". Dabei legt die Königin unbefruchtete Eier. Durch die besondere Form der "Königinnenzelle" an den Waben und unterschiedliche Fütterung der Larven, kann gelenkt werden, ob beispielsweise eine Königin oder Arbeiterin heranwächst. Anders als die Arbeiterinnen, die nur wenige Monate alt werden, kann die Königin Jahre zählen. 






Leider haben wir wirklich ein dramatisches Insektensterben, was ich echt schlimm finde. Was meint ihr? Könnte man nicht mit kleinen Dingen wie ein Stück Wiese wieder mehr Lebensraum für unsere kleinen Freunde schaffen?